Das Derby zwischen SV Eitweg und SV Lavamünd bot zwei völlig unterschiedliche Halbzeiten – und am Ende ein Remis, das auch Trainer Pascal Robert Mörtl so einordnet: „Über 90 Minuten war das 2:2 ein gerechtes Unentschieden.“ Vor der Pause kontrollierte Eitweg Tempo und Ball, nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste. Strittige Strafstoß-Entscheidungen, ein aberkanntes Abseitstor und ein später Ausgleich rahmten ein intensives Duell in der 1. Klasse Ost – mit dem positiven Nebeneffekt, dass Eitwegs ungeschlagene Serie hält.

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Vor dem Seitenwechsel ließ Eitweg Ball und Gegner laufen, fand aber selten den letzten Pass. Mörtl: „In der ersten Halbzeit war der Ballbesitz klar auf unserer Seite. Nach der Pause hatte Lavamünd mehr vom Spiel, wir konnten unser Spiel nicht mehr so aufziehen.“ Zur Halbzeit stand es 0:0. Unmittelbar nach Wiederbeginn eröffnete ein Fehler im Aufbau der Gäste den Torreigen: Joachim Liebhart stellte in der 46. Minute auf 1:0 für Eitweg. Danach bekam die Partie zunehmend Derby-Charakter – körperlich, robust, aber fair.
In Summe sah Mörtl ein Chancenplus auf keiner Seite. Ein Eitweger Treffer zählte wegen Abseits nicht, zudem sorgten Entscheidungen rund um Strafstöße auf beiden Seiten für Gesprächsstoff – ohne glasklare Grundlage. Sportlich kippte das Momentum nach dem 1:0 zunächst zu Lavamünd: Fabian Kaimbacher glich in der 56. Minute zum 1:1 aus, Thomas Tratar drehte die Partie in der 71. Minute auf 1:2 aus Eitweger Sicht. Doch der SV Eitweg antwortete spät und nervenstark: In der 95. Minute drückte Lorenz Nößler zum 2:2 über die Linie. Für die nächste Aufgabe gegen den Tabellenführer setzt Mörtl auf Mut und Präsenz: „Wir können nur überraschen, überall Punkte mitnehmen, müssen präsent und bereit sein, um unsere ungeschlagene Serie weiterzuführen.“