Im Kärntner Duell zwischen dem SC Raika Kappel und Schiefling in der 1. Klasse Mitte ordnet Trainer Christopher Hafner die Lage nach einem zähen, aber intensiven Nachmittag ein. Regen und starker Wind prägten die erste Hälfte, zur Pause stand es 0:0. Nach einem 0:1-Rückstand setzte sein Team auf Mut, taktische Anpassungen und Präsenz im Strafraum – mit Erfolg. Die Stimmung: erleichtert nach der Wende, zugleich fokussiert – mit klaren Arbeitsaufträgen für die kommende Trainingswoche.

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Das Spiel trug früh die Handschrift der Bedingungen. „Die erste Halbzeit war von den Witterungsverhältnissen geprägt, vor allem vom starken Wind und Regen.“ Aus Schieflinger Sicht gab es zunächst wenige klare Szenen im gegnerischen Strafraum, dafür nahm die Intensität der Zweikämpfe spürbar zu. Kappel kam vor der Pause laut Hafner zu keiner nennenswerten Gelegenheit, während seine Mannschaft ab etwa der 30. Minute mehrfach gefährlich in den Sechzehner eindrang, ohne zu treffen. So blieb es beim 0:0 zur Halbzeit – ein Ergebnis, das die Kräfteverhältnisse unter den schwierigen Bedingungen realistisch abbildete. Beim Ballbesitz sah Hafner zunächst ein Gleichgewicht, ehe seine Elf nach dem Seitenwechsel mehr Kontrolle fand: „In der zweiten Halbzeit hatten wir mehr Ballbesitz.“ Der Ton der Partie blieb unverändert: kampfbetont, intensiv und fair – das robuste Fundament, auf dem spätere Anpassungen greifen konnten.
Nach Wiederbeginn ließ Schiefling eine hundertprozentige Chance aus, ehe die Partie erneut in die Zweikämpfe kippte – bis Kappel in Führung ging. Das 0:1 aus Schieflinger Sicht markierte Besnik Hoxha in der 62. Minute. Schiefling reagierte entschlossen: Die Viererkette wurde aufgelöst, zeitweise standen drei Stürmer auf dem Feld. Der Mut zahlte sich aus, als Sarino Zöttl in der 71. Minute zum 1:1 ausglich. Kurz darauf folgte die Szene, die Hafner als Wendepunkt bezeichnete: In der 81. Minute vollendete Naj Vajde nach einem Eckball zum 2:1 – genau jener Standard, den der Trainer als „sozusagen spielentscheidend“ hervorhob. Der Rückstand setzte zusätzliche Offensivkräfte frei, die Umstellungen griffen, und die Präsenz im Strafraum mündete im entscheidenden Moment. Offene Kontergelegenheiten in der Schlussphase blieben ungenutzt – ein Punkt, den die Mannschaft laut Coach für die nächsten Aufgaben mitnimmt.
Einzelne Lobhudeleien lehnte Hafner ab und stellte den Verbund in den Mittelpunkt: „Ich möchte niemanden herausheben – das Team hat nach den letzten Ergebnissen und trotz des unglücklichen 0:1-Rückstands enorme Moral gezeigt und das Spiel gedreht.“ Das passt zum Gesamtbild dieser Begegnung, die bei aller Härte fair blieb: „Es war ein kampfbetontes, aber faires Spiel. Die Unparteiischen hatten die Partie sehr gut im Griff.“
Für die kommenden Aufgaben formuliert Hafner ein Doppelziel, das auf Stabilität und Effizienz setzt: Defensiv kompakt stehen und wenig zulassen, offensiv die Angriffe sauber zu Ende spielen und mehr Präsenz in der Box entwickeln. „Daran werden wir in den nächsten Wochen arbeiten, damit wir die Angriffe konsequenter zu Ende spielen.“ Die Leitplanken sind damit gesetzt: kompakt bleiben, in den Zweikämpfen präsent sein – und im entscheidenden Moment die Chancen verwerten.