Nach einer schwierigen Herbstsaison in der 1. Klasse Mitte zieht Mario Steinberger, Trainer des SC Raika Kappel, Bilanz. Seine Mannschaft erlebte zuletzt kaum Erfolgserlebnisse: mehrere Niederlagen, dazu ein 0:0, das sich wie eine verpasste Chance anfühlte. In der Tabelle liegt Kappel mit 13 Punkten auf Rang 15 – punktgleich mit einem direkten Konkurrenten. Trotz der ernüchternden Bilanz betont Steinberger, dass die Stimmung im Verein und in der Mannschaft positiv bleibt und der Blick klar nach vorne gerichtet ist.

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„Im Allgemeinen hat es sehr schlecht funktioniert“, beschreibt Steinberger offen die erste Halbserie. Seine Mannschaft habe zu wenig Tore erzielt und viele Chancen liegen gelassen, auch in der Defensive seien Schwächen sichtbar gewesen. Nach fünf sieglosen Spielen in Serie – darunter ein 0:0 – bleibt die Offensive das Hauptthema. Vor allem die fehlende Durchschlagskraft im letzten Drittel kostete wertvolle Punkte und sorgte dafür, dass Kappel in der Tabelle auf den hinteren Rängen verharrt.
Trotz der trüben Bilanz gibt sich Steinberger kämpferisch. In der Winterpause habe die Vorbereitung gut begonnen, berichtet er, und alle Spieler seien fit: „Wir bereiten uns jetzt optimal auf die Frühjahrssaison vor.“ Um die lahmende Offensive zu beleben, hat der Klub zwei neue Offensivspieler verpflichtet. Namen nennt Steinberger noch nicht, betont jedoch, dass diese Verpflichtungen wichtig seien, um die fehlende Torgefahr zu beheben. Die Mannschaft soll endlich in der Lage sein, enge Spiele für sich zu entscheiden. Das Ziel ist, so der Trainer, ein stabiler Start in die zweite Saisonhälfte, um früh den Anschluss an das untere Mittelfeld herzustellen.
Innerhalb des Kaders hebt Steinberger besonders Kapitän Franz Pusar hervor, der „immer für den Verein dasteht“. Pusar gilt als wichtiger Verbindungsmann zwischen Trainerstab und Spielern und trägt durch seine Haltung zur Geschlossenheit bei. Auch mit seinem Co-Trainer zeigt sich der Coach „sehr, sehr zufrieden“, was die Harmonie im Betreuerteam unterstreicht. Verletzte gibt es momentan keine, sodass Kappel in Bestbesetzung in die entscheidenden Wochen starten kann. Strukturelle Veränderungen im Umfeld des Vereins habe es laut Steinberger nicht gegeben.
Als besonders beeindruckend beschreibt Steinberger die jungen, mutigen Teams der Liga, die seiner Meinung nach „sehr offensiv, direkt und guten Fußball“ spielen. Der Vergleich zeigt, woran Kappel arbeiten will: mutigeres Offensivspiel, mehr Tempo, mehr Tore. Nach der Negativserie im Herbst will der Verein im Frühjahr ein anderes Gesicht zeigen. Steinberger bleibt zuversichtlich, dass die intensive Vorbereitung Früchte trägt – mit neuen Impulsen, gesundem Selbstvertrauen und einer mannschaftlichen Geschlossenheit, die sich in Ergebnissen widerspiegeln soll.