In der 1. Klasse Ost blickt Johannes Matschek nach dem Duell seines SV Union Raiba Ruden mit dem SK Kühnsdorf/Klopeinersee auf eine zähe, intensive Partie zurück. Er hadert mit dem Ausgang, lobt aber die deutliche Steigerung nach der Pause – und würdigt zugleich die robuste, faire Spielleitung. Vor starker Kulisse prägten Rivalität auf den Rängen und Respekt nach dem Abpfiff die Atmosphäre; der Trainer richtet den Blick bereits auf mentale und physische Stellschrauben.

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„Mh, war eher nicht gerecht. Erste Hälfte war Kühnsdorf besser, zweite war Ruden besser. Also wir hätten uns ein Unentschieden verdient“, ordnete der Ruden-Coach ein. Aus den Strafräumen nahm er ein klares Bild mit: „Wir haben derzeit eine Misere, dass jeder Schuss bei uns ein Tor ist, während wir uns jede Chance hart erarbeiten müssen – also genau das Gegenteil.“ Einen einzelnen Spieler wollte er nicht hervorheben; für ihn stand das Kollektiv im Vordergrund.
Der Start gab die Richtung vor – auch wegen eines ruhenden Balls: „Das 1:0 entstand nach einer Ecke und einem Stellungsfehler meiner Abwehrmannschaft.“ In der 12. Minute stellte Mitja Densa auf 0:1, kurz darauf erhöhte Günther Zussner in der 18. Minute auf 0:2. Ruden kämpfte sich zurück und kam in der 44. Minute durch Ven Poberznik zum 1:2, ehe Günther Zussner unmittelbar vor der Pause mit dem 1:3 (45.) seinen Doppelpack schnürte. Nach dem Seitenwechsel drückten die Gastgeber, erneut war es Ven Poberznik, der in der 79. Minute auf 2:3 verkürzte – die Partie war wieder völlig offen. Doch in der 89. Minute setzte Dominik Miklau mit dem 2:4 den späten Schlusspunkt zugunsten der Gäste.
Zur Spielleitung fand Matschek deutliche Worte: „Der Schiedsrichter war sehr, sehr, sehr gut. Er ließ robust spielen, beide Mannschaften haben das angenommen, und es war für diese Klasse ein hochwertiges Spiel.“ Auch die Stimmung passte: „Es waren sehr viele Zuschauer da. Es hat Rivalitäten gegeben, wobei nach dem Spiel alles abgelegt war und es ruhig abgelaufen ist.“ Den Kurs für die nächsten Wochen setzt der Trainer klar: „Das geht über die Psyche und Physis der Mannschaft. Wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit, dann sehe ich gute Zeiten vor uns.“