Spielberichte

Fresser setzt auf Jugend: "Wenn alle zum 3. Juli fit sind, müssen wir uns keine Sorgen machen"

SG Sportunion/Lokomotive Matrei 1b

Frischer Wind statt großer Namen bei der SG Sportunion Matrei/Lokomotive Matrei 1b in der 2. Klasse A: Die 1b-Truppe beendet die Saison auf Platz 12 und blickt trotz Rückschlägen im Frühjahr zuversichtlich nach vorne. Trainer Thomas Fresser setzt klar auf den Jugendweg, verweist auf eine starke Trainingsbeteiligung und einen fixen Fahrplan bis zum Trainingsstart am 3. Juli. Sein Tenor: Aus der ordentlichen Basis weiterarbeiten, die Jungen geduldig entwickeln – und dann soll sich der Einsatz auszahlen.

Torwart in Scharz und Neonorange legt sich den Ball für einen Abstoß zurecht

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Jung, mutig und lehrreich – eine Saison mit zwei Gesichtern

Der Rückblick von Thomas Fresser fällt ehrlich und zugleich positiv aus. „Wir haben mit der jüngsten Mannschaft an der Meisterschaft teilgenommen und waren spielerisch sehr gut“, sagt der Trainer. Gleichzeitig räumt er ein, was man an vielen Samstagen gesehen hat: „Teilweise waren wir körperlich unterlegen und ein bisschen unroutiniert.“ Das deckt sich mit dem Saisonbild: In den ersten Runden lag Matrei 1b sogar an der Spitze, am Ende steht Rang 12 und ein deutlich schwierigeres Frühjahr. „Die Hinrunde war in Ordnung, die Rückrunde sind wir aufgrund der vielen Ausfälle leider zurückgefallen“, erklärt Fresser. Ganz ohne Zähneknirschen war das aber nicht, denn die Entwicklung stand im Fokus. „Positiv ist, dass neun Lok-Spieler – junge Spieler – ihr Kärntner-Liga-Debüt feiern durften.“ Für die 1b ist genau das ein Kernauftrag: Schritte setzen, Erfahrungen sammeln, auch wenn es in der Tabelle manchmal wehtut.

Volle Trainingsplätze und eine starke Achse aus dem Nachwuchs

Wer unter der Woche in Matrei am Platz steht, versteht schnell, warum Fresser die Stimmung hervorhebt. „Die Stimmung ist sehr gut. Wir trainieren mit der U17 zusammen und haben einen Trainingsdurchschnitt von 24 Spielern“, berichtet der Coach. Er lobt besonders die Haltung seiner Gruppe: „Die Trainingsbeteiligung ist sehr, sehr gut. Jeder ist mit viel Herzblut und Einsatz dabei.“ Fresser betont zudem die breite Unterstützung im Umfeld: „Ich lobe die gute Zusammenarbeit im Verein, ganz besonders mit Nachwuchsleiter und U17-Trainer Matthias Schneeberger, der mit seiner U17 eine sehr, sehr gute Arbeit macht und den sensationellen zweiten Platz erreicht hat.“ Diese Verzahnung ist gewollt und gelebte Praxis. Aus der U17 kommen die Impulse, in der 1b bekommen die Talente ihre Minuten im Erwachsenenfußball – Woche für Woche, Training für Training.

Sommerfahrplan, Kader-Update und klare Linie für die neue Saison

Große Personal-Schlagzeilen gibt es vorerst nicht. „Es gibt keine Abgänge – zu weiteren Themen kann ich noch nichts sagen“, hält Fresser fest. Wichtiger ist ihm ohnehin die Gesundheit seiner Truppe: „Es gibt den einen oder anderen verletzten Spieler, aber wenn alle wieder fit und gesund zum Trainingsstart am 3. Juli erscheinen, müssen wir uns für die neue Saison keine Sorgen machen.“ Auch am Staff wird nicht gerüttelt. „Das Betreuerteam bleibt gleich und ich als Trainer lebe die Klubphilosophie weiter. Das Ziel ist, möglichst viele junge Spieler für die Kampfmannschaft vorzubereiten, damit sie so viel wie möglich Spielminuten im Erwachsenenfußball bekommen.“ Einzelne herausheben will er nicht: „Bei uns ist die Mannschaft das große Kollektiv.“ Beeindruckt hat ihn in dieser Saison „FC-WR Nußdorf 1b, die mit sehr vielen jungen Spielern eine starke Saison gespielt haben.“ Für Matrei 1b gilt nun: „Alle in der Sommerpause gut ausruhen, die Akkus aufladen und gesund zum Start kommen.“ Zum Schluss schickt Fresser noch „ein Lob an das LigaPortal-Team“ und bedankt sich für die „tolle Berichterstattung“ – bevor ab 3. Juli wieder gearbeitet wird.