In der 1. Klasse Mitte hat SC Raika Kappel den Aufsteiger ASKÖ Techelsberg mit 2:1 bezwungen und sich damit den ersten Dreier der neuen Saison gesichert. Nach einer starken ersten Hälfte schien der Heimsieg schon früh in die richtige Richtung zu laufen, doch nach dem Seitenwechsel wurde es noch einmal enger. Co-Trainer Franz Pusar war mit dem Start seiner Mannschaft sehr zufrieden, sah aber auch klar, wo noch Luft nach oben bleibt.

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SC Raika Kappel kam genau so in die Partie, wie es sich Franz Pusar vorgestellt hatte. "Wir sind sehr gut gestartet", sagte der Co-Trainer nach dem Schlusspfiff, und die ersten Minuten gaben ihm recht. Bereits in der 9. Minute brachte Luka Danijel die Heimischen mit 1:0 in Führung, in der 21. Minute legte Stefan Stampfer das 2:0 nach. Für Pusar war diese Phase Ausdruck einer starken Mannschaftsleistung. Er sprach von "herausragenden Spielzügen" seiner Mannschaft und machte zugleich deutlich, dass ihn das Ergebnis zur Pause trotz der Führung nicht ganz zufriedenstellte. "Leider haben wir nur zwei Tore geschossen. Wir hätten mit einem höheren Ergebnis in die Halbzeit gehen müssen", sagte Pusar und brachte damit auf den Punkt, dass SC Raika Kappel aus seiner Sicht schon vor dem Seitenwechsel mehr aus dieser klaren Anfangsphase hätte machen können.
Mit dem 2:0 zur Halbzeit hatte sich SC Raika Kappel eine gute Ausgangslage geschaffen, doch nach dem Wechsel wurde die Partie aus Sicht der Heimischen nicht mehr so klar kontrolliert wie noch davor. Pusar sagte das ohne großes Herumreden: "In der zweiten Halbzeit haben wir leider etwas abgebaut." Genau darin lag auch der Grund, warum ASKÖ Techelsberg noch einmal zurückkam. Der Aufsteiger, der laut Pusar schon sein erstes Saisonspiel gewonnen hatte, hielt weiter dagegen und ließ sich nicht abschütteln. "Techelsberg hat uns nichts geschenkt und bis zur letzten Minute gekämpft", betonte der Co-Trainer. In der 82. Minute verkürzte Ziga Slavicek für ASKÖ Techelsberg auf 2:1, und damit bekam die Schlussphase noch einmal zusätzliches Gewicht. SC Raika Kappel brachte den Vorsprung zwar über die Zeit, doch das Spiel zeigte eben auch, dass eine starke erste Hälfte allein nicht immer reicht, wenn die Linie danach nicht über volle neunzig Minuten gehalten wird.
Trotz des späten Gegentreffers überwog bei SC Raika Kappel nach dem Schlusspfiff die Zufriedenheit. Pusar stellte das Ergebnis nicht über alles, lobte aber ausdrücklich den Auftritt seiner Mannschaft und vor allem das Miteinander innerhalb des Teams. "Ein großes Lob an die Mannschaft, dass wir die ersten drei Punkte in der neuen Saison geholt haben", sagte er. Noch deutlicher wurde er bei der Frage nach den Stärken: "Unsere Stärke ist das Kollektiv, der Zusammenhalt und die Gemeinschaft." Gleichzeitig beließ es der Co-Trainer nicht bei einem Schulterklopfen, sondern benannte auch den nächsten Schritt ganz klar. "Verbesserungspotenzial sehe ich darin, dass wir unsere Leistung und unsere Spielidee über neunzig Minuten spielen müssen. Dann bin ich sehr zufrieden." Genau darin steckt nach diesem 2:1 wohl die wichtigste Erkenntnis für SC Raika Kappel: Der Start war stark, der Sieg verdient, aber der Anspruch ist, solche Spiele früher und konsequenter auf die eigene Seite zu ziehen. Mit vier Punkten aus zwei Runden ist der Saisonbeginn trotzdem gelungen.