In der 1. Klasse Mitte hat SV Weitensfeld/Zweinitz das Derby gegen SV Steuerberg mit 1:3 verloren. Für Trainer Wolfgang Pitschko war der Auswärtssieg die Folge einer klaren Leistungssteigerung seiner Mannschaft, die nach seiner Einschätzung von Beginn an mehr vom Spiel hatte. Dass nach dem 1:1 zur Pause noch ein verdienter Derbyerfolg herausschaute, passte genau zu seiner Sicht auf diese Partie.

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Der Spielverlauf begann aus Sicht des SV Steuerberg so, wie es sich Wolfgang Pitschko erhofft hatte. Schon in der 7. Minute brachte Manuel Egger die Gäste mit 1:0 in Führung, und der Trainer sagte danach: „Wir sind mit der ersten guten Aktion und der ersten Torchance in Führung gegangen.“ Ganz fehlerfrei war die erste Hälfte aber nicht. Nach einem eigenen Querpassfehler ließ der SV Steuerberg dem Heimteam eine Möglichkeit zu, die Pitschko als „Halbchance“ einordnete, bei der der Abschluss aber „kein Problem für unseren Tormann“ gewesen sei. Weil der SV Steuerberg in dieser Phase weitere gute Möglichkeiten nicht nutzte, kam der SV Weitensfeld/Zweinitz in der 24. Minute zurück. Ferdinand Sickl traf zum 1:1, und genau dieses Gegentor ärgerte Pitschko: „Da haben wir uns einfach dumm angestellt und waren nicht nah genug beim Mann.“ Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die Pause.
Als wichtigen Punkt des Spiels hob Pitschko hervor, dass seine Mannschaft schon vor der Pause die bessere gewesen sei. „Wir haben uns schon vor der Pause klare Torchancen erspielt, die wir leider nicht genutzt haben“, erklärte er. Nach Wiederbeginn fiel dann das 2:1: In der 50. Minute traf Pascal Christopher Gruntnig für den SV Steuerberg. Für Pitschko war das der verdiente Lohn für eine Mannschaft, die schon lange das aktivere Team gewesen war.
Dass der Sieg erst in der 74. Minute mit dem zweiten Treffer von Pascal Christopher Gruntnig endgültig abgesichert wurde, lag nach Ansicht des Trainers nicht daran, dass der SV Steuerberg die Kontrolle verloren hätte. Vielmehr sprach Pitschko davon, dass seine Mannschaft nach dem 2:1 noch „drei, vier richtig gute Möglichkeiten“ gehabt habe, um früher nachzulegen. Vom SV Weitensfeld/Zweinitz sei in der zweiten Halbzeit laut seiner Wahrnehmung nur noch ein Torschuss gekommen. Entscheidend war für ihn vor allem die Art und Weise, wie der SV Steuerberg das Spiel angelegt hat. „Wir haben über viele Phasen einfachen Fußball gespielt und den Ball laufen lassen. Das war gegen eine sehr zweikampfstarke Mannschaft sehr wichtig, weil wir uns nicht die ganze Zeit in diese Zweikämpfe verwickeln haben lassen“, sagte Pitschko. Gleichzeitig blieb er in der Einordnung des Gegners fair und zollte dem Heimteam Respekt.
Für den SV Steuerberg ist dieser 3:1-Erfolg damit mehr als nur ein Derbygewinn am zweiten Spieltag. Pitschko sprach ausdrücklich von einer „deutlichen Leistungssteigerung“ im Vergleich zum ersten Spiel, schob aber ebenso klar nach, dass seine Mannschaft „noch nicht dort ist, wo wir hinwollen“. Gerade deshalb klang seine Analyse nach dem Schlusspfiff nicht nach Selbstzufriedenheit, sondern nach einem Erfolg, auf dem man weiter aufbauen will. „Trotzdem nehmen wir die drei Punkte und den Sieg im Derby sehr gerne mit“, sagte der Trainer. Der Auftritt in Weitensfeld soll dem SV Steuerberg nun Rückenwind geben. Schon mit Blick auf das nächste Heimspiel machte Pitschko deutlich, wohin die Richtung gehen soll: weiterarbeiten, weiter zulegen und die nächste Chance nützen.