In der 1. Klasse Mitte musste sich der SC Sörg am Sonntag beim SV Steuerberg klar mit 0:4 geschlagen geben. Für Obmann Georg Maltschnig lag der Knackpunkt vor allem in der Anfangsphase, in der seine Mannschaft defensiv zu offen war und zu viele Fehler machte. Nach der Pause sah er zwar eine Steigerung und auch Sörger Chancen, am Ende sei der Sieg der Gastgeber aber trotzdem verdient gewesen.

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Der Spielverlauf war aus Sicht der Gäste schnell unangenehm, weil der SC Sörg nie wirklich sicher in die Partie fand. Schon im Interview nach dem Schlusspfiff sprach Georg Maltschnig sehr offen an, wo für ihn das Problem begann: „Ich glaube, dass wir die erste Halbzeit, speziell am Anfang des Spieles, relativ schlecht gestanden sind in der Abwehr. Da haben wir Eigenfehler gemacht.“ Genau diese Phase nutzte der SV Steuerberg aus. In der 14. Minute brachte Pascal Christopher Gruntnig die Heimelf mit 1:0 in Führung, in der 33. Minute legte derselbe Spieler das 2:0 nach. Maltschnig beschrieb beide Situationen aus seiner Sicht recht klar. Beim ersten Treffer sprach er von einem „schnellen Spiel“ der Gastgeber, bei dem seine Mannschaft hinten nicht aufgepasst habe. Vor dem zweiten Gegentor sei das Herausspielen von hinten nicht gelungen, „inklusive Tormann“, zudem habe es laut Maltschnig noch einen Elfmeter gegeben. Spätestens mit dem 0:2 zur Pause war die Richtung dieser Partie vorgegeben.
Dass der SC Sörg nach dem Seitenwechsel nicht völlig auseinanderfiel, war einer der Punkte, die Maltschnig ausdrücklich hervorhob. „Zweite Halbzeit haben wir uns ein bisschen verbessert“, sagte der Obmann, und diese Einschätzung zog sich auch durch seine weitere Analyse. Er sah seine Mannschaft nach der Pause mit mehr Spielanteilen und mit einigen Möglichkeiten, um vielleicht noch einmal näher heranzukommen. Gerade im Abschluss blieb der Ertrag aber aus. „Wir haben einige Torchancen gehabt, beziehungsweise der Tormann hat auch zwei, drei gute Möglichkeiten verhindert“, erklärte Maltschnig. Genau das war für ihn einer der Gründe, warum aus einer besseren zweiten Hälfte am Ende trotzdem nichts Zählbares wurde. Statt eines Anschlusstreffers fiel in der 80. Minute das 3:0 für den SV Steuerberg durch Daniel Erich Hohenwarter. Damit war die Partie endgültig auf der Seite der Heimelf, auch wenn Maltschnig das Endergebnis dennoch etwas zu deutlich fand: „Ich glaube, das 4:0 ist vielleicht um eine Spur zu hoch.“
Interessant war dabei, dass Maltschnig zwar auch einzelne Entscheidungen des Unparteiischen ansprach, den Fokus aber klar auf die eigene Leistung legte. Er meinte, es habe „ein paar Abseitsentscheidungen“ und auch einige Foulpfiffe gegeben, mit denen der SC Sörg nicht einverstanden gewesen sei. Gleichzeitig stellte er aber unmissverständlich klar: „Der Schiedsrichter gewinnt kein Spiel, gewinnen müssen wir selber.“ Diese Haltung passte auch zu seiner gesamten Einordnung der Niederlage. Er sah den SV Steuerberg unterm Strich als „etwas besser“ an, sprach von einem Gegner, der „sehr oft schnell nach vorne gespielt“ habe, „flinker“ gewesen sei und insgesamt mehr vom Spiel gehabt habe. In der Schlussphase erhöhten die Gastgeber dann noch weiter. In der 90. Minute stellte Manuel Egger auf 4:0. Maltschnig sprach hier von einem Gegentor, das man „zum Schluss natürlich auch noch gekriegt“ habe, und richtete den Blick schon nach vorne. Für den SC Sörg geht es nun ins nächste Heimspiel, und dort erwartet man in Sörg eine klare Reaktion: „Ich hoffe, dass wir dann doch ein bisschen mehr an Einsatz und an Biss haben für das Derby gegen Liebenfels.“