In wenigen Tagen startet die 20. Meisterschaftsrunde in der Burgenland-Energie-Landesliga. Sie geht am kommenden Wochenende über die Bühne. Zwei Matches starten am Freitagabend, fünf Spiele steigen am Samstagnachmittag und den Abschluss bildet eine Begegnung am Sonntagnachmittag. Ligaportal.at liefert an jedem Spieltag einen interessanten Vergleich der jeweils duellierenden Teams. Auch am kommenden Spieltag gibt es wieder interessante Duelle! Wer bleibt erfolgreich? Wer findet auf die Siegerstraße zurück?
Die SpG Neudorf/Parndorf Juniors hat rechtzeitig wieder in die Spur gefunden und zwei der vergangenen drei Spiele für sich entschieden. Mit dem hart erkämpften 2:1-Erfolg in der Vorwoche gegen die SPG Edelserpentin arbeitete sich die Elf von Trainer Tischler bereits auf Rang fünf nach vorn. Der Aufsteiger darf also weiter von einer starken Saison träumen. Auf heimischer Anlage gibt es allerdings noch Luft nach oben: Aus neun Spielen stehen drei Siege, zwei Remis und vier Niederlagen zu Buche. Beim SK Pama war der Jubel zuletzt besonders groß. Nach sechs langen Monaten durfte man endlich wieder einen Heimsieg bejubeln – und der fiel mit dem 3:0 gegen den ASK Kohfidisch gleich deutlich aus. Dieser wichtige Befreiungsschlag brachte die Mannschaft auch tabellarisch wieder über den Strich, ein direkter Abstiegsplatz konnte verlassen werden. Auswärts zeigte sich Pama in dieser Saison ohnehin immer wieder unangenehm, immerhin wurde bisher jedes dritte Auswärtsspiel gewonnen. Zusätzliche Motivation liefert wohl auch der Blick zurück: In der Hinrunde musste man sich der SpG Neudorf/Parndorf Juniors knapp mit 0:1 geschlagen geben.
Der MSV 2020 bleibt in der Energie-Burgenland-Landesliga weiterhin das Maß aller Dinge. Mit dem 2:1-Erfolg am vergangenen Wochenende in Horitschon feierte der Tabellenführer bereits den zweiten Sieg in Serie und baute seinen Vorsprung weiter aus. Die Zahlen sprechen dabei eine eindeutige Sprache: Niemand in der Liga gewann öfter, niemand stellte eine bessere Offensive oder eine stabilere Defensive. Vor eigenem Publikum ist der MSV 2020 ohnehin eine Macht – acht Siege aus neun Heimspielen unterstreichen die beeindruckende Dominanz. Der USV Halbturn scheint rechtzeitig wieder in die Spur zu finden. Nach drei sieglosen Spielen in Folge gelang am vergangenen Wochenende mit dem 2:0 gegen Schlusslicht Jennersdorf der erhoffte Befreiungsschlag. Es war zugleich der erste volle Erfolg in der Rückrunde – und vielleicht genau jener Sieg, der neues Selbstvertrauen freisetzt. Dass Halbturn auch in der Fremde bestehen kann, zeigt ein Blick auf die Auswärtstabelle: Dort rangiert man auf dem starken vierten Platz.
Beim SV Sankt Margarethen will es derzeit einfach nicht laufen. Aus den vergangenen sechs Spielen holte man lediglich ein Remis, die übrigen fünf Partien gingen allesamt verloren. Die Formkurve zeigt also klar nach unten. Hoffnung macht allerdings der Blick auf die Heimstatistik: Vor eigenem Publikum präsentiert sich Sankt Margarethen deutlich stabiler, mit vier Siegen, drei Remis und nur zwei Niederlagen aus neun Spielen. Ganz anders das Bild bei der SpG Edelserpentin: Während man daheim weiter mit einem hartnäckigen Heimkomplex kämpft und zuletzt auf eigenem Rasen gegen die SPG Neudorf/Parndorf Juniors mit 1:2 den Kürzeren zog, fühlt sich die Mannschaft in der Fremde pudelwohl. Die zweite Niederlage im Frühjahr kostete zwar Rang fünf, dennoch bleibt Edelserpentin brandgefährlich – vorwiegend auswärts. Sechs Siege aus neun Gastspielen sprechen eine klare Sprache, dazu musste man in der Fremde überhaupt erst eine einzige Niederlage hinnehmen.
Beim SC Oberpullendorf ist der Schwung der starken ersten Saisonphase komplett verloren gegangen. Als eines von nur drei Teams wartet der Aufsteiger im Frühjahr noch immer auf den ersten vollen Erfolg, im Kalenderjahr 2026 sprang bislang überhaupt erst ein einziger Punkt heraus. In der Tabelle bedeutete das inzwischen den Rückfall auf Rang vier. Besonders alarmierend: Seit vier Spielen ist Oberpullendorf sieglos und stellte in der Rückrunde bislang sogar die anfälligste Defensive der Liga. Auch beim ASK Horitschon zeigt die Tendenz klar nach unten. Zwei Niederlagen in Serie haben die Stimmung zuletzt spürbar gedrückt, überhaupt konnte man im Frühjahr erst ein einziges Spiel gewinnen. In der Fremde gelang bislang nur ein voller Erfolg. Zusätzliche Motivation dürfte allerdings der Blick auf das Hinspiel liefern: Damals musste sich Horitschon auf eigener Anlage dem SC Oberpullendorf mit 2:4 geschlagen geben und hat nun die Chance, sich dafür zu revanchieren.
