In der 1. Klasse Mitte setzte es für den SV Straßburg beim SV Afritz 1975 ein deutliches 2:6 (0:3). Afritz erwischte den besseren Start, blieb über weite Strecken frischer und nutzte Straßburgs Abwehrfehler eiskalt. Obmann Jakob Andreas Leitgeb sprach nach Spielende von einer verdienten Niederlage und davon, dass man sich „die Tore selbst geschossen“ habe. Straßburg traf spät, doch Afritz hatte die Partie längst im Griff und spielte den Heimsieg souverän nach Hause.

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Der Nachmittag kippte früh in Richtung Afritz. Nach fünf Minuten sorgte Sandro Pascal Moser für das 1:0, Straßburg lief dem Rückstand hinterher. In Minute 28 erhöhte Patrick Gailer auf 2:0, wenig später stellte Thomas Tauchhammer mit dem 3:0 (34.) die Weichen für eine komfortable Halbzeitführung. Nach dem Seitenwechsel ließen die Heimischen nicht locker: Tobias Alessandro Unterweger legte das 4:0 (63.) nach, Tauchhammer schnürte mit dem 5:0 (69.) seinen Doppelpack. Straßburgs erstes Lebenszeichen kam durch Bernhard Griesser (78.), doch Unterweger konterte rasch mit dem 6:1 (80.). Den Schlusspunkt setzte Marco Krall zum 6:2 (88.), am klaren Heimsieg änderte das nichts mehr.
Nach dem Abpfiff suchte Straßburg-Obmann Jakob Andreas Leitgeb keine Ausreden. „Schlussendlich hat Afritz verdient gewonnen, weil wir uns die Tore selbst geschossen haben“, sagte er offen. Den Knackpunkt sah er in den frühen und einfachen Gegentreffern: „Afritz ist früh in Führung gegangen, davor war ein Abwehrfehler von uns. Das Spiel war lange ausgeglichen, aber Afritz war gefühlt einen halben Schritt schneller und spritziger – und wollte den Sieg einfach mehr.“ Das 2:0 sei aus seiner Sicht per Elfmeter gefallen, beurteilen wollte er die Szene aber nicht: „Ich war zu weit weg, der Linienrichter stand daneben.“ Deutliche Worte fand er für die eigene Hintermannschaft: „Wir haben uns mit schlechter Defensivarbeit an diesem Tag selber geschlagen. Mit unseren Geschenken haben wir es ihnen relativ einfach gemacht.“
Trotz der klaren Niederlage stellte Leitgeb auch Positives heraus: „Wir waren spielerisch sicher nicht viel schlechter, aber an diesem Tag einfach einen halben Schritt zu langsam.“ Den Unparteiischen nahm er ausdrücklich aus jeder Debatte: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung, gut bis sehr gut. Den Elfmeter kann ich nicht genau beurteilen, aber wir müssen bei uns selbst ansetzen.“ Für Afritz gab es Anerkennung und Gratulation: „Motiviert bis in die Haarspitzen, sie wollten den Aufstieg endgültig fixieren und haben verdient gewonnen.“
Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht die Kräfteverhältnisse: Afritz steht nach 29 Runden bei 63 Punkten auf Rang zwei und mischt oben mit, Straßburg hält als Sechster bei 44 Zählern. Leitgebs Fazit für die letzte Woche der Saison fiel klar aus: „Abhaken, weitermachen. Wir müssen an einigen Dingen schrauben und es im nächsten Spiel besser machen.“