Am Samstagnachmittag empfing der SV Sankt Margarethen in der Burgenland-Energie-Landesliga Tabellenführer ASKÖ Klingenbach zum Derby. Die Hausherren wollten nach der knappen Niederlage in Halbturn zurückschlagen und ihre makellose Heimbilanz ohne Niederlage bewahren. Klingenbach reiste hingegen mit vier Siegen in Serie an und setzte seinen Erfolgslauf fort: Ein verwandelter Handelfmeter von Michal Kozak bescherte den Gästen einen knappen 1:0-Auswärtssie

Über 550 Zuschauer sorgten im Greabochstadion für einen würdigen Rahmen. Auf dem Spielfeld blieben die erhofften Höhepunkte zunächst allerdings aus. Beide Mannschaften ließen defensiv wenig zu, das Geschehen spielte sich überwiegend zwischen den Strafräumen ab. Zwingende Torchancen waren in der ersten halben Stunde Mangelware.
In der 30. Minute zeigte Schiedsrichter Clemens Posch nach einem Handspiel im Strafraum der Hausherren auf den Elfmeterpunkt. Michal Kozak übernahm die Verantwortung und verwandelte sicher zur 1:0-Führung für Klingenbach. Bis zur Pause gab es auf beiden Seiten noch einige Torannäherungen, ein weiterer Treffer fiel jedoch nicht.
Nach dem Seitenwechsel verzeichneten die Gastgeber mehr Ballbesitz und suchten den Weg zum Ausgleich. In der 48. Minute prüfte Dominik Adam Csomos mit einem platzierten Schuss aus rund 18 Metern Klingenbachs Torhüter Stefan Schuller, der mit einer guten Parade zur Stelle war.
Zehn Minuten später bot sich den Gästen eine große Gelegenheit, die Führung auszubauen: Antonio Vidovic bediente Kozak mit einem Stanglpass, doch dessen Abschluss ging an der zweiten Stange vorbei.
Sankt Margarethen blieb bemüht, konnte seine Feldüberlegenheit aber nicht in einen Treffer ummünzen. In der 78. Minute strich ein scharfer Schuss von Michael Wenzel knapp über das Gästetor. Die beste Ausgleichschance folgte in der 86. Minute, als Bastian Kucher mit einem Kopfball an der Latte scheiterte.
Damit blieb es beim knappen 1:0 für Klingenbach. Der Tabellenführer feierte seinen fünften Sieg in Folge, benötigte angesichts der späten Möglichkeiten der Hausherren aber auch das nötige Glück. Sankt Margarethen musste sich erstmals in dieser Saison vor eigenem Publikum geschlagen geben.
Günter Welz, Obmann SV Sankt Margarethen:
"Wir hadern mit den Schiedsrichterentscheidungen, vor allem einem nicht gegebenen Handelfmeter, der klar ersichtlich war. Am Ende eine unglückliche Niederlage. Ein Remis wäre das gerechte Ergebnis gewesen.“
Thomas Klemenschitz, Trainer ASKÖ Klingenbach:
„Es gab wenige offensive Aktionen, beide Mannschaften waren darauf bedacht, keine Torchancen zuzulassen. Zu den gegebenen und nicht gegebenen Handelfmetern kann ich mich nicht äußern, weil ich die Situationen von meiner Position aus nicht gesehen habe. Der Schiedsrichter kam im Rahmen eines Austausches aus Salzburg. Er war nicht besser oder schlechter als unsere Unparteiischen. Es war für uns heute ein sogenannter dreckiger Sieg, mit dem wir die Tabellenführung verteidigt haben.“
Die Besten: Mario Hartmann und Michal Kozak