Ein Duell auf Augenhöhe prägte das Heimspiel des SV Afritz 1975 in der 1. Klasse Mitte gegen die WSG Wietersdorf. Obmann Artur Friedrich Kahlhofer sprach danach von Balance, späten Momenten und kollektivem Willen. Sein Tenor: viel Respekt vor einem starken Gegner, ein enges Ringen bis ins Finish und am Ende Erleichterung – dank Geschlossenheit und Konsequenz in den entscheidenden Szenen. Ein Spiel, das jederzeit kippen konnte und doch im Schlussdrittel entschieden wurde.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Kahlhofer ordnete die Partie nüchtern ein: „Von klarer Überlegenheit kann man nicht sprechen. Es war sehr ausgeglichen, wir hätten dieses Spiel auch verlieren können. Zum Schluss hatten wir die besseren Chancen und haben es in letzter Konsequenz verdient gewonnen – aber es hätte auch kippen können.“ Wietersdorf bezeichnete er als „sehr gute Mannschaft“, die alles investierte. Gerade deshalb wog der späte Afritzer Punch umso schwerer: In den letzten Minuten agierte Afritz entschlossener und legte die nötige Konsequenz in den Toraktionen an den Tag.
Der Durchbruch gelang kurz vor der Pause: In Minute 38 traf Patrick Gailer zur 1:0-Führung, mit diesem Resultat ging es in die Kabinen. Nach Wiederbeginn blieb Wietersdorf stabil und belohnte sich in der 70. Minute, als Josef Leitner zum 1:1 ausglich. Afritz ließ in dieser Phase laut Kahlhofer einige „hundertprozentige“ Möglichkeiten liegen, doch dann kippte das Momentum: In der 81. Minute stellte Felix Maximilian Opriessnig auf 2:1, nur drei Minuten später erhöhte Sandro Pascal Moser auf 3:1. Genau diese Abfolge passte zu Kahlhofers Eindruck: „Da hat man gemerkt, dass wir den Sieg unbedingt wollten – und das ist uns gelungen.“
Individuelle Auszeichnungen standen für Kahlhofer nicht im Vordergrund: „Wir hatten heute keinen, der überragte – wir waren im Kollektiv sehr gut.“ Entwicklung bleibe trotz des Erfolgs ein Thema: „Es gibt immer Verbesserungsbedarf.“ Personell konnte Afritz aus dem Vollen schöpfen. Gleichzeitig, so Kahlhofer, setze die Tabellenkonstellation beim Gegner zusätzliche Kräfte frei: „Wenn du vorne bist, motiviert das den Gegner, noch einmal alles zu geben.“ Schon das 2:2 im Herbst in Wietersdorf habe gezeigt, wie kompakt und giftig der Kontrahent auftreten kann. Zum Abschluss fand Kahlhofer faire Worte: „Wir sind glücklich über die drei Punkte und gratulieren Wietersdorf, die ein sehr gutes Spiel abgeliefert haben.“