In wenigen Tagen startet die Frühjahrssaison mit der 16. Meisterschaftsrunde in der Burgenlandliga. Sie geht am kommenden Wochenende über die Bühne. Ein Match startet am Freitagabend, vier Spiele steigen am Samstagnachmittag und den Abschluss bilden drei Begegnungen am Sonntagnachmittag. Ligaportal.at liefert an jedem Spieltag einen interessanten Vergleich der jeweils duellierenden Teams. Auch am kommenden Spieltag gibt es wieder interessante Duelle! Wer bleibt erfolgreich? Wer findet auf die Siegerstraße zurück?
Nach einer miserablen Anfangsphase fand der ASK Klingenbach gegen Ende der Hinserie wieder zu mehr Stabilität. In der Rückrunde sollen nun weitere Schritte nach vorn gelingen. Die bisherige Saisonbilanz der Grenzstädter fällt jedoch nüchtern aus: In 15 Spielen stehen vier Siege, vier Remis und sieben Niederlagen zu Buche. Auffällig ist vorwiegend die ungewohnte Schwäche auf heimischen Kunstrasen – lediglich zwei der sieben Heimpartien konnten gewonnen werden. Mit einer vollkommen anderen Ausgangslage startet der MSV 2020 in die Rückserie der Burgenlandliga. Der souveräne Herbstmeister gilt als klarer Titelfavorit und hat auf die ersten Verfolger bereits einen komfortablen Vorsprung von zwölf Punkten herausgespielt. Die Zahlen unterstreichen die Dominanz: beste Offensive, beste Defensive und seit Beginn der Herbstserie des Vorjahres in der Liga ungeschlagen. Auch in der Fremde präsentiert sich das Team makellos und führt folgerichtig die Auswärtstabelle an. Die Rollen vor diesem Duell sind damit klar verteilt. Während Klingenbach auf eine Trendbestätigung und eine Rückkehr zur Heimstärke hofft, möchte der MSV 2020 seine beeindruckende Serie fortsetzen und den nächsten Schritt Richtung Meistertitel machen.
Der ASK Kohfidisch kann auf einen insgesamt zufriedenstellenden Herbst zurückblicken. Mit 21 Punkten aus 15 Partien sicherte sich der Tabellenneunte den angestrebten einstelligen Rang. Besonders beeindruckend präsentiert sich die Mannschaft vor eigenem Publikum: Rund zwei Drittel aller Zähler wurden im heimischen Stadion eingefahren, lediglich eine Heimniederlage steht zu Buche. Personell gab es im Winter einige Bewegungen – drei Abgänge wurden verzeichnet, gleichzeitig kehrte mit Tim Schreiber ein bekanntes Gesicht aus Hartberg zurück. Der USV Halbturn reist mit einer bemerkenswerten Serie an. Die Herglotz-Truppe blieb in den letzten acht Spielen des Herbstes ungeschlagen und verbuchte dabei vier Siege. Diese Konstanz spiegelt sich auch in der Auswärtsstatistik wider, wo man aktuell den starken dritten Platz belegt. In der Winterpause blieb der Kader weitgehend stabil, lediglich Daniel Ecker verstärkte das Team nach seinem Wechsel vom FC Illmitz. Die Ausgangslage verspricht ein interessantes Kräftemessen: Kohfidisch setzt auf seine ausgeprägte Heimstärke, während Halbturn mit Selbstvertrauen und Auswärtsqualität dagegenhält. Kleinigkeiten könnten letztlich den Ausschlag geben.
