In der 1. Klasse Mitte hat SC Reichenau/Falkert am Samstag SC Sörg mit 4:0 besiegt und sich den Erfolg schon vor der Pause zurechtgelegt. Sektionsleiter Roland Lackner sprach nach dem Schlusspfiff von einem souveränen Auftritt, bei dem der Sieg aus seiner Sicht nie in Gefahr war. Vor allem nach dem 2:0 habe seine Mannschaft, so Lackner, nichts mehr anbrennen lassen.
Schon der Spielverlauf passte genau zu der Einschätzung, die Lackner später am Telefon abgab. Reichenau ging in der 12. Minute durch Arnold Freissegger mit 1:0 in Führung und brachte sich damit früh in eine gute Ausgangslage. Kurz vor der Pause legte derselbe Spieler in der 43. Minute das 2:0 nach, mit dem die Gastgeber auch in die Kabine gingen. Genau diesen Moment hob Lackner als besonders wichtig hervor. „Nach dem 2:0 haben wir nichts mehr anbrennen lassen“, sagte er. Nach dem Seitenwechsel blieb das Bild gleich. Freissegger stellte in der 53. Minute auf 3:0 und machte damit seinen Dreierpack perfekt. In der 66. Minute kam noch ein Eigentor von Maximilian Nussbaumer dazu, womit der 4:0-Endstand feststand.
Dass der Sieg aus Sicht des Heimklubs so klar ausgefallen ist, lag für Lackner nicht nur an den vier Toren, sondern vor allem an der Art, wie seine Mannschaft über die gesamten 90 Minuten aufgetreten ist. „Wir waren einfach spielerisch die viel stärkere Mannschaft“, meinte der Sektionsleiter. Er stellte dabei bewusst nicht nur einzelne Spieler in den Vordergrund, obwohl Freissegger mit drei Treffern natürlich das Ergebnis entscheidend mitprägte. Für Lackner war es vielmehr ein Auftritt der ganzen Mannschaft. „Die ganze Mannschaft hat heute sehr gut funktioniert. Es war eine kompakte Mannschaftsleistung“, sagte er. Entsprechend deutlich fiel auch sein Gesamturteil aus: „Von der ersten bis zur 90. Minute haben wir das Spiel beherrscht und verdient gewonnen.“ Diese Aussage zog sich durch seine gesamte Analyse und machte klar, wie zufrieden Reichenau mit diesem Nachmittag sein konnte.
Über den Gegner verlor Lackner keine langen Worte, aber seine Einordnung war klar. SC Sörg sei nur dann gefährlich geworden, wenn die Gäste mit weiten Bällen nach vorne gekommen seien. „Wenn sie gefährlich waren, dann nur über weite Bälle“, sagte er. Mehr habe Reichenau aber nicht zugelassen, weil die Gastgeber in der Abwehr aufmerksam geblieben seien und auch der Tormann zur Stelle gewesen sei, wenn es nötig wurde. Noch deutlicher formulierte Lackner seine Sicht mit dem Satz: „Sörg hat eigentlich nie die Chance gehabt.“ Diskussionen über den Unparteiischen wollte er nach dem Schlusspfiff ebenfalls nicht aufmachen. „Der Schiedsrichter hat es im Großen und Ganzen sehr gut gemacht“, meinte Lackner, auch wenn es in der Schlussphase noch einmal hitziger wurde und aufseiten der Gäste noch ein Ausschluss gegen Ferdinand Arno Roth folgte. Für Reichenau sind diese drei Punkte jedenfalls wertvoll: Nach elf Runden hält der SC bei 17 Zählern und liegt auf Rang sechs, während Sörg mit 9 Punkten auf Platz 13 bleibt.