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„Der Freistoß war der Knackpunkt“ – WSG Wietersdorf gibt in Glanegg ein offenes Spiel spät aus der Hand

SV Glanegg
WSG Wietersdorf

In der 1. Klasse Mitte musste sich die WSG Wietersdorf beim SV Glanegg mit 1:3 geschlagen geben. Nach einer starken Anfangsphase und der Führung durch Urban Krc ließ die Mannschaft von Trainer Roman Kerschhakl den Gegner zurück ins Spiel kommen. Nach dem 1:1 zur Pause war die Partie laut dem Wietersdorfer Coach lange offen, ehe ein direkt verwandelter Freistoß in der 85. Minute den Ausschlag gab.

Fußball hängt im grünen Tornetz

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Nach gutem Beginn verlor Wietersdorf den Zugriff

Aus Sicht von Roman Kerschhakl begann die Partie zunächst noch ohne großes Tempo. „Es war eine kurze Abtastphase, fünf bis zehn Minuten. Dann waren wir eigentlich die bessere Mannschaft, waren gut im Spiel und haben bis zur Trinkpause verdient das 1:0 gemacht“, sagte der Trainer. Diese Führung fiel in der 17. Minute durch Urban Krc und passte genau zu der Phase, die Kerschhakl beschrieben hatte. Er sprach von einer „schönen Aktion“, bei der Wietersdorf das Spiel auf die linke Seite verlagerte, in eine Eins-gegen-eins-Situation am Sechzehner kam und sauber zum 1:0 abschloss. 

Vor der Pause kippte das Bild

Der Knackpunkt vor dem Seitenwechsel war für Kerschhakl, dass seine Mannschaft nach der guten Anfangsphase ihre Linie verlor. „Dann ist unser Spiel leider abgesackt. Wir haben aufgehört, Fußball zu spielen und viel mit hohen Bällen gearbeitet“, erklärte er. Genau damit, so seine Einschätzung, kam Glanegg immer besser in die Partie. „Glanegg hat dann die Kontrolle übernommen und verdient den Ausgleich geschossen vor der Pause“, sagte Kerschhakl weiter. Das 1:1 durch Johannes Edlinger in der 43. Minute war aus seiner Sicht daher keine Einzelaktion aus dem Nichts, sondern das Ergebnis einer längeren Druckphase. Wietersdorf verteidigte in dieser Situation laut Trainer nicht gut genug, ließ im Zweikampf zu viel zu und machte es dem Gegner damit zu leicht.

Ein Freistoß entscheidet die ausgeglichene zweite Hälfte

Nach dem Seitenwechsel sah Kerschhakl dann kein Spiel mehr mit klaren Vorteilen auf einer Seite. „Die zweite Halbzeit war eigentlich ausgeglichen, ein ganz ausgeglichenes Spiel“, meinte der Wietersdorfer Coach. Lange deutete vieles auf eine Punkteteilung hin. „In der 85. Minute hat eigentlich alles schon auf ein Unentschieden hingedeutet“, sagte er. Dann traf Domen Ujcic per direktem Freistoß zum 2:1 für Glanegg, und genau diese Szene stellte Kerschhakl klar in den Mittelpunkt seiner Analyse: „Der Freistoß war der Knackpunkt.“ Das 3:1 durch Dominik Surtmann in der 94. Minute nach einer Kontersituation änderte am Grundtenor für ihn nichts mehr. „Das war dann nicht mehr entscheidend“, ordnete er das späte dritte Tor ein.

Defensive, Chancen und ein Sommer mit viel Veränderung

Warum die WSG Wietersdorf am Ende dennoch ohne Zählbares heimfuhr, machte Kerschhakl an zwei Punkten fest. „Defensivverhalten und Chancenauswertung waren nicht optimal“, sagte er deutlich. Beim 1:1 habe seine Mannschaft nicht konsequent genug verteidigt, und auch vor dem spielentscheidenden Freistoß sei man im Zweikampf nicht sauber genug gewesen. Dazu kam, dass Wietersdorf nach dem 1:0 laut Trainer gute Möglichkeiten auf das 2:0 hatte und später auch noch zu Kopfballchancen kam, diese aber nicht nutzte. Trotzdem sah Kerschhakl keinen großen Unterschied zwischen den Teams: „Ich glaube, dass zwei ziemlich gleich starke Mannschaften aufeinandergetroffen sind.“ Er verwies außerdem darauf, dass beide Mannschaften im Sommer einen größeren Umbruch hatten. „Das dauert einfach ein bisschen, bis sich das einspielt“, sagte der Trainer. Für Wietersdorf, das nach zwei Runden weiter ohne Punkt dasteht, war die Niederlage in Glanegg damit vor allem eine Partie, in der Details den Ausschlag gaben. Selbst beim Thema Schiedsrichter wollte Kerschhakl daraus keine Ausrede machen. Er merkte zwar an, dass es ohne Linienrichter bei einzelnen Abseitsentscheidungen schwer zu beurteilen gewesen sei, stellte aber auch klar: „Entscheidende Fehler waren keine dabei.“

1. Klasse Mitte: Glanegg : Wietersdorf - 3:1 (1:1)

  • 94
    Dominik Surtmann 3:1
  • 85
    Domen Ujcic 2:1
  • 43
    Johannes Edlinger 1:1
  • 17
    Urban Krc 0:1