Spielberichte

SV Cleverdruck Wernberg – Michael Johann Lattacher: „Wir wollten drei Punkte“ – 1:2 Niederlage in Sörg

SC Sörg
SV Wernberg

Ein wettergeprägter Nachmittag in der 1. Klasse Mitte endete für SC Sörg und SV Cleverdruck Wernberg mit viel Gesprächsstoff: Zwei Gewitterpausen, ein enger, schwer bespielbarer Platz und viel Kampf prägten die Partie. Wernbergs Trainer Michael Johann Lattacher sprach von einer verpassten Chance, blieb sachlich, verwies auf die Umstände, lobte die solide Schiedsrichterleistung und richtete den Blick bereits nach vorn.

Ball auf blauer Kunstrasenmatte

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Gewitterpausen, enger Platz, hohe Intensität

Die Begegnung stand lange im Zeichen der Elemente. Aus Wernberger Sicht wurde das Spiel zweimal unterbrochen – einmal für zehn Minuten, einmal für etwa zwanzig Minuten – und anschließend fortgesetzt. „In Sörg ist der Platz sehr eng und schwer zu bespielen, das kommt der Heimmannschaft entgegen“, erklärte Lattacher. Die Gewitterfront zwang beide Teams immer wieder zum mentalen Neustart, die Intensität blieb hoch. „Es war ein sehr kampfbetontes Spiel. Die zweimaligen Unterbrechungen haben viel abverlangt, das Spiel stand kurz vor einem Abbruch. Am Ende war es richtig, weiterzuspielen – leider mit dem falschen Ergebnis für Wernberg“, bilanzierte der Trainer.

Standard als Dosenöffner, Konter als Nadelstiche

Den ersten Stich setzte Sörg nach einem ruhenden Ball: In der 30. Minute stellte Eldin Skopljak nach einer Standardsituation auf 0:1 aus Wernberger Sicht. Von da an lief der SVW dem Rückstand hinterher; je offensiver die Gäste agierten, desto größer wurden die Räume für Sörg. In der Schlussphase bekam der Gastgeber die Konter, die er suchte: Raphael Prenter nutzte in der 87. Minute einen Umschaltmoment eiskalt zum 0:2. „Leider haben wir nach der zweiten Spielunterbrechung durch eine Unzulänglichkeit die Partie mehr oder weniger aus der Hand gegeben“, so Lattacher.

Torhüterthema, Schiri-Lob und der Blick nach vorne

Positiv hob der Trainer die Antwort auf einen kurzfristigen Ausfall hervor: „Unser Stammtorhüter Alexander Moser fehlte kurzfristig, und der zweite Keeper, Nico Pettauer, hat seinen Job wirklich gut gemacht und am Ende mehrere Konter von Sörg bravourös entschärft.“ Auch die Unparteiischen bekamen ein Lob: „Der Schiedsrichter hat eine sehr solide Leistung gebracht; an ihm lag es nicht, dass wir das Spiel nicht gewonnen haben.“ Inhaltlich zieht Wernberg Lehren: „Der Verein arbeitet bereits an der Saison 2027/28 und stellt jetzt schon die Weichen.“

Der Fokus gilt dem Nächsten – samt emotionalem Unterton: „Wir in Wernberg freuen uns auf das Derby gegen den Nachbarn und blicken dem Heimspiel optimistisch entgegen.“ So überlagern Aufbruch und Vorfreude die Enttäuschung über einen von Wetterkapriolen geprägten Fußballnachmittag.

1. Klasse Mitte: SC Sörg : Wernberg - 2:0 (1:0)

  • 87
    Raphael Prenter 2:0
  • 30
    Eldin Skopljak 1:0