Bei ASKÖ Mittlern überwogen nach dem Duell mit Magdalensberg Erleichterung und Entschlossenheit. In der 1. Klasse Ost sprach Oswald Hribernik von einer wichtigen Standortbestätigung: kompaktere Abwehr, spürbare Kontrolle nach der Pause und der klare Blick nach vorn. Seine Punkte: eine gelungene Anpassung hinten, ein kollektives Ausrufezeichen – und Schlüsselmomente, die die Partie zu ihren Gunsten kippten. Der Ausblick bleibt ambitioniert, aber geerdet.

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"Wir haben in der Abwehr umgestellt und wollten kompakt stehen – das ist uns insgesamt gut gelungen", beschrieb Hribernik die Ausgangslage. Trotz eines frühen Nackenschlags durch Julian Glantschnig in der 10. Minute zum 0:1 zeigten die Mittlerner die gewünschte Stabilität und antworteten noch vor der Pause: Miha Piskur glich in der 28. Minute zum 1:1 aus. Der Plan, hinten kompakter zu stehen und in der Innenverteidigung nachzujustieren, griff spürbar.
Ein unglücklicher Moment der Gäste stellte das Spiel endgültig auf neue Gleise: Tobias Schlömmer lenkte in der 42. Minute den Ball ins eigene Tor – mit dem 2:1 ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, bis Magdalensbergs Marcel Untersteiner in der 60. Minute nach einer Notbremse die Rote Karte sah – die Gäste agierten fortan in Unterzahl. Gal Javoric setzte in der 73. Minute mit dem 3:1 den entscheidenden Treffer. "Es gab Chancen auf beiden Seiten – die Vorentscheidung war das 3:1 und natürlich die rote Karte", ordnete Hribernik ein.
"Ein großes Lob ans Kollektiv – wir haben es sehr gut gemacht", betonte Hribernik und hob Marcel Hober als prägenden Akteur hervor, der die Vorarbeiten zu allen drei Treffern lieferte. Zur Spielanlage sagte er: "Vom Ballbesitz und vom Spielerischen her waren wir – besonders in der zweiten Hälfte – die bessere Mannschaft." Den Gegner würdigte er gleichermaßen: Magdalensberg habe es gut gemacht und sei stets gefährlich geblieben; mit einem zweiten Gästetreffer hätte die Partie kippen können.
Der Blick aufs Tableau unterstreicht den Anspruch: Mittlern steht nach 18 Spielen bei 34 Punkten auf Rang 3. Personell dämpft jedoch eine Nachricht die Euphorie: Stamminnenverteidiger Samo Olip fehlt verletzt, die Ausfallzeit ist noch offen. Für den weiteren Weg formulierte Hribernik den Kurs klar: "Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen vorne in der Tabelle dabeibleiben – idealerweise bis zum Ende."