In der Unterliga West steht Damir Kukic mit dem SV Seeboden am Millstättersee aktuell an der Tabellenspitze. Nach 15 Partien und 34 Punkten zieht der Trainer eine positive Zwischenbilanz. Trotz starker Auftritte – darunter Siege gegen Rothenthurn und Union Lind sowie Punktgewinne gegen Nötsch und Greifenburg – bleibt Kukic besonnen. Im Gespräch betont er die nachhaltige Vereinsphilosophie, die auf die Förderung einheimischer, junger Spieler setzt, und erklärt, warum Kontinuität und Geduld der Schlüssel zum langfristigen Erfolg sein sollen.

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Kukic beschreibt seine Mannschaft als „ganz jung“ und vor allem aus eigenen Spielern zusammengesetzt. Die bisherige Saisonphase sei eine wichtige Lern- und Entwicklungszeit gewesen: „Wir wollten bestätigen, dass unser Verein zumindest in der Spitze der Unterliga ist.“ Besonders stolz zeigt er sich über die Fortschritte seiner U17- und 1b-Spieler. Der Trainer betont den langfristigen Ansatz: Die größten Erfolge sieht er nicht allein in Tabellenplätzen, sondern in der Entwicklung seiner „einheimischen Buben“. Der aktuelle Erfolg sei „sensationell“, dürfe aber nicht zu Überheblichkeit führen.
Während andere Vereine im Sommer kräftig am Transfermarkt agierten, blieb es in Seeboden weitgehend ruhig. Kukic spricht von wenigen Ab- und Zugängen sowie einer gezielten Verstärkung auf der Torhüterposition – aus Nötsch. Ansonsten setzt der Klub konsequent auf Eigengewächse. Das Betreuerteam blieb unverändert, verletzungsbedingt gab es keine Ausfälle – ein Pluspunkt in der intensiven Herbstphase.
Auf die Frage nach den stärksten Gegnern hebt Kukic Mannschaften wie ASG Gmünd, Rothenthurn, ATUS Nötsch und Dölsach hervor. Diese Teams seien „erfahren“ und „in der Entwicklung vielleicht etwas weiter“, doch seine eigenen Spieler würden von solchen Duellen profitieren. In den letzten fünf Begegnungen präsentierte sich Seeboden stabil: Nach zwei 0:0 gegen Nötsch und Greifenburg musste man sich Gmünd knapp geschlagen geben, ehe Rothenthurn und Union Lind besiegt wurden – Ergebnisse, die das Team wieder nach vorn brachten. „Wir genießen unsere Situation, aber wir arbeiten in Ruhe weiter“, sagt Kukic. Langfristig will er den Verein dauerhaft unter den besten fünf bis sechs der Unterliga etablieren. Diese Mischung aus Demut, Zielstrebigkeit und Identifikation prägt den Spitzenreiter – und am Millstätter See wächst derzeit mehr als nur sportlicher Erfolg.