Spielberichte

SC Reichenau/Falkert, Sektionsleiter Roland Lackner: „Bravourös gemeistert“ – 3:2 in Sörg nach Gelb-Rot und Distanzkracher

SC Sörg
SC Reichenau

Im Auswärtsspiel beim SC Sörg erlebte der SC Reichenau/Falkert in der 1. Klasse Mitte einen intensiven Nachmittag auf engem Platz: viel Gegenwehr, ein Ausschluss bei den Gastgebern und am Ende spürbare Erleichterung. Sektionsleiter Roland Lackner sprach von harter Arbeit bis zur letzten Minute und einem wichtigen Schritt nach schwierigen Wochen. Die Stimmung ist gelöst, aber fokussiert – mit Blick aufs anstehende Derby und dem klaren Bekenntnis, dass es vor allem um Punkte geht, nicht um Schönheitspreise.

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Früher Rückstand, schnelle Antwort und ein offenes Spiel

Die Partie begann aus Reichenauer Sicht mit einem Dämpfer: Nach einem Standard brachte Martin Stark Sörg in der 30. Minute mit 0:1 in Front. Die Antwort folgte prompt: Denis Salkanovic stellte in Minute 34 nach feiner Kombination auf 1:1. Zur Pause stand es 1:1, und lange blieb es ein Duell auf Augenhöhe. „Danach war es eine ausgeglichene Partie“, ordnete Roland Lackner ein. Dass Sörg gleich dreimal Aluminium traf, unterstrich die Wucht der Hausherren auf dem kleinen Platz – fordernd, aber Reichenau blieb ruhig und stabil. Der Ausgleich und die Kompaktheit bis zum Halbzeitpfiff nährten das Vertrauen, hier Zählbares mitzunehmen.

Überzahl, Distanzkracher und Sörg mit großem Herz

Nach der Pause kippte die Statik: Sörg musste in der 54. Minute nach Gelb-Rot in Unterzahl weitermachen – ein Moment, der Reichenau half, im Zentrum klarer zu werden und die Tiefe besser zu attackieren. Der Mut aus der Distanz zahlte sich aus: Manuel Huber traf in Minute 69 mit einem Traumtor aus rund 25 Metern und stellte auf 2:1. Kurz darauf folgte die gefühlte Vorentscheidung: Kilian Gruber erhöhte in der 76. Minute auf 3:1. Doch die Gastgeber gaben nicht auf, rückten mit Vehemenz nach und verkürzten durch David Podgornik in der 78. Minute auf 3:2. Selbst in Unterzahl blieb Sörg hartnäckig, suchte konsequent den Ausgleich – inklusive eines späten Strafstoßes, der jedoch ungenutzt blieb. „Sörg drückte selbst mit einem Mann weniger weiter, aber am Ende brachten wir es über die Linie“, sagte Lackner. Das Gefühl danach: ein hart erarbeiteter Auswärtserfolg, geprägt von Kompaktheit, langen Wegen und Nervenstärke in der Schlussphase.

Geschlossene Einheit, kleine Schritte und der Blick aufs Derby

Individuelle Auszeichnungen lehnte Lackner ab: „Ich würde niemanden herausheben. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“ Seine Analyse: „In Sörg ist es nicht leicht zu spielen – kleiner Platz, aggressive Mannschaft. Aber wir haben das richtig gut gemeistert und sind aus meiner Sicht verdient mit drei Punkten nach Hause gefahren.“ Ein Baustein lag schon vor dem Anpfiff: Der Kapitän habe die Truppe „richtig gut auf die Partie eingeschworen“, was sich in der Intensität jedes Zweikampfs spiegelte. Personell gab es einen Wermutstropfen: „Niklas Sulle hat sich leider in der Vorbereitung verletzt, sonst waren wir komplett.“ Am Kurs ändert das nichts: „Verbessern kann man sich immer, aber für unsere Situation ist es wichtig, dass wir Punkte einfahren – und das haben wir gemacht.“

1. Klasse Mitte: SC Sörg : Reichenau - 2:3 (1:1)

  • 78
    David Podgornik 2:3
  • 76
    Kilian Andreas Gruber 1:3
  • 69
    Manuel Helmut Josef Huber 1:2
  • 34
    Denis Salkanovic 1:1
  • 30
    Martin Stark 1:0