Nach einem robust geführten Duell in Kärnten ordnet Wolfgang Pitschko die Partie seines SV Steuerberg beim SV Cleverdruck Wernberg in der 1. Klasse Mitte ein. Der Trainer spricht von vielen Zweikämpfen, zwei Gelb-Roten Karten und einem weitgehend ausgeglichenen Ballbesitz, sieht seine Elf jedoch mit klarem Chancenplus und einem verdienten 2:0. Seine Analyse kreist um Intensität, Effizienz und ein kurzes Wernberger Aufbäumen nach dem späten zweiten Treffer.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Partie lebte über weite Strecken von ihrer Physis. Pitschko beschreibt ein Spiel, in dem der Gegner mit langen Bällen und harten Duellen den Rhythmus vorgab, seine Mannschaft aber die spielerischen Antworten fand. Er betont die Härte und den Charakter des Duells mit der Feststellung, es habe „sehr viele Zweikämpfe“ gegeben und dass zwei Gelb-Rote Karten ausgesprochen wurden. Zugleich differenziert er die Bewertung der Spielleitung: „Der Schiedsrichter war teilweise ein bisschen kleinlich – sowohl bei der Gelb-Roten Karte gegen uns als auch bei jener gegen Wernberg. Weil er angefangen hat, viele Gelbe Karten zu zeigen, ist ihm das Spiel ein bisschen entglitten. Grundsätzlich hat er aber für beide Seiten gleichermaßen gut gepfiffen.“
Unterm Strich blieb bei ihm der Eindruck, dass Wernberg vor allem über Härte und Direktheit kommen wollte, seine Elf jedoch die reifere Anlage zeigte und in den entscheidenden Momenten die Ruhe behielt.
Pitschko ordnet das Ballbesitzverhältnis als „relativ ausgeglichen“ ein, verweist aber auf klare Vorteile im Chancenbild. Nach seiner Zählung kam Steuerberg über neunzig Minuten auf „sieben, acht“ klare Möglichkeiten, während Wernberg „in der zweiten Halbzeit zwei bis drei gute Torchancen“ hatte. Die Nullnummer zur Pause (0:0) hielt das Spiel lange offen, ehe es nach dem Seitenwechsel kippte: In der 55. Minute brachte Daniel Wernig die Gäste mit 1:0 in Führung, in der 80. Minute erhöhte er mit seinem zweiten Treffer auf 2:0. In diese Phase fiel auch der Moment, den Pitschko als potenzielle Wende beschreibt: „Nach dem 2:0 in der achtzigsten Minute hatten sie zwei Chancen in kurzer Zeit. Wenn da das Zweite fällt, wäre es natürlich noch einmal heiß geworden – aber grundsätzlich war es ein verdientes 2:0.“
Seine Begründung liefert er prägnant: „Wir waren spielerisch besser und hatten deutlich mehr Chancen – deswegen geht das 2:0 ganz in Ordnung.“
Über die Tagesform hinaus richtet Pitschko den Blick auf die nächste Aufgabe und die personelle Lage. Er erläutert: „Wir haben zwei Leute, die zurückkommen – aus einer Sperre und einem Arbeitsaufenthalt – und einen, der jetzt gesperrt ist und für uns sehr wichtig ist in der Innenverteidigung. Trotzdem glaube ich, dass wir auch für das nächste Spiel gut aufgestellt sind und dass wir zu Hause natürlich immer gewinnen wollen.“
Der aktuelle Schwung nährt diese Zuversicht zusätzlich. Pitschko unterstreicht den Trend seines Teams ausdrücklich: „Wir sind als Tabellenletzter in die Frühjahrssaison gestartet und haben jetzt vier Spiele in Folge gewonnen. Wenn die Mannschaft es weiter ernst nimmt, werden wir auch noch einige weitere Spiele gewinnen.“ Seine Kernbotschaft nach einem harten, aber reif geführten Auswärtsspiel bleibt damit klar: Stabilität in den Zweikämpfen, Effizienz vor dem Tor – verkörpert durch den Doppelpack von Daniel Wernig – und ein guter Umgang mit Drucksituationen sollen den jüngsten Aufwärtstrend weitertragen.