Nach dem Duell der SAK Amateure mit dem SV Gallizien in der 1. Klasse Ost ordnete Mario Andreas Petschnig den 3:1-Auswärtssieg zufrieden, aber selbstkritisch ein. Er sah seine Elf über weite Strecken spielbestimmend, monierte phasenweise Nachlässigkeiten in der Defensive und lobte zugleich die Intensität im Pressing. Auffällig war auch sein Respekt vor dem extrem jungen Gegner. Insgesamt überwogen Zufriedenheit und Stolz – ohne den nächsten Schritt aus dem Blick zu verlieren.

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Die Partie folgte klaren Mustern: Vor der Pause ließ Gallizien Chancen liegen, ging jedoch in Minute 36 durch Jeremija Smrtnik verdient mit 1:0 in Führung – gleichbedeutend mit dem Halbzeitstand. Nach Wiederbeginn blieb das Tempo hoch. „Die Pressing-Momente waren sehr gut. Oft waren wir in der Defensive ein bisschen zu sorglos; dadurch mussten wir den Ausgleich hinnehmen“, sagte Petschnig. Genau so kam es: In der 63. Minute stellte Jeremias Alvarez auf 1:1. Gallizien reagierte reif, erhöhte den Druck – und drehte in der Schlussphase auf: David Mochorko traf in der 78. Minute zum 2:1, ehe Samo Kokalj in der 88. Minute mit dem 3:1 alles klar machte.
Besonders hob Petschnig die Reife des Gegners hervor: „Angesichts eines Altersdurchschnitts von 17,5 Jahren haben mich Laufstärke, Einsatzbereitschaft und phasenweise auch das technische Vermögen beeindruckt.“ Dieser Respekt erklärt, warum seine Mannschaft trotz Führung immer wieder gefordert war und konzentriert nachlegen musste.
Einen „Mann des Spiels“ wollte der Coach nicht küren; er betonte die kollektive Leistung und sah die größeren Spielanteile bei seiner Elf. Personell fehlten Alessandro Doujak und Miha Kacar; beide könnten bis zur nächsten Partie wieder eine Option sein. In der Summe ordnete Petschnig die Lage sehr positiv ein: Gallizien liefert verlässlich ab und steht auf dem zweiten Tabellenplatz – auch wenn nicht jede Partie die volle Leistungsfähigkeit widerspiegelt.