Spielberichte

GSC Liebenfels, Trainer Valon Sahiti: „Wir nutzten die Konter besser“ – 2:1 gegen Afritz

GSC Liebenfels
SV Afritz 1975

In der 1. Klasse Mitte ordnete Valon Sahiti den 2:1-Heimsieg seines GSC Liebenfels gegen den SV Afritz 1975 als umkämpfte, knappe Angelegenheit ein. Er hob eine starke erste Hälfte hervor, stellte nach der Pause bewusst auf Kompaktheit um und betonte den geschlossenen Auftritt seiner Elf. Zugleich räumte er ein, dass Afritz mehr Ballbesitz hatte und die Schlussphase brandgefährlich wurde – geprägt von schnellen Umschaltmomenten auf der einen und hohem Laufaufwand auf der anderen Seite.

Weiß-Blauer Ball auf Rasen

Foto von Mick Haupt auf Unsplash

Frühe Führung und ein Plan für Halbzeit zwei

Liebenfels legte den Grundstein in einer effizienten Anfangsphase und baute den Vorsprung noch vor der Pause aus. Almir Sahiti traf früh zur 1:0-Führung (6.), Srdan Juric erhöhte vor dem Seitenwechsel auf 2:0 (41.), ehe mit 2:0 in die Kabinen gegangen wurde. Der Matchplan für den zweiten Durchgang sah mehr Kontrolle und Kompaktheit vor – Sahiti schilderte, dass sein Team sich bewusst etwas zurückzog, um Räume für Konter zu öffnen. Diese Herangehensweise trug seine Mannschaft auch durch Phasen, in denen Afritz mehr den Ball führte und das Tempo sukzessive anzog. Der Anschluss für die Gäste durch Sandro Moser zum 2:1 in Minute 62 verlieh der Partie eine neue Dynamik; fortan wurde jeder Zweikampf und jeder zweite Ball zur Bewährungsprobe für die Stabilität und die Abstimmung der Liebenfelser Defensive.

Afritzer Druck, Liebenfelser Umschalten

In Sahitis Zusammenfassung des Kräfteverhältnisses klang Respekt vor dem Gegner mit, gleichzeitig aber auch Zufriedenheit mit der eigenen Disziplin. Er sagte: „Afritz hatte mehr Spielanteile, überhaupt in der zweiten Halbzeit, aber wir hatten das klügere System und konnten die Konter besser ausnutzen.“ Besonders die Schlussphase blieb ihm präsent: „In den letzten 15 Minuten hätte Afritz das Spiel drehen können.“ Dass diese Minuten nicht kippten, führte Sahiti vor allem auf die Ordnung hinter dem Ball, das konsequente Umschalten und das kompakte Verschieben seiner Elf zurück. Aus seiner Sicht war es insgesamt eine enge Angelegenheit, in der Afritz streckenweise den Ton angab, Liebenfels aber die klareren Nadelstiche setzte. So entstand ein Spannungsbogen, der nach dem 2:1-Anschluss die Intensität noch einmal deutlich erhöhte, ohne die Linie der Hausherren vollends zu brechen.

Mannschaftliche Geschlossenheit, Personal und Gegneranalyse

Auf die Frage nach einem herausragenden Einzelspieler wich Sahiti dem Personenkult aus: „Nein, es war eine Mannschaftsleistung heute. Da hat wirklich jeder bis zum Zahnfleisch gekämpft.“ Taktisch fühlte er sich bestätigt: „Die Spieler haben sich daran gehalten, und mit dem System haben wir zurzeit auch einiges an Erfolg.“ Den Gegner beschrieb er mit anerkennenden Worten als physisch fordernd: „Afritz hat eine sehr athletisch, also läuferisch starke Mannschaft.“

Auch personell lieferte der Coach ein Update und blickte vorsichtig optimistisch nach vorn: Ein paar Spieler sind zurückgekehrt; einige sind bereits fit, andere noch nicht. Zwei Akteure fallen verletzt aus – einer davon dürfte in zwei Wochen zurückkehren und die Mannschaft dann wieder verstärken. Dass dieses Ringen gegen einen laufstarken Gegner bis in die Schlussminuten auf der Kippe stand, passte für Sahiti zum Charakter des Abends: eng, intensiv, umkämpft. Zum Gesamteindruck formulierte er abschließend, wie wichtig dieses Erfolgserlebnis für den Zusammenhalt sei: „Der Sieg hat sehr gutgetan, und wir haben derzeit insgesamt eine sehr gute mannschaftliche Leistung.“

1. Klasse Mitte: Liebenfels : SV Afritz 1975 - 2:1 (2:0)

  • 62
    Sandro Pascal Moser 2:1
  • 41
    Srdan Juric 2:0
  • 6
    Almir Sahiti 1:0