Spielberichte

Harald Proprentner über SC Launsdorfs Höhenflug: „Wenn sich die Spieler verstehen, zeigt sich das am Feld“

SC Launsdorf

In der Unterliga Ost führt Harald Proprentner mit dem SC Launsdorf souverän die Tabelle an. Sein Team hat nach 15 Runden 38 Punkte und liegt sieben Zähler vor dem ersten Verfolger. In den letzten fünf Partien blieb Launsdorf ungeschlagen – mit Siegen gegen St. Michael/Lav., SC St. Stefan, ASKÖ Gurnitz und SK Maria Saal sowie einem 0:0 gegen St. Andrä/Lav. Im Interview spricht Proprentner über den sportlichen Lauf seines Teams, die besondere Kameradschaft innerhalb der Mannschaft, Kaderveränderungen über die Winterpause und die Ziele für die Rückrunde.

Fußball mid kantigem Desin in Weiß, Schwarz und Neonfarben auf Rasen

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Teamgeist und Offensive als Erfolgsgaranten

Für Harald Proprentner liegt das Geheimnis des Launsdorfer Höhenflugs in der Geschlossenheit der Mannschaft: „Die Kameradschaft beim SC Launsdorf ist top, die Trainingsbeteiligung ist top – und das spiegelt sich am Spielfeld wider“, betont der Trainer. Gemeinsam mit seinem Co-Trainer hat er in der laufenden Saison einen offensiven Spielstil etabliert, der die Unterliga Ost beeindruckt. „Wir versuchen, offensiven Fußball zu spielen – mit Spielfreude, aber trotzdem gemeinschaftlich zu verteidigen“, erklärt Proprentner.

Die Statistik gibt ihm recht: Mit 45 erzielten Treffern stellt Launsdorf derzeit den produktivsten Angriff der Liga. Einzig die Defensive sieht der Coach noch als Ansatzpunkt: „Wir bekommen ab und zu zu viele Gegentore. Daran müssen wir weiterarbeiten.“

Veränderungen im Kader – Abgänge und Rückkehrer

Über die Winterpause gab es im Kader einige Bewegungen. Besonders schmerzhaft war das Karriereende von Michael Höfferer, der wegen anhaltender Knieprobleme nach einem Kreuzbandriss aufhörte. Auch Tobias Stelzl verließ den Verein und kehrte nach Sankt Valentin am Wagram zurück. Positiv ist dagegen die Rückkehr von Marko Mrsic, der nach einer schweren Schlüsselbeinverletzung wieder voll angreift.

Ebenso kehren Bajro Besic, Jan Waldner und Marcel Lainer – letzterer nach langer Reha – in unterschiedlichem Fitnesszustand zurück. „Diese Spieler haben alle schon bei uns gespielt, sie kennen das Umfeld und wollen es noch einmal wissen“, sagt Proprentner. Mit diesem Mix aus Erfahrung und Aufbruchsstimmung soll der Erfolg im Frühjahr fortgesetzt werden.

Taktische Reife und Blick auf die Konkurrenz

Im Gespräch hob Proprentner auch das hohe Niveau in der Unterliga Ost hervor. „Die Mannschaften sind sehr ausgeglichen. Aber Bad Sankt Leonhard, St. Michael und Kraig gehören zu den stärksten Gegnern.“ Besonders das Spiel gegen Bad Sankt Leonhard bleibt ihm in Erinnerung: „Wir haben zwar mit 4:1 gewonnen, aber nur rund 30 Prozent Ballbesitz gehabt. An dem Tag haben wir sie sauber ausgekontert.“ Diese taktische Wandlungsfähigkeit bezeichnet der Trainer als Schlüsselstärke seines Teams. Trotz des klaren Tabellenstands bleibt er vorsichtig: „Noch haben wir nichts erreicht. Jetzt heißt’s volle Kanne trainieren, gut arbeiten – dann wird man belohnt.“

Konstante Führung und klare Struktur

Auch im Umfeld setzt Launsdorf auf Stabilität. Proprentner führt die Mannschaft gemeinsam mit seinem Co-Trainer, während Roland Gigacher als Trainerkollege und der Obmann weiterhin die Vereinsgeschäfte lenken. Diese eingespielte Struktur sieht der Coach als Basis der erfolgreichen ersten Saisonhälfte. „Alles ist beim Alten geblieben – und es gibt auch keinen Grund, etwas zu verändern“, betont er. Mit dieser Konstanz und der positiven Stimmung im Team will Launsdorf in der Unterliga Ost weiter Geschichte schreiben – und den Platz an der Sonne bis zum Saisonende verteidigen.