Am Samstag kommt es in der Burgenlandliga zu einem richtungsweisenden Duell zweier spielstarker Teams aus dem oberen Tabellendrittel. SV Sankt Margarethen möchte nach zwei Niederlagen zum Abschluss der Hinrunde wieder in die Erfolgsspur finden. Trotz des Rückschlags überwinterte die Mannschaft auf Rang sieben. Die Heimbilanz kann sich sehen lassen: Aus sieben Partien resultierten vier Siege, zwei Unentschieden und lediglich eine Niederlage. Der SV Leithaprodersdorf reist mit leichtem Rückenwind an. Vier Punkte aus den letzten beiden Herbstspielen unterstreichen die stabile Formkurve, auch wenn die Auswärtsstatistik Verbesserungspotenzial aufweist: Nur zwei der bisherigen sieben Gastspiele konnte die Elf von Trainer Santner für sich entscheiden. Das Hinspiel lieferte bereits einen Vorgeschmack auf ein enges Kräftemessen – ein intensives 1:1-Remis mit Chancen auf beiden Seiten. Die Voraussetzungen deuten erneut auf eine ausgeglichene Begegnung hin, in der Kleinigkeiten den Ausschlag geben könnten.
Ein richtungsweisendes Duell im Tabellenkeller steht bevor, wenn zwei direkte Konkurrenten im Abstiegskampf aufeinandertreffen. Bereits das Aufeinandertreffen im Herbstdurchgang ließ erkennen, wie eng und intensiv dieses Kräftemessen geführt wird. Damals behielt Deutschkreutz in einer hart umkämpften Partie mit 1:0 die Oberhand. Der FC Deutschkreutz blickt auf ein durchwachsenes Herbstfinish zurück. Vier Niederlagen in Serie ließen die Mannschaft in der Tabelle abrutschen, zudem tat man sich auf eigener Anlage bislang ungewohnt schwer – lediglich ein Heimsieg steht zu Buche. Mit Trainer Michael Hartl, der nun an der Seitenlinie das Kommando führt, sowie zwei gezielten Verstärkungen soll die Wende gelingen und die Mannschaft zu alter Stabilität zurückfinden. Auch der SK Pama hatte zum Ende der Hinrunde mit erheblichen Problemen zu kämpfen. Vier Niederlagen und ein Remis in Folge spiegeln die Ergebniskrise wider, die den Nordburgenländern wertvolle Punkte kostete. In der Winterpause reagierte der Verein und verstärkte den Kader personell. Drei neue slowakische Legionäre sollen für mehr Konstanz sorgen und helfen, den Anschluss an das Tabellenmittelfeld wiederherzustellen. Die Ausgangslage verspricht ein intensives Spiel mit hoher Bedeutung für beide Teams. Während Deutschkreutz vor eigenem Publikum dringend anschreiben will, reist Pama mit dem Ziel an, sich von den Abstiegsrängen zu distanzieren.
Der SC Bad Sauerbrunn blieb im Herbstdurchgang hinter den eigenen Erwartungen zurück und überwinterte letztlich nur auf dem zehnten Tabellenrang. Vor allem zum Ende der Hinrunde schien der Mannschaft von Trainer Feurer etwas die Konstanz abhandenzukommen: In den letzten sechs Runden gelang lediglich ein voller Erfolg. Entsprechend groß ist nun der Wunsch, sich im Frühjahr deutlich stabiler zu präsentieren. Hoffnungsträger sind dabei drei hochkarätige Neuzugänge, die wertvolle Erfahrung und zusätzliche Qualität ins Team bringen sollen. Die SpG Edelserpentin darf hingegen auf eine insgesamt gelungene Hinrunde zurückblicken. Mit 24 Punkten aus sieben Siegen etablierte sich die Spielgemeinschaft im oberen Tabellenbereich und überwinterte auf Rang fünf. Auffällig dabei: In der Fremde zeigte sich Edelserpentin bislang deutlich konstanter als auf eigener Anlage – ein Faktor, der auch diesmal eine Rolle spielen könnte. Im direkten Duell des Herbstdurchgangs behielt Bad Sauerbrunn mit einem 3:1-Erfolg die Oberhand. Edelserpentin wird daher nicht nur auf einen gelungenen Rückrundenauftakt, sondern auch auf eine Revanche aus sein. Die Zuschauer dürfen sich auf eine interessante Begegnung freuen, in der beide Teams mit klaren Zielsetzungen in die Partie gehen.
