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Tadic rettet Pinkafeld – Derby-Krimi endet im Elfmeterschießen

Am gestrigen Samstagabend kam es in der ersten Runde des BFV-Raiffeisencups zum Bezirksderby zwischen der SG Redlschlag und dem SC HERZ Pinkafeld. Beide Vereine feierten dabei ihr Comeback in diesem Bewerb: Die Hausherren nahmen nach drei Jahren Pause wieder am Cup teil, während Pinkafeld sogar sechs Jahre lang nicht vertreten gewesen war.

Der Aufsteiger in die Burgenland-Energie-Landesliga wurde seiner Favoritenrolle allerdings nur teilweise gerecht. Beide Mannschaften zeigten phasenweise unterhaltsamen Offensivfußball und erspielten sich zahlreiche Torchancen. Letztlich setzte sich der höherklassige Gast erst im Elfmeterschießen durch und löste mit viel Mühe das Ticket für die zweite Runde.

 

Offene erste Halbzeit

Mehr als 300 Zuschauer wollten sich diesem Pokal-Fight nicht entgehen lassen und sorgten auf dem Sportplatz für eine großartige Stimmung. Die Gäste verzeichneten zwar mehr Ballbesitz, konnten daraus zunächst jedoch keine zwingenden Torchancen herausspielen.

In der 24. Minute war es schließlich so weit: Eine präzise Hereingabe von Dario Tadic fand in Lukas Zapfel einen dankbaren Abnehmer. Der Angreifer hatte keine Mühe, den Ball zur 1:0-Führung für Pinkafeld im Tor der Hausherren unterzubringen.

Redlschlag zeigte sich vom Rückstand allerdings wenig beeindruckt und kämpfte sich zurück in die Begegnung. Kurz vor dem Pausenpfiff gelang den Hausherren durch Adam Bazso der Ausgleich. Sein sehenswerter Schuss schlug unhaltbar im Kreuzeck ein. Mit einem leistungsgerechten 1:1-Unentschieden wurden die Seiten gewechselt.

Redlschlag nur eine Minute von der Sensation entfernt

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff setzte Lukas Zapfel einen direkt getretenen Eckball an die Querlatte. Nur acht Minuten später tobte jedoch das Stadion auf der Gegenseite: Daniel Tödtling beförderte einen Freistoß aus rund 30 Metern zur 2:1-Führung für Redlschlag ins Tor der Gäste.

Für den Favoriten kam es noch schlimmer. Nach einem schnellen Konter in der 69. Minute versenkte Balazs Marok den Ball zum 3:1 im Pinkafelder Gehäuse. In diesem Moment stand der Sportplatz Kopf, denn eine große Cup-Sensation schien sich anzubahnen.

Die Gäste warfen nun alles nach vorn und erhöhten den Druck. Zunächst hatte Pinkafeld bei einem weiteren Lattentreffer von Zapfel Pech. Wenig später machte es der Angreifer besser: Nach einem Gestocher im Strafraum drückte er den Ball zum 2:3 über die Torlinie und brachte seine Mannschaft damit wieder zurück ins Spiel.

Als beinahe alle Zuschauer bereits mit einem Sieg des Underdogs rechneten, legte sich Dario Tadic in der Schlussminute den Ball zu einem Freistoß zurecht. Sein gefühlvoller Schuss senkte sich zum kaum noch erwarteten 3:3-Ausgleich ins lange Eck. Damit rettete sich der Landesligist in das Elfmeterschießen.

Dort behielten die Pinkafelder die besseren Nerven und setzten sich knapp mit 5:4 durch. Der Favorit zog damit mit viel Glück in die zweite Runde des BFV-Raiffeisencups ein, während Redlschlag nach einer starken Leistung nur wenige Augenblicke von einer Sensation entfernt gewesen war.

Stimme zum Spiel

Benjamin Posch, Trainer des SC Pinkafeld:

„Für die Zuschauer war es ein Cup-Spiel, wie man es sich erwarten durfte. Redlschlag hat ausgezeichnet verteidigt und seine Umschaltmomente sowie die Standardsituationen hervorragend genutzt. Ich möchte die Moral meiner Mannschaft hervorheben, die bis zur letzten Minute an sich geglaubt hat. Am Ende des Tages zählt für uns das Weiterkommen. Gleichzeitig wollen wir aus den Dingen, die heute nicht funktioniert haben, lernen, um es in der kommenden Woche und zum Beginn der Meisterschaft besser zu machen.“