Nach dem 1:2 im Duell zwischen SV Glanegg und FC Bad Kleinkirchheim in der 1. Klasse Mitte ordnete Sektionsleiter Dominik Nikolaus Scherwitzl, BSc die Partie als eng und umkämpft ein. Er sprach von einem ausgeglichenen Spielverlauf und haderte mit einer strittigen Szene nach der Pause: „Ein klarer Elfer wurde nicht gegeben – das war, glaub ich, spielentscheidend.“ Die Gefühlslage bei Glanegg schwankte zwischen Ärger über verpasste Chancen und Zuversicht, weil der eigene Plan weitgehend griff. „Vom Spielverlauf her wäre ein X mindestens gerecht gewesen“, hielt Scherwitzl fest. Trotz der Niederlage betonte er Einsatz, Struktur und Zusammenhalt – auch vor dem Hintergrund personeller Ausfälle.

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In seiner Rückschau hob Scherwitzl die wechselnden Kräfteverhältnisse hervor: „In der 1. Halbzeit hatte Bad Kleinkirchheim ein bisschen Überhand, in der 2. Halbzeit dann Glanegg.“ Über 90 Minuten betrachtet sei es „ausgeglichen“ gewesen. Beide Teams hatten Phasen mit mehr Spielanteilen, ohne dass sich eine Mannschaft dauerhaft absetzen konnte. Vor allem nach der Pause fand Glanegg besser in die Zweikämpfe, nutzte die Räume konsequenter und gewann an Präsenz – umso größer war das Gefühl, dass zumindest ein Remis „gerecht gewesen“ wäre.
Für Gesprächsstoff sorgte eine Szene nach dem Seitenwechsel: Aus Glanegger Sicht blieb ein fälliger Strafstoßpfiff aus. „Ein klarer Elfer wurde nicht gegeben – das war, glaub ich, spielentscheidend“, so Scherwitzl. In dieser Phase hatte die Heimmannschaft Oberwasser, was das Gefühl verstärkte, an einem Schlüsselmoment vorbeigeschrammt zu sein. Enttäuschung ja, aber ohne die eigene Leistung grundsätzlich infrage zu stellen.
Personell war Glanegg nicht bei voller Stärke. Scherwitzl machte die Lage transparent: „Ich bin normalerweise Kapitän, war verletzt – in der ersten Partie in Afritz hab ich mir eine Leistenzerrung zugezogen. Außerdem war Manuel Krenn verletzt, und Marcel Prassl war gesperrt.“ Trotz der Ausfälle lobte er die Geschlossenheit: „Grundsätzlich sind wir im Kollektiv stark. Da gibt’s keinen, der besonders herausgestochen hat – wir probieren als Mannschaft zu glänzen.“ Taktisch sah er sein Team auf Kurs: „Der Spielplan ist eigentlich aufgegangen. Wir haben brav gespielt, gekämpft, der Wille war da. Leider gab’s kleine individuelle Fehler, die am Ende den Ausschlag gegeben haben.“ Was derzeit fehlt, ist die Effizienz: „Zurzeit fehlt uns das Glück – und vor allem im Abschluss. In den nächsten Partien müssen wir bei der Chancenauswertung besser werden, dann passt alles.“ Für den Gegner fand er anerkennende Worte: „Ein kämpferisches Team mit guter Einstellung, über 90 Minuten Einsatz gezeigt – gutes Team, da kann man gar nichts sagen.“