Spielberichte

Schiefling-Trainer Christopher Hafner nach 0:0: „Zu null – alles andere ausbaufähig“

Schiefling
SV Straßburg

Im Duell zwischen Schiefling und SV Straßburg in der 1. Klasse Mitte überwog nach Abpfiff das Gefühl eines zähen Abends. Trainer Christopher Hafner ordnete das Geschehen als „typisches 0:0“ ein – ein Spiel, das „so dahingeplätschert“ sei und in dem die eigenen Vorgaben nicht auf dem Rasen angekommen seien. Gleichzeitig hob er die Stabilität gegen den Ball hervor: zu null, fair umkämpft, aber mit zu wenig Durchschlagskraft – verbunden mit dem Vorsatz, in der kommenden Woche hart an den Stellschrauben zu drehen.

Blauer Fußball und blauer Fußballschuh

Foto von Janosch Diggelmann auf Unsplash

Frühe Akzente, dann Stillstand in den Strafräumen

Die Anfangsphase gehörte dem Gast. Hafner präzisierte: „Straßburg hat in den ersten 15 Minuten zwei gute Torchancen gehabt.“ Schiefling stabilisierte sich defensiv und fand anschließend selbst einen Moment, um aktiv zu werden: „Danach haben wir uns hinten gefangen, haben mehr am Spiel teilgenommen und eine große Chance ausgelassen.“ Bis zur Pause blieb es beim 0:0. „Ab der 25. Minute hat es auf beiden Seiten keine Torchance mehr gegeben“, so der Trainer. Aus dem munteren Auftakt wurde ein Match, das sich über weite Strecken im Mittelfeld festlief, ohne dass sich eine Mannschaft im Strafraum dauerhaft festsetzen konnte.

Ballbesitz in Phasen – Kontrolle ohne Konsequenz

Auch im Ballbesitz spiegelte sich der wellenartige Verlauf wider. „Die ersten 15 Minuten hatte Straßburg mehr Ballbesitz, von der 15. bis zur 35. Minute wir als Heimmannschaft, danach war es ausgeglichen“, analysierte Hafner. Kontrolle entstand phasenweise auf beiden Seiten, doch der letzte Pass fehlte. Daraus leitete Hafner die zentrale Selbstkritik ab: „In der Partie hat nicht allzu viel funktioniert. Was wir uns vorgenommen haben, haben wir leider nicht aufs Spielfeld gebracht. So ehrlich müssen wir sein.“ Defensiv stand Schiefling stabil, offensiv fehlte die Synchronität, um die wenigen Ansätze in klare Möglichkeiten zu verwandeln.

Intensiv, fair – und ohne herausragende Einzelmomente

Was blieb, war Intensität ohne Hektik. „Das Spiel war von vielen Zweikämpfen geprägt, die gewonnenen Duelle waren ausgeglichen. Es war kein gehässiges Spiel – viele harte, aber faire Zweikämpfe von beiden Seiten“, fasste Hafner zusammen. Einzelne Akteure wollte er nicht herausheben: „Heute kann man, glaube ich, keinen herausnehmen und sagen, er hat eine besonders gute Leistung gebracht. Es war ein Spiel auf mittelmäßigem Niveau.“

Positiv verbuchte Schiefling das Zu-null – der Rest ist ein Arbeitsauftrag: „Alles andere ist ausbaufähig und verbesserungswürdig. In den kommenden Trainingswochen werden wir sehr hart arbeiten.“