In der 2. Klasse C setzt Michael Miklautsch, Sektionsleiter des HSV, auf einer Welle der Zufriedenheit. Nach 15 Spielen steht der Klub mit 26 Punkten auf Rang fünf der Tabelle, punktgleich mit der SG Wölfnitz/Oberglan 1b. Der Herbst verlief erfolgreicher als erwartet – das spiegelt sich in Ergebnissen und Atmosphäre gleichermaßen wider. In den letzten Wochen feierte die Mannschaft Siege gegen Feldkirchen 1b, WSG Brückl und die ASKÖ Poggersdorf Youngsters sowie ein wertvolles 0:0 gegen den SV Union Gurk. Die Zuversicht im Team ist greifbar, und auch strukturell setzt der Verein auf Stabilität und Zusammenhalt.

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Miklautsch beschreibt den bisherigen Saisonverlauf als „richtig gut“. Zu Saisonbeginn habe man sich bewusst keinen großen Druck gemacht: „Wir haben gedacht: Wenn wir zehnmal im ganzen Jahr gewinnen, ist das schon toll.“
Der Verlauf überraschte positiv – die Mannschaft sammelte konstant Punkte und spielte sich früh ins obere Tabellendrittel. Diese Lockerheit sei womöglich ein wesentlicher Erfolgsfaktor gewesen.
Ein zentrales Thema ist die Zusammengehörigkeit im Verein. Miklautsch hebt hervor, dass die Atmosphäre außergewöhnlich positiv sei: „Im Verein herrscht wirklich eine super Stimmung. Auch in der Mannschaft ist eine tolle Stimmung.“ Spieler verbringen nach den Trainingseinheiten und Spielen gemeinsam Zeit – ein klares Signal, dass die Chemie stimmt.
Zudem blieb das Team personell weitgehend unverändert: „Wir wollten im Großen und Ganzen die ganze Mannschaft vom Herbst halten“, erklärt Miklautsch. Ein erfahrener Spieler kehrte nach einer zweijährigen Verletzungspause zurück, ein Neuzugang aus St. Stefan verstärkt den Kader, und drei junge Akteure aus der U15 erhielten die Chance, sich in der Kampfmannschaft zu beweisen.
Als besonders wichtigen Faktor nennt Miklautsch den Kapitän Matthias Puchner, der sich „richtig reinhaut in das Ganze“. Er ist auf und neben dem Platz eine tragende Figur, die Leistung vorlebt und Verantwortung übernimmt. Verletzungssorgen gibt es derzeit keine – ein weiterer Grund für die stabile Form.
Auch strukturell blieb im Verein alles unverändert, weder im Vorstand noch im Trainerteam gab es Änderungen, was für Ruhe und Kontinuität sorgt. Bemerkenswert war für Miklautsch das Derby in Wölfnitz, das er als eines der emotionalsten Spiele bezeichnet: „Da waren richtig viele Zuschauer, das war ein echtes Derby.“
Mit Blick auf den kommenden Frühling setzt Miklautsch auf die Fortsetzung des positiven Trends. Der Sektionsleiter richtet auch einen direkten Appell an die Anhängerschaft: „Kommt so zahlreich wie im Herbst und unterstützt uns. Wir schauen, dass es wieder richtig gut wird.“
Angesichts der bisherigen Bilanz und der stabilen Entwicklung scheint dieser Optimismus berechtigt. Der HSV hat sich in der 2. Klasse C als ernstzunehmender Konkurrent etabliert – mit Spielfreude, Teamgeist und einem soliden Fundament, das vor allem durch Geschlossenheit und Beständigkeit geprägt ist.