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„Wir wollen weiter auf junge Spieler setzen“ – Miklautsch skizziert den HSV-Kurs

HSV

In der 2. Klasse C hat der HSV die Saison als Sechster mit 45 Punkten abgeschlossen. Sektionsleiter Michael Miklautsch zieht eine positive Bilanz und erklärt den eingeschlagenen Weg: „Wir wollen weiter auf junge Spieler setzen und eigene Burschen aus der U15 und U17 in die Kampfmannschaft bringen.“ Die Stimmung sei „sehr, sehr gut“, personell blieb zuletzt alles stabil – trotz vier Langzeitausfällen im Kader. Der Fokus liegt klar auf Ausbildung und Kameradschaft, daran will der HSV auch in der Vorbereitung festhalten.

Jugendliche Spieler mit Bällen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Vom kurzen Höhenflug bis zur soliden Platzierung

Schaut man auf den Verlauf, wird klar, warum beim HSV die Brust trotz Platz sechs breit ist. Nach einem Start auf Rang acht in Runde eins ging es rasant nach oben: Platz zwei in Runde zwei, dann sogar die Spitze in Runde drei und vier. Danach pendelte sich die Truppe im vorderen Mittelfeld ein, meist zwischen den Rängen vier und sechs. Über Wochen blieb es stabil, am Ende stehen 45 Zähler und ein sechster Platz zu Buche. Das liest sich wie eine Saison mit vielen ordentlichen Auftritten, ohne dass man ins Straucheln geraten wäre. Miklautsch ordnet das nüchtern ein, ohne große Sprüche – wichtig ist ihm, dass der Weg stimmt und die Richtung beibehalten wird.

Klare Linie: Eigenbau zuerst

Der rote Faden beim HSV heißt Nachwuchsarbeit. Miklautsch macht keinen Hehl daraus, woran man glaubt: „Wir wollen weiter auf junge Spieler setzen und eigene Burschen aus der U15 und der U17 in die Kampfmannschaft bringen.“ Transfers stehen nicht im Vordergrund. „Bis dato gibt es keine Veränderungen im Kader, alle bleiben. Wir schauen, ob wir uns noch verstärken. Unser Ziel ist, die eigenen U15- und U17-Spieler in die Kampfmannschaft einzuführen“, sagt der Sektionsleiter. Dazu passt, dass die Stimmung „in der Mannschaft und im Umfeld sehr, sehr gut“ ist. Wenn eine Gruppe zusammensteht und die Jungen Platz bekommen, wächst auch intern der Wettbewerb. Der HSV will genau das weiter forcieren – Schritt für Schritt, ohne Hektik, aber mit klarer Kante für den Eigenbau.

Breite hält: Vier Langzeitausfälle und ein 15-jähriger Hoffnungsträger

Ganz ohne Rückschläge lief die Saison freilich nicht. „Wir haben leider vier schwer verletzte Spieler, zwei mit Kreuzbandriss, einen mit einem Riss in der Schulter, einen mit einem Seitenbandriss“, berichtet Miklautsch offen. Der Zusatz folgt sofort: „Unser Kader ist groß genug, dass wir alles kompensieren können.“ Dass diese Zuversicht nicht aus der Luft gegriffen ist, zeigt ein Eigengewächs, das schon jetzt Verantwortung übernimmt. Jacob Pollak, erst 15 Jahre alt, hat den Sprung nach oben gemeistert. „Er ist mittlerweile Stammspieler in der Kampfmannschaft und hat schon Tore geschossen. Ich glaube, er ist für höhere Aufgaben berufen“, sagt Miklautsch. Genau solche Geschichten nähren das HSV-Selbstverständnis: trotz Ausfällen geschlossen bleiben, Talente mutig einbauen und ihnen echte Minuten geben.

Ausblick: Kameradschaft bewahren, Kurs halten, von Jungen lernen

Trainerteam und Vorstand arbeiten ruhig weiter, „alles wie beim Alten“, wie Miklautsch betont. Diese Konstanz im Umfeld ist gewollt, denn die Leitplanken stehen: Kameradschaft, Trainingsfleiß, Chancen für die Eigenen. „Es soll so bleiben wie im letzten Jahr – mit der Kameradschaft und der Trainingseinstellung. Wenn das so weiter funktioniert, ist das top“, sagt der Sektionsleiter. Als Vorbild nennt er eine junge Spielgemeinschaft aus der Liga: „Am meisten beeindruckt hat mich die Spielgemeinschaft Wölfnitz/Oberglan 1b. Die spielen mit einer ganz jungen Mannschaft und spielen super Fußball. Das ist die Zukunft: mit eigenen jungen Spielern.“ Der HSV will genau dort ansetzen – mit ruhiger Hand, klarer Linie und dem Vertrauen, dass Fleiß und Zusammenhalt auch in der neuen Saison tragen.