Souverän und klar in den Abläufen – so beschreibt Valon Sahiti den Auftritt seines Teams beim Heimspiel des GSC Liebenfels gegen SC Raika Kappel in der 1. Klasse Mitte. "Wir hatten das Spiel sehr unter Kontrolle", betont der Trainer und verweist vor allem auf die Phase nach der Pause. Nach einem 0:0 zur Halbzeit übernahm seine Mannschaft spürbar das Kommando, erspielte sich ein klares Chancenplus und verteidigte den späteren Vorsprung mit Konsequenz. Eine vergebene Großchance im Eins-gegen-eins, zahlreiche Standards und der starke Wind prägten die Partie ebenso wie eine druckvolle Schlussphase der Gäste, die ohne Torerfolg blieb. Sahiti zieht ein positives Fazit und blickt mit Zuversicht auf die nächsten Wochen.

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Der Trainer ordnet die Kräfteverhältnisse klar ein: "Der GSC Liebenfels hatte mehr Chancen und mehr Möglichkeiten, mehr Tore zu schießen." Nach dem 0:0-Pausenstand fiel der Führungstreffer in Minute 64: Maximilian Nussbaumer traf zum 1:0 mit einen Schuss wie aus der Pistole aus 20m ins Kreuzeck. Eine Szene hätte die Partie entscheiden können, wie Sahiti beschreibt: "Nach dem 1:0 hatte unser Stürmer die Chance auf das 2:0." Die Gelegenheit blieb jedoch ungenutzt – das Eins-gegen-eins-Duell wurde vergeben. Trotzdem blieb die Linie erkennbar: Kontrolle, Präsenz in den Zweikämpfen und Ruhe am Ball. Gerade im zweiten Abschnitt setzte sich Liebenfels vorne fest, zwang den Gegner zu Fehlern und hielt das Tempo hoch genug, um die Partie in den gewünschten Bahnen zu halten.
Auch bei ruhenden Bällen lag ein Vorteil auf Seiten der Hausherren. Sahiti bilanziert: "Wir hatten mehr Standards, also Eckbälle, und ein Eckball war sehr gefährlich – der Kopfball ging leider über die Latte." Diese Szenen unterstrichen das Chancenplus und die Feldüberlegenheit in der zweiten Halbzeit. Gleichzeitig beeinflussten die äußeren Bedingungen das Geschehen: "Das Wetter war sehr windig", so der Coach. Vor allem bei langen Bällen und hohen Flanken war eine angepasste Ballbehandlung gefragt – damit kam Liebenfels besser zurecht, suchte zielstrebig den Abschluss und hielt den Druck aufrecht, während Kappel vor allem in Umschaltmomenten lauerte, aber selten zwingend wurde.
In der Schlussphase warf Kappel noch einmal alles nach vorne. "Kurz vor Schluss hat Kappel noch einmal gedrückt, ist aber torlos geblieben", beschreibt Sahiti. Kurz vor Ende sah Georg Pirker Gelb-Rot, dennoch brachte Liebenfels die knappe Führung in Unterzahl über die Zeit. Nach insgesamt 95 Minuten stand der 1:0-Heimsieg fest. Inhaltlich überwiegt beim Trainer die Freude über Auftritt und Entwicklung: "Die Leistung wollen wir auf jeden Fall mitnehmen und noch einmal intensivieren. Ich bin sehr zufrieden als Trainer mit den letzten beiden Spielen." Der Tenor des Abends: Stabilität ausstrahlen, Chancen besser nutzen und die Balance zwischen Kontrolle und Zielstrebigkeit weiter schärfen – mit diesem Gefühl geht Liebenfels in die kommenden Aufgaben.