In der Unterliga Ost möchte Gernot Rainer mit St. Andrä / Lav. nach einer wechselhaften Herbstrunde den Aufwärtstrend fortsetzen. Nach Siegen gegen Rückersdorf / Klopeinersee und ASKÖ Gurnitz sowie Remis gegen St. Michael/Lav. und den SC Launsdorf ging das Team mit einem soliden Abschluss in die Winterpause. Der elfte Tabellenrang mit 16 Punkten aus 15 Spielen spiegelt ein schwieriges, aber lehrreiches Halbjahr wider – vor allem aufgrund zahlreicher Verletzungen. Im Gespräch erläutert Rainer die personelle Situation, die Entwicklung junger Spieler und blickt optimistisch auf das Frühjahr, das laut ihm „mit sehr positiver Stimmung in Angriff genommen wird“.

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„Wir hatten einen sehr schwierigen Herbst, weil wir von Beginn weg sehr viele verletzte Spieler hatten“, berichtet Rainer im Rückblick. Langfristige Ausfälle von Stammkräften bremsten seine Mannschaft, gleichzeitig öffneten sie Chancen für Talente. Besonders erwähnte er Jonas Forsthuber, der sich in der Innenverteidigung als Fixgröße etablierte. Auch Alexander Streit, Jahrgang 2009, sammelte wertvolle Einsatzminuten. Die junge Generation habe laut Rainer von den Umständen profitiert und sich sportlich wie charakterlich weiterentwickelt. Diese Lernphase sei ein zentraler Baustein für den kommenden Frühling.
Während einige Akteure ihre Blessuren auskurieren, wartet Rainer auf mehrere Rückkehrer. Jannik de Raij fehlt noch wegen einer Schulterverletzung aus dem abgebrochenen Spiel gegen St. Michael. Konstantin Spörk laboriert an einem hartnäckigen Rückenödem, während Maximilian Rothleitner sich von einem Teilkreuzbandriss erholt.
„Bei einigen Spielern wird es noch ein bisschen länger dauern, aber der Rest der Mannschaft sollte die Vorbereitung voll mitmachen können“, sagt der Coach. Insgesamt blickt er mit Erleichterung auf eine sich besser füllende Personaldecke und auf eine Vorbereitung, in der die Trainingsintensität wieder gesteigert werden kann.
Im Winterkader bleibt die Struktur weitgehend stabil. „Abgänge gibt es aktuell keine“, betont Rainer. Neu hinzustoßen wird Laurenz Suppick von der WAC U18 Akademie, zudem könnte Andreas Fejan den Kader verstärken. „Er wäre absolut eine Verstärkung und ein Wunschspieler von uns“, zeigt sich Rainer in dieser Personalfrage zuversichtlich. Auch die Stimmung im Umfeld sei positiv, Veränderungen im Betreuerteam habe es keine gegeben.
Der Trainer lobte zudem die Leistungen einiger junger Spieler – neben Forsthuber und Streit hob er weitere Talente des Jahrgangs 2008 hervor, die im Herbst für frische Energie sorgten. Zu den stärksten Gegnern der Hinrunde zählt Rainer den SC Launsdorf und verweist generell auf Überraschungsteams an der Spitze: „Damit hatte vor der Saison kaum jemand gerechnet – Hut ab vor diesen Mannschaften.“
Mit Blick auf die bevorstehende Rückrunde ist der Tenor eindeutig: „Wir hoffen, dass fast alle Spieler wieder voll fit zurückkommen“, sagt Rainer. Die letzten Auftritte vor der Winterpause – darunter ein 2:2 gegen den SC Launsdorf – gaben Anlass zur Hoffnung, dass die Mannschaft taktisch stabiler wird. Die Mischung aus erfahrenen Rückkehrern und entwicklungsstarken Nachwuchskräften soll die Basis für eine bessere Platzierung legen.
Nach einem unbeständigen Herbst möchte St. Andrä / Lav. im Frühjahr nicht nur Punkte sammeln, sondern vor allem Konstanz gewinnen. „Wir blicken dem Frühjahr sehr zuversichtlich entgegen“, fasst Rainer zusammen – in einem Verein, der nach einem schwierigen halben Jahr geschlossen auf ein erfolgreiches Comeback hinarbeitet.