In der Kärntner Liga kämpft Darko Djukic mit ATUS Ferlach nach einer schwierigen Herbstsaison um den Anschluss. Nach 16 Spielen mit 13 Punkten rangiert das Team auf Tabellenplatz 15. Verletzungsprobleme, wechselnde Aufstellungen und große Altersunterschiede im Kader prägten die Hinrunde. Djukic zieht dennoch ein nüchtern-positives Fazit: Trotz der herausfordernden Situation habe die Mannschaft Zusammenhalt bewiesen, und die Stimmung im Verein sei „sehr, sehr gut“. Mit Rückkehrern und Neuzugängen will Ferlach nun in der Frühjahrssaison wieder durchstarten.

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Djukic schildert, dass in der Herbstsaison über dreißig Spieler eingesetzt wurden – vom fünfzehnjährigen Nachwuchstalent bis hin zu einem 46-jährigen Routinier. „Bei so viel Verletzungspech muss ich mit dem Punktesaldo sogar zufrieden sein“, erklärt der Trainer.
Besonders hebt er den Einsatz der Führungsspieler hervor: Florian Heindl überzeugte im Sturm mit Konstanz und Engagement, während die Defensive um Dejan Kern Stabilität brachte. Die Rückkehr von Lukas Jaklitsch, Martin Posratschnig und Daniel Jobst sorgt zusätzlich für neue Optionen im Team. „Unsere Stärke liegt im Zusammenhalt. Die Stimmung in der Kabine ist sehr gut, Motivation und Verantwortung stimmen“, so Djukic.
Zum Frühjahr verstärkte sich Ferlach mit zwei Neuzugängen vom TSV Grafenstein sowie mit einem slowenischen Stürmer. „Die zwei Jungen haben sich sehr gut integriert – fußballerisch und persönlich“, lobt Djukic die Neuankömmlinge. Auch im Betreuerstab gab es Anpassungen: Nach einer Operation des Co-Trainers sprang interimistisch ein Assistent ein.
Der Präsident habe zudem dafür gesorgt, dass die Struktur rund um das Team verbessert wird – inklusive neuer Trainingsmöglichkeiten, Sauna und medizinischer Betreuung. Djukic betont, dass das Umfeld professioneller geworden sei: „Alle sind am Topniveau mit Motivation, und wir warten auf den Saisonstart.“
In den letzten fünf Begegnungen zeigte Ferlach wechselhafte Leistungen: Niederlagen gegen FC-WR Nußdorf, SC St. Veit und SAK Klagenfurt standen einem Sieg über TSV Grafenstein und einem 0:0-Remis gegen Austria Klagenfurt Amateure gegenüber. Besonders in Erinnerung blieb Djukic die Partie gegen St. Veit, die sein Team unter schwierigen Bedingungen bestritt: „Da waren wir echt unter Druck, weil der Kader extrem klein war. Trotzdem haben wir Lösungen gefunden, um überhaupt antreten zu können.“
Für die bevorstehende Rückrunde gibt sich der Trainer optimistisch. Nahezu alle Spieler sind wieder im Training, Verletzungen beschränken sich auf kurzfristige Blessuren. „Zurzeit sind wir komplett, und das ist ein gutes Zeichen“, sagt Djukic. Auch infrastrukturell hat sich einiges getan: ein neues Flutlicht wurde installiert, Kabinen und Plätze werden saniert. „Das ist ein Prozess, in dem wir viele Sachen verbessern wollen. Aber wir sind voll in Arbeit“, erklärt der Trainer. Mit gesunden Leistungsträgern und frischem Schwung aus der Winterpause soll der Klub die Abstiegsränge bald verlassen.