Beim ASK Kohfidisch ist der starke Schwung aus dem Start der Rückrunde zuletzt spürbar verloren gegangen. Die Mannschaft wirkt nicht mehr so stabil und konstant wie noch vor wenigen Wochen, die jüngsten beiden Spiele gingen verloren – und besonders bitter: Dabei blieb man sogar ohne eigenen Treffer. In der Tabelle bedeutete das den Rückfall auf Rang acht. Vor eigenem Publikum ist Kohfidisch allerdings weiterhin eine Macht: Fünf Siege, zwei Remis und nur zwei Niederlagen aus neun Heimspielen sprechen für eine weiterhin starke Heimbilanz. Ganz anders die Stimmung derzeit beim FC Deutschkreutz. Seit Neo-Trainer Hartl das Kommando übernommen hat, scheint die Mannschaft den Abstiegskampf voll angenommen zu haben. Sieben Punkte aus den vergangenen drei Spielen sind ein deutliches Lebenszeichen und haben neues Selbstvertrauen freigesetzt. Der Lohn: Rang zehn – so gut war Deutschkreutz seit der elften Runde nicht mehr platziert. Die Formkurve zeigt also klar nach oben, und genau mit diesem Rückenwind will man nun den nächsten Schritt setzen.
Der ASK Klingenbach ist seit sieben Spielen ungeschlagen und hat in diesem Zeitraum drei Siege eingefahren. Trotzdem tritt man tabellarisch weiter auf der Stelle, weil zu viele Punkteteilungen den echten Befreiungsschlag verhindern. Die Lage bleibt heikel: Nur zwei Zähler trennen die Grenzstädter aktuell von einem Abstiegsplatz. Vor eigenem Publikum präsentiert sich Klingenbach dabei völlig ausgeglichen – drei Siege, drei Remis und drei Niederlagen aus neun Heimspielen spiegeln die bisherige Saison ziemlich genau wider. Der SV Leithaprodersdorf reitet dagegen weiter auf einer beeindruckenden Erfolgswelle. In der Rückrundentabelle steht man nicht ohne Grund auf Rang eins. Nur eines der vergangenen acht Spiele ging verloren, gleich siebenmal durfte gejubelt werden – eine Bilanz, die in der Liga derzeit ihresgleichen sucht. Auch auswärts weiß der Ligadino immer wieder zu überzeugen und gewann bislang jedes dritte Gastspiel. Mit diesem Selbstvertrauen reist Leithaprodersdorf nun an und will die nächste Duftmarke setzen.
Beim UFC Jennersdorf brennt im Abstiegskampf längst der Hut. Der Tabellenletzte stemmt sich mit aller Kraft gegen den drohenden Gang in die nächsttiefere Spielklasse, musste nach zwei Siegen in der Rückrunde zuletzt aber wieder einen schmerzhaften Rückschlag hinnehmen. Die Niederlage in Halbturn tat besonders weh, weil gerade Auswärtspunkte im Kampf um den Klassenerhalt Gold wert wären. Hoffnung gibt dennoch die Offensive: In der Rückrunde erzielte Jennersdorf ligaweit die meisten Treffer – ein klares Zeichen dafür, dass sich die Mannschaft noch längst nicht aufgegeben hat. Mit dem SV Eberau wartet nun allerdings eine der größten Herausforderungen, die diese Liga derzeit zu bieten hat. Der Aufsteiger ist das Überraschungsteam der Saison und mischt sensationell auf Platz zwei ganz vorn mit. Vor allem die Konstanz beeindruckt: Nur eine Niederlage aus den vergangenen 15 Spielen spricht eine mehr als deutliche Sprache. Auch auf eigener Anlage ist Eberau eine Macht, zwei Drittel aller Heimspiele wurden gewonnen. Dazu stellt man mit erst 17 Gegentoren die zweitbeste Defensive der Liga – Jennersdorf braucht also nicht nur Mut, sondern wohl auch einen echten Kraftakt, um hier etwas mitzunehmen.
Der ASV Siegendorf hat in der Rückrunde zwar fünf Punkte aus vier Spielen geholt, zuletzt gegen den FC Deutschkreutz beim 0:1, aber eine bittere Niederlage einstecken müssen. Eine Pleite, die besonders schmerzt, weil für die Siegendorfer dabei eigentlich deutlich mehr drin gewesen wäre. Defensiv präsentiert sich die Mannschaft im Frühjahr allerdings äußerst stabil: Erst drei Gegentreffer musste man bislang hinnehmen, nur der SK Pama steht in dieser Statistik noch besser da. Auf eigenem Platz bleibt die Ausbeute dennoch ernüchternd – in neun Heimspielen sprang erst ein einziger voller Erfolg heraus. Beim SC Bad Sauerbrunn wird die Lage dagegen von Woche zu Woche bedrohlicher. Auch unter dem neuen Trainer reichte es zuletzt gegen den ASK Klingenbach nur zu einem 1:1, ein Befreiungsschlag blieb also erneut aus. Im Abstiegskampf wird die Luft damit immer dünner. Besonders bitter: Als eines von nur drei Teams wartet Bad Sauerbrunn in der Rückrunde noch immer auf den ersten Sieg. Und auch offensiv läuft es überhaupt nicht nach Wunsch – im gesamten Kalenderjahr 2026 gelangen bislang erst drei Treffer.