In der 1. Klasse Mitte hat sich der GSC Liebenfels gegen Velden Juniors 1b mit einem 1:1 zufriedengeben müssen, obwohl nach der Pause deutlich mehr drin gewesen wäre. Trainer Valon Sahiti sah eine Partie mit zwei ganz verschiedenen Gesichtern: erst Vorteile für die Gäste, dann ein Liebenfelser Auftritt mit viel Druck, mehreren Aluminiumtreffern und dem späten Ausgleich. Am Ende sprach er von einem gerechten Remis.

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Die erste Halbzeit gehörte aus Sicht von Valon Sahiti eher den Gästen. Der Trainer des GSC Liebenfels machte nach dem Schlusspfiff keinen Hehl daraus, dass Velden Juniors 1b vor der Pause den besseren Zugriff hatte. „In der ersten Halbzeit war Velden Juniors 1b, glaube ich, besser. Wir haben Pech gehabt, dass wir nicht mit einem höheren Rückstand in die Pause gegangen sind“, sagte Sahiti. Dass es zur Halbzeit nur 0:1 stand, passte genau zu dieser Einschätzung. Das Tor von Veselin Majer in der 36. Minute brachte Velden Juniors 1b in Führung, und für Sahiti war klar, dass seine Mannschaft in dieser Phase zu wenig vom Spiel hatte. Gleichzeitig ordnete er den Gegner auch grundsätzlich stark ein. „Wir haben gewusst, dass Velden Juniors 1b ein starker Gegner ist. Vor allem junge, gute technische Spieler, spritzig“, erklärte der Trainer. Gerade deshalb hatte das 0:1 zur Pause für ihn nichts Überraschendes.
Was den GSC Liebenfels aus Sicht seines Trainers auszeichnete, zeigte sich dann in der zweiten Hälfte. Sahiti sprach von einer klaren Reaktion seiner Mannschaft und davon, dass sich das Spiel nach dem Seitenwechsel deutlich drehte. „Die zweite Halbzeit hat uns gehört. Da haben wir viel mehr Druck gehabt“, sagte er. Diese Einschätzung verband er auch sofort mit den Chancen, die aus seiner Sicht den Unterschied zwischen einem Punkt und einem Heimsieg ausmachten. „Wir haben in der zweiten Halbzeit gegen die Torstange gespielt“, meinte Sahiti. Für ihn war genau dort der Knackpunkt zu finden. Der GSC Liebenfels kam immer besser in die Partie, blieb dran und wurde in der Schlussminute doch noch belohnt, als Marin Juric in der 90. Minute das 1:1 erzielte. Sahiti sah darin auch die Bestätigung für den Aufwand seiner Mannschaft, die nach einer schwächeren ersten Hälfte noch einmal alles in das Spiel investierte.
Interessant war nach dem Spiel, dass Sahiti trotz des späten Ausgleichs nicht so tat, als hätte seine Mannschaft den Sieg zwingend verdient gehabt. Er blieb in seiner Einordnung nüchtern und verwies auf die unterschiedlichen Spielphasen. „Näher am Sieg? In der ersten Halbzeit war Velden Juniors 1b näher dran und in der zweiten Halbzeit wir. Also das 1:1 ist okay“, sagte der Trainer. Auch bei möglichen Diskussionen über einzelne Entscheidungen wollte er kein großes Thema aufmachen. Aus seiner Sicht gab es keine Szene, die das Spiel grundsätzlich erklärte. Wichtiger war ihm der Auftritt seiner eigenen Mannschaft. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Mannschaft. Sie hat eine sehr, sehr gute Moral und Teamgemeinschaft gezeigt“, sagte Sahiti. Genau das nahm er aus diesem 1:1 mit. Nach zwei Runden stehen damit sowohl der GSC Liebenfels als auch Velden Juniors 1b bei vier Punkten. Für den GSC Liebenfels bleibt das Gefühl, nach der Pause mehr als nur einen Zähler in der Hand gehabt zu haben, gleichzeitig aber auch die Gewissheit, gegen einen starken Gegner nach einem Rückstand noch einmal zurückgekommen zu sein.