Spielberichte

Eberau feierte überraschenden 4:1-Kantersieg in Neusiedl

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Eine böse Überraschung erlebte der SC Neusiedl am See 1919 im Heimspiel der Burgenland-Energie-Landesliga gegen den SV hpt Eberau. Während die Hausherren den Anschluss an die Spitzengruppe halten wollten, bestätigten die Gäste ihre aufsteigende Form eindrucksvoll. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit drehte Eberau mächtig auf und feierte einen auch in dieser Höhe überraschenden 4:1-Auswärtssieg.

 

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Neusiedl begann druckvoll – Eberau schlug überraschend zu

Die Hausherren erwischten den deutlich besseren Start und bestimmten in den ersten 20 Minuten weitgehend das Spielgeschehen. Mit aggressivem Zweikampfverhalten und druckvollem Offensivspiel versuchte Neusiedl, die Gäste früh unter Druck zu setzen. Eberau agierte zunächst zurückhaltend, überließ den Hausherren die Initiative und konzentrierte sich vorwiegend auf die Defensivarbeit.

Entgegen dem bisherigen Spielverlauf schlugen die Gäste jedoch überraschend zu. Nach einer gelungenen Angriffsaktion ließ Nico Urbauer das Leder geschickt zu Elias Stranzl durchlaufen, der nicht lange fackelte und den Ball kompromisslos zur 1:0-Führung im Neusiedler Gehäuse versenkte.

Der Führungstreffer verlieh den Gästen zusätzliches Selbstvertrauen. Wenig später bot sich nach einem schnellen Konter sogar die Möglichkeit, den Vorsprung auszubauen, doch diese Chance blieb ungenutzt.

In der 37. Minute gelang den Hausherren schließlich der Ausgleich, allerdings unter freundlicher Mithilfe der Gäste. Nach einer scharfen Hereingabe fälschte Mark Jagodics den Ball unglücklich ins eigene Tor ab und sorgte damit für das 1:1. Mit diesem Spielstand wurden schließlich die Seiten gewechselt.

Taktische Umstellung brachte Eberau auf die Siegerstraße

Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich den Zuschauern ein vollkommen anderes Bild. Eberau-Trainer Christoph Herics hatte in der Halbzeitpause taktische Veränderungen vorgenommen, die ihre Wirkung nicht verfehlten. Die Gäste agierten nun wesentlich entschlossener, gewannen zunehmend die Kontrolle über das Spielgeschehen und ließen den Hausherren kaum noch Möglichkeiten zur Entfaltung.

In der 62. Minute wurden die Bemühungen belohnt. Nach einem sehenswert vorgetragenen Konter war Nico Urbauer zur Stelle und brachte die Gäste mit 2:1 in Führung.

Dieser Treffer schien bei den ohnehin verunsicherten Neusiedlern endgültig den Faden reißen zu lassen. Die Mannschaft von Christoph Herics übernahm jetzt klar das Kommando, während den Hausherren kaum noch etwas gelang.

In der 76. Minute fiel die Vorentscheidung. Nach einem weiteren gefährlichen Angriff wurde Elias Stranzl im Strafraum von Barna Toth regelwidrig zu Fall gebracht. Den fälligen Strafstoß verwandelte Alexander Resner souverän zur 3:1-Führung.

Doch damit war der Torhunger der Gäste noch nicht gestillt. In der 90. Minute setzte Erik Bárdics den Schlusspunkt unter eine beeindruckende zweite Halbzeit, als er einen Eckball zum 4:1-Endstand ins Netz köpfte.

Damit feierte Eberau einen überraschend deutlichen, aufgrund der starken Leistung nach dem Seitenwechsel aber durchaus verdienten Auswärtserfolg und bestätigte eindrucksvoll den jüngsten Aufwärtstrend. Während die Gäste mit breiter Brust die Heimreise antreten konnten, setzte sich die Negativserie der Neusiedler fort. Besonders bitter für die Hausherren war, dass nach einer ansprechenden Anfangsphase in der zweiten Halbzeit kaum noch Gegenwehr zu erkennen war.

Stimmen zum Spiel

Gernot Tick, sportlicher Leiter SC Neusiedl am See 1919:

„Über das heutige Spiel möchte ich am liebsten den Mantel des Schweigens hüllen. Das war für uns ein absolut gebrauchter Abend. Den Flow, den wir in den ersten acht Meisterschaftsspielen hatten, haben wir mittlerweile völlig verloren. Stattdessen sind wir in eine Negativspirale geraten, die meine Mannschaft zunehmend verunsichert. Wir laufen derzeit unserer Form hinterher und müssen hart daran arbeiten, wieder zu unserer alten Stärke zurückzufinden. Unser Ziel muss es sein, in den beiden verbleibenden Begegnungen nochmals Punkte zu holen.“

Christoph Herics, Trainer SV hpt Eberau:

„Wir hatten in den vergangenen zwölf Tagen vier schwere Spiele zu bestreiten, und diese Belastung hat man meiner Mannschaft zu Beginn deutlich angemerkt. Wir sind nur schwer in die Gänge gekommen, während Neusiedl wesentlich aggressiver und offensiver aufgetreten ist. Nach unserem Führungstreffer haben wir besser in die Begegnung gefunden. In der Halbzeitpause haben wir dann einige taktische Veränderungen vorgenommen, die hervorragend funktioniert haben. Nach dem Seitenwechsel waren wir die klar bessere Mannschaft, haben Neusiedl praktisch keine Chancen mehr gelassen und letztlich auch in dieser Höhe verdient gewonnen.“

Die Besten: Elias Stranzl und Csongor Stampfel