In der 1. Klasse Mitte feierte der SC Reichenau/Falkert zuhause gegen den SV Straßburg einen 3:2-Sieg nach 0:0 zur Pause. Nach Rückstand drehte Reichenau mit einem Doppelpack von Arnold Freissegger und dem Treffer von Kilian Andreas Gruber die Partie, ehe es in der Nachspielzeit noch einmal eng wurde. Sektionsleiter Roland Lackner sprach von einem verdienten Erfolg und hob vor allem das Kollektiv und den aktuellen Lauf hervor.

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Straßburg startete forsch, stellte die Hausherren in der Anfangsphase mit aggressivem Anlaufen vor Probleme, und zur Halbzeit stand es folgerichtig 0:0. Gleich nach dem Wechsel setzten die Gäste das erste Ausrufezeichen: In Minute 50 traf Anze Cankar zum 0:1. Reichenau schüttelte sich kurz – und fand über den Ausgleich ins Spiel. „Wir sind ziemlich schwer ins Spiel gekommen, aber nach dem Ausgleich sind wir immer besser reingekommen“, erklärte Roland Lackner. Der Ausgleich fiel in der 63. Minute durch Arnold Freissegger, der nur sechs Minuten später auch das 2:1 nachlegte. Die Heimelf blieb am Drücker, nutzte die Räume und stellte in Minute 79 durch Kilian Andreas Gruber auf 3:1. Ganz durch war die Partie damit nicht: In der Nachspielzeit machte Julian Schlintl mit dem 3:2 noch einmal Spannung, auch weil Reichenau seine Konter nicht sauber zu Ende spielte. „Wir haben es trotzdem über die Linie gebracht – verdient“, so Lackner.
Nach dem Schlusspfiff rückte Lackner das Miteinander in den Vordergrund. „Ich will da keinen einzelnen herausheben. Wir haben das wieder als Kollektiv sehr gut gespielt, vom Tormann bis zum Stürmer, und auch die, die reingekommen sind, haben ihre Leistung gebracht“, sagte der Sektionsleiter. Entscheidend sei gewesen, dass seine Mannschaft nach dem 1:1 mutiger wurde und die Chancen nutzte. „Zurzeit haben wir auch das Glück auf unserer Seite, was wir im Herbst nicht gehabt haben. Wenn es läuft, dann läuft es – und der Ball springt gerade gut für uns.“ Den Gegner würdigte Lackner ebenfalls: „Straßburg hat sehr aggressiv verteidigt und vorne einen Topstürmer, das war schwierig.“ Umso höher bewertet er die Reaktion nach dem Rückstand: geduldig geblieben, doppelt durch Arnold Freissegger zugeschlagen, dann durch Kilian Andreas Gruber nachgelegt – und auch den späten Anschluss weggesteckt.
Auch wenn der Anschluss in Minute 92 das Nervenkostüm testete, blieb die Analyse klar. „Wir sind zum Schluss unnötig noch einmal in Bedrängnis gekommen, weil wir unsere Konter nicht fertig gespielt haben“, räumte Lackner ein. Der Lerneffekt ist eingeplant, der Grundton positiv: „Wir sind auf einem Erfolgslauf und wollen draufbleiben, den Flow behalten.“ In der Tabelle liegt Straßburg mit 38 Punkten vorne mit dabei, Reichenau hält bei 32 Zählern und hat sich im stabilen Mittelfeld festgebissen – ein Zeichen, dass die Richtung stimmt. Ein Extra-Lob verteilte der Sektionsleiter noch abseits des Spielerischen: „Das Schiedsrichterteam hat sehr gut gepfiffen, da hat alles gepasst.“