Ein intensives Duell zwischen dem SV Steuerberg und dem SV Glanegg prägte diese Partie in der 1. Klasse Mitte: Trainer Wolfgang Pitschko sprach von wechselnden Phasen, einem parierten Elfmeter beim Stand von 0:0 und dem Gefühl, über neunzig Minuten die klareren Möglichkeiten gehabt zu haben – sein Fazit: „Der Erfolg ist in Ordnung.“

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Die Anfangsphase gehörte aus Pitschkos Sicht den Gästen. „In der ersten Halbzeit, in den ersten zwanzig Minuten war Glanegg etwas besser, hatte mehr Spielanteile, weil wir zu viele Fehler im Spielaufbau gemacht haben und ihnen dadurch Umschaltmomente ermöglichten.“ Mit fortlaufender Spieldauer kippte jedoch die Chancenverteilung in Richtung Steuerberg. Pitschko zeichnete ein klares Bild: „Über neunzig Minuten hatte Steuerberg, glaub ich, die klareren Torchancen, auch wenn Glanegg natürlich einen Stangenschuss aus einem Freistoß und einen verschossenen Elfmeter hatte. Aus dem Spiel heraus konnten sie nicht so viele Chancen kreieren.“ Diese Konstellation – frühe Umschaltmomente für Glanegg, dafür mehr Durchschlagskraft bei Steuerberg – prägte die Statik über weite Strecken.
Ein Schlüssel dafür, dass die Partie offenblieb, war ein starker Moment zwischen den Pfosten: Der Schlussmann der Hausherren parierte beim Stand von 0:0 einen Elfmeter – ein psychologisch wichtiger Halt in einer Phase, in der die Fehlerquote im Aufbau noch Wirkung zeigte. Direkt vor der Pause setzten die Gastgeber ihren eigenen Akzent: In Minute 43 traf Daniel Walder zum 1:0 und gab dem Spiel eine neue Richtung. Zur Halbzeit stand es 1:0, der Vorteil lag nun auf Seiten von Steuerberg, während Glanegg die vergebenen Hochkaräter – inklusive eines Stangenschusses nach Freistoß – beklagte.
Nach dem Seitenwechsel blieb der Gegner gefährlich und nutzte seine nächste große Gelegenheit: In der 68. Minute glich Stefan Stampfer zum 1:1 aus. Pitschko hatte genau diese Qualität erwartet: „Glanegg spielte genau das, was wir von ihnen erwartet haben. Sie waren sehr aggressiv, sehr schnell im Umschaltspiel. Gott sei Dank haben wir hinten gut gearbeitet und vieles verhindern können.“ Die Entscheidung fiel ganz spät: In der 91. Minute setzte Pascal Gruntnig den Schlusspunkt zum 2:1. Dass Steuerberg trotz der Sperre von Manuel Egger (fünfte Gelbe Karte) in der Schlussphase noch zulegen konnte, passte zu Pitschkos Einordnung: ein abwechslungsreiches, hin- und hergehendes Spiel, in dem die Hausherren die klareren Gelegenheiten hatten – und am Ende verdient jubelten.