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"In diesen fünf Minuten haben wir das Spiel verloren" – Techelsberg gibt 2:1 noch vor der Pause aus der Hand

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Velden Juniors 1b
Techelsberg

In der 1. Klasse Mitte hat ASKÖ Techelsberg beim Tabellenführer Velden Juniors 1b ein wildes 3:4 verloren. Die Gäste lagen nach frühem Rückstand sogar 2:1 vorne, gaben die Partie aber noch vor der Pause wieder aus der Hand. Trainer Günter Hutze sah den Knackpunkt klar in den letzten Minuten vor dem Seitenwechsel: "In diesen fünf Minuten haben wir das Spiel verloren."

Ein Hund steht hinter der Eckfahne

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Techelsberg antwortet nach frühem Rückstand

Schon vor dem Anpfiff war Techelsberg klar, was in Velden auf die Mannschaft zukommen würde. "Wir wussten von Anfang an, dass uns Velden im balltechnischen Bereich überlegen sein wird", sagte Hutze. Darum wollte sein Team über die Zweikämpfe dagegenhalten, die Räume eng machen, Velden nach außen drängen und die gefährliche Zone absichern. Der Plan bekam aber gleich zu Beginn einen Dämpfer, denn schon in der 2. Minute traf Semjon Nikolai Jauk zum 1:0 für die Gastgeber. Techelsberg ließ sich davon aber nicht aus dem Tritt bringen. Adrian Tscharnuter glich in der 14. Minute aus, und als Ziga Slavicek in der 18. Minute zum 2:1 nachlegte, waren die Gäste plötzlich voll in der Partie. Gerade diese Reaktion hob Hutze hervor: "Wir ließen den Kopf nicht in den Sand sinken."

Binnen zwei Minuten vor der Pause kippt die Partie

Aus Sicht des Techelsberg-Trainers hatte seine Mannschaft danach sogar ihre beste Phase im Spiel. Hutze sprach davon, dass sein Team rund zwanzig Minuten vieles so umgesetzt habe, wie es sich der Trainerstab vorgestellt hatte. Umso bitterer war für ihn, was unmittelbar vor dem Seitenwechsel passierte. "Wir haben Sachen nicht so geklärt, wie ich mir das vorstelle oder was eigentlich unser Plan war. Wir haben zu schwierig gedacht und kleine Fehlentscheidungen gemacht", sagte er. Velden nutzte genau diese Momente aus. In der 42. Minute stellte Caspar Elias Prill auf 2:2, nur eine Minute später traf derselbe Spieler auch zum 3:2. Hutze beschrieb die Szene aus seiner Sicht so: "Velden ist in die Umschaltsituationen gegangen, hat den Ball gefährlich in die Box gebracht, und Caspar Prill stand zweimal goldrichtig." Damit war die gute Ausgangslage der Gäste in kürzester Zeit wieder dahin.

Auch nach dem Seitenwechsel bleibt Velden gefährlich

Was Techelsberg schon vor der Pause wehgetan hatte, setzte sich nach dem Wiederanpfiff fort. "Der nächste Nackenschlag passierte gleich nach der Pause, wo wir wieder ein schnelles Tor bekommen haben", sagte Hutze. Gemeint war das 4:2 durch Ajas Cosatovic in der 48. Minute, das die Aufholjagd der Gäste noch schwerer machte. Der Trainer erklärte auch, warum Velden immer wieder zu gefährlichen Aktionen kam. Die Hausherren hätten über links und rechts viel Druck gemacht, seien laufstark gewesen und hätten die Box gut besetzt. Gleichzeitig sah Hutze bei seiner Mannschaft genau dort die Probleme, wo sie eigentlich ihre Stärke haben wollte: "Wir sind aus gewissen Zweikämpfen immer als Zweiter hervorgegangen. Das sollte eigentlich unsere Stärke sein." Dazu kam, dass Techelsberg den Ball nicht lange genug in den eigenen Reihen halten konnte. "Vorne haben wir die Bälle zu wenig abgesichert, um die restliche Mannschaft nachhrücken zu können", meinte Hutze. Der späte Anschlusstreffer von Almir Licina in der 87. Minute brachte zwar noch einmal das 4:3, doch für mehr reichte es nicht mehr. "In der Schlussphase konnten wir Velden nicht mehr so fordern, dass es zum Ausgleich kommen konnte", sagte der Trainer.

Trotz Niederlage sieht Hutze auch Positives

So klar der Knackpunkt für Hutze war, so deutlich machte er auch, dass er im Gesamtbild keinen riesigen Abstand zwischen den Mannschaften gesehen hat. "Der Unterschied an diesem Tag war nicht so groß, wie es auch das Ergebnis zeigt", sagte der Techelsberg-Coach. Velden sei ein junger, spielstarker Gegner, der über Ballbesitz, Laufbereitschaft und Qualität Druck aufbaue, und gerade auswärts sei es dann schwer, neunzig Minuten stabil zu bleiben. Hutze sprach außerdem an, dass aus seiner Sicht viele kleine Entscheidungen gegen seine Mannschaft liefen, etwa bei Einwürfen, Abseitsstellungen oder Fouls im Mittelfeld. Den Hauptgrund für die Niederlage suchte er aber klar bei seiner eigenen Mannschaft. Umso wichtiger war ihm der Blick nach vorne. "Es war sicher unser bestes Auswärtsspiel bis jetzt in dieser Saison, und das gibt uns Mut und Zuversicht für die nächsten Aufgaben", sagte Hutze. In den letzten beiden Spielen des Herbstes will Techelsberg nun noch Zählbares mitnehmen, um in der Tabelle vielleicht noch den einen oder anderen Platz gutzumachen.

1. Klasse Mitte: Velden Juniors 1b : Techelsberg - 4:3 (3:2)

  • 87
    Almir Licina 4:3
  • 48
    Ajas Cosatovic 4:2
  • 43
    Caspar Elias Prill 3:2
  • 42
    Caspar Elias Prill 2:2
  • 18
    Ziga Slavicek 1:2
  • 14
    Adrian Tscharnuter 1:1
  • 2
    Semjon Nikolai Jauk 1:0