Spielberichte

FC Bad Kleinkirchheim – Trainer Alexander Peter Ertl: „Später Sieg, eher glücklich als gerecht“

FC Bad Kleinkirchheim
SV Wernberg

In Bad Kleinkirchheim überwog nach dem Duell mit SV Cleverdruck Wernberg vor allem Selbstkritik: Alexander Peter Ertl, Trainer des FC Bad Kleinkirchheim, sprach in der 1. Klasse Mitte von einem knappen Abend, der sich trotz Jubels nicht ganz verdient anfühlte. Er verwies auf ausgeglichene Spielanteile, eine nie nachlassende Gäste-Elf und wenige, aber prägende Momente. Gleichzeitig richtete er den Blick bereits nach vorne: Das nächste Derby am Ostermontag steht an und könnte die Stimmungslage in den Nockbergen rasch neu justieren.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung, schneller Dämpfer

Die Gastgeber setzten früh ein Ausrufezeichen: In der 16. Minute traf Mario Trattler nach einer Ecke zur 1:0-Führung. Doch Wernberg fand besser ins Spiel, und der Ausgleich fiel aus Sicht der Heimischen unter unglücklichen Vorzeichen: In der 26. Minute lenkte Fabian Trausnitz den Ball ins eigene Tor – 1:1. Bis zur Pause blieb es beim Remis, das die Kräfteverhältnisse an diesem Nachmittag treffend abbildete und den Spannungsbogen für die zweite Hälfte straffte.

Knackpunkt, Aluminium – und ein später Punch

Entscheidende Momente prägten das Bild einer Partie, die bis zum Ende auf der Kippe stand. Ertl hob einen Schlüsselmoment hervor: „In der 30. Minute hielt unser Tormann einen guten Schuss des Wernberger Stürmers – das war wahrscheinlich der Knackpunkt, so wie zwei Lattenschüsse in diesem Spiel.“ Als sich vieles bereits auf ein Unentschieden einpendelte, setzte sich doch noch einmal Effizienz durch: In der 89. Minute traf Matej Coz zum 2:1 – der späte Treffer gab dem knappen Ringen die entscheidende Wendung.

Ausgeglichenheit, Ausfälle und Derby-Fokus

Im Rückblick betonte Ertl die Balance der Kräfte: „Der Ballbesitz war in gleichem Maße verteilt, also 50:50.“ Respekt zollte er insbesondere der Widerstandskraft des Gegners: „Wernberg ist eine kämpferisch sehr gute Mannschaft, hat niemals aufgegeben.“ Aus Trainersicht war Gregor Dorniz der Mann des Spiels, der durch seine kämpferische Leistung und Entschlossenheit auffiel. Personell musste Bad Kleinkirchheim auf Sascha Ortner und Daniel Aufegger verzichten, was die Statik der Partie zusätzlich erklärte. Der Blick nach vorne ist klar formuliert: „Am Ostermontag steigt das Derby um 15 Uhr.“

1. Klasse Mitte: Bad Kleinkirchheim : Wernberg - 2:1 (1:1)

  • 89
    Matej Coz 2:1
  • 26
    Eigentor durch Fabian Trausnitz 1:1
  • 16
    Mario Hubert Trattler 1:0