Vom Tabellenende aus nimmt der UFC Jennersdorf das Frühjahr in Angriff. Mit lediglich drei Punkten am Konto steht das klare Ziel Klassenerhalt im Mittelpunkt. Der Herbstdurchgang verlief für die Jennersdorfer alles andere als nach Wunsch: Über weite Strecken fehlte die offensive Durchschlagskraft, was sich auch statistisch niederschlug. Mit durchschnittlich nicht einmal einem Treffer pro Spiel stellte man die harmloseste Offensive der Liga. Ein Sieg blieb in der gesamten Hinserie aus. In der Winterpause zog der Verein Konsequenzen und nahm mehrere personelle Veränderungen vor. Zudem wurde mit Sandor Preisinger ein erfahrener Trainer verpflichtet, der der Mannschaft neues Selbstvertrauen und Stabilität verleihen soll. Der Frühjahrsauftakt wird zeigen, ob die Maßnahmen bereits greifen und der schwierige Weg zum Klassenerhalt erfolgreich eingeschlagen werden kann. Mit dem SC Oberpullendorf gastiert allerdings ein Gegner, der im Herbst zu den positiven Überraschungen zählte. Die Elf von Trainer Christian Staffler überzeugte mit attraktivem, temporeichem Fußball und überwinterte verdient auf dem zweiten Tabellenrang – zwölf Punkte hinter dem Herbstmeister aus Mattersburg. Nach dem 1:1-Remis im Hinspiel reist Oberpullendorf mit klaren Ambitionen an. Ein voller Erfolg könnte die Position im Spitzenfeld weiter festigen.
Die SpG Neudorf/Parndorf startet mit frischem Impuls in die Rückserie. Für zusätzliche Brisanz sorgt dabei die Personalie Christoph Tischler, der bis zum Ende der Herbstsaison noch an der Seitenlinie von ASK Horitschon stand. Die Wintervorbereitung verlief nach Vereinsangaben solide, zudem wurde der Kader mit vier Neuzugängen gezielt verstärkt. Als aktueller Tabellenachter konnte die SpG drei Heimspiele für sich entscheiden und will diese Bilanz nun weiter ausbauen. Gegner ist ausgerechnet Horitschon, wo inzwischen Luca Wirtitsch das Traineramt übernommen hat. Der ASK rangiert hinter den eigenen Erwartungen auf Platz zwölf und steht unter Zugzwang: Der Vorsprung auf die Abstiegsränge beträgt lediglich drei Punkte. Ein unruhiger Herbst mit zwei Trainerwechseln hat sichtbare Spuren hinterlassen. Besonders auswärts offenbart sich die Schwäche der Mannschaft – nur ein Sieg aus sieben Begegnungen unterstreicht die Problematik. Entsprechend hoch ist der Druck, im direkten Duell ein positives Signal zu setzen.
Der ASV Siegendorf steht zum Start in das Frühjahr vor einer enorm wichtigen Phase. Der Aufsteiger sammelte in der Herbstsaison lediglich elf Punkte und überwinterte damit auf dem vorletzten Tabellenplatz. Besonders alarmierend: Der letzte volle Erfolg im Ligabetrieb liegt bereits mehrere Monate zurück – der letzte Dreier datiert vom 11.10.2025. Um dem drohenden Abstiegskampf entschlossen entgegenzutreten, reagierte der Verein im Winter mit einer umfangreichen Kaderumstrukturierung. Gleich neun Neuzugänge verstärken künftig das Team, darunter ein prominentes Duo: Die beiden Spielertrainer Dominik Wydra und Jakov Josic, die vom SC/ESV Parndorf nach Siegendorf wechselten. Von diesen Verpflichtungen erhofft man sich nicht nur sportliche Qualität, sondern auch neue Führungsimpulse. Ganz anders präsentiert sich die Ausgangslage beim kommenden Gegner SV Eberau. Die Mannschaft zählte zu den konstantesten Teams der Herbstsaison und überwinterte auf dem starken dritten Rang. Sieben Siege, sieben Unentschieden und lediglich eine Niederlage dokumentieren eine bemerkenswert stabile Hinrunde. Zudem zeigte sich Eberau auch auswärts konkurrenzfähig und konnte auf fremdem Platz bereits zehn Punkte sammeln.