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„Wir müssen solche Spiele eindeutiger entscheiden“ – SV Wernberg startet mit 2:1 in Steuerberg

SV Steuerberg
SV Wernberg

Zum Auftakt der 1. Klasse Mitte hat sich SV Wernberg bei SV Steuerberg mit 2:1 durchgesetzt. Entscheidend war aus Sicht von Trainer Michael Johann Lattacher nicht nur der frühe Treffer, sondern vor allem die Art, wie seine Mannschaft die Druckphasen des Gegners überstand. Weil die Gäste ihre Konter zunächst nicht sauber zu Ende spielten, blieb es bis in die Schlussphase offen und wurde nach dem späten Anschlusstreffer noch einmal eng.

Ball am Spielfeld bei Sonnenuntergang

Foto von Markus Spiske bei Pexels

Früher Treffer, aber keine Vorentscheidung

Michael Johann Lattacher sah zum Auftakt genau die Partie, die er vorab erwartet hatte. „Zwei ambitionierte Mannschaften sind im ersten Spiel der Saison aufeinandergetroffen“, sagte der Trainer des SV Wernberg, und genau so entwickelte sich die Begegnung auch. SV Steuerberg versuchte als Heimmannschaft von Beginn an Druck zu machen, während die Gäste über Konter zu ihren Momenten kamen. Schon in der 6. Minute brachte Philipp Ronacher den SV Wernberg mit 1:0 in Führung, doch damit war die Sache aus Sicht des Trainers noch lange nicht sauber auf Schiene. „Bis zur 20. Minute haben wir vier Top-Chancen gehabt“, erklärte Lattacher. Gerade deshalb ärgerte ihn, dass seine Mannschaft trotz dieser Möglichkeiten „nur mit 1:0 in die Pause gegangen“ sei und sich damit selbst das Leben schwer machte.

Umstellung nach der Pause bringt Wernberg auf Kurs

Nach dem Seitenwechsel reagierte der SV Wernberg, ohne die Grundidee zu verlassen. „In der zweiten Halbzeit haben wir eine Kleinigkeit umgestellt und dann konnten wir den Druck der letzten 10 Minuten der Heinmannschaft in der 1. Halbzeit gleich um vieles bäntigen“, sagte Lattacher. Gleichzeitig merkte er, dass beim SV Steuerberg mit Fortdauer der Partie die Kräfte nachließen. Trotzdem blieb das Spiel so lange offen, weil die Gäste ihre Chancen nicht früh genug fertig spielten. Der entscheidende Treffer fiel erst in der 81. Minute, als Fabian Obmann auf 2:0 stellte. „Der Knackpunkt war sicher das 2:0 durch Fabian Obmann, der dann eigentlich den Deckel drauf gemacht hat“, so Lattacher. Ganz erledigt war die Partie aber erst spät, denn Manuel Egger verkürzte in der Nachspielzeit noch auf 1:2. Der Wernberg-Coach ordnete das aber klar ein: „Das war in Summe ein letztes Aufbäumen, und das war zu spät.“

Viel Arbeit gegen den Ball

Dass der Auftaktsieg trotzdem hielt, hatte für den Wernberg-Coach einen klaren Grund: die Arbeit gegen den Ball. Lattacher hob die geschlossene Defensivleistung mehrfach hervor und verwies besonders auf Nico Pettauer im Tor sowie auf die Stabilität seiner Abwehrreihe, in der er auch Milos Bukumirovic/Mario Lenuweit, Fabian Ambrosch, Kevin Brugger und Pehr Marco hervorhob. „Steuerberg ist immer wieder an einem sehr gut positionierten Nico Pettauer gescheitert“, sagte er. Auch den Gegner redete der Trainer nach dem Schlusspfiff nicht klein. Daniel Wernig und Manuel Egger hätten immer wieder Gefahr ausgestrahlt, dazu seien Kampf und Einsatz beim SV Steuerberg durchgehend vorhanden gewesen. Umso höher bewertete Lattacher, dass seine Mannschaft diese Druckphasen aushielt und über weite Strecken sehr solide verteidigte.

Zufrieden mit dem Start, kritisch bei der Chancenverwertung

Der Trainer führte den Erfolg am Ende nicht auf einzelne Aktionen allein zurück, sondern auf die Breite seines Kaders. „Die größte Stärke meiner Mannschaft ist aktuell, dass hier alle 17 nominierten Spieler jeder für jeden alles gibt“, betonte Lattacher. Genau diese Geschlossenheit sei in Steuerberg der Schlüssel gewesen. Gleichzeitig legte er nach dem ersten Saisonsieg den Finger gleich wieder in die Wunde. „In der Chancenauswertung müssen wir besser werden, ruhiger werden und effizienter, damit wir solche Spiele noch eindeutiger entscheiden können.“ Auch mit der Leitung des Schiedsrichterteams war er einverstanden. Es sei viel laufen gelassen worden, „für beide Seiten gleich“, und die Linie sei über die gesamte Spielzeit konstant geblieben. Für den SV Wernberg ist das 2:1 damit ein gelungener Start, auch wenn der Trainer sehr genau weiß, wo seine Mannschaft noch zulegen muss.

1. Klasse Mitte: Steuerberg : Wernberg - 1:2 (0:1)

  • 93
    Manuel Egger 1:2
  • 81
    Fabian Obmann 0:2
  • 6
    Philipp Ronacher 0:1