In der 1. Klasse Ost landete der SV Eitweg beim FC Eisenkappel einen spät erkämpften 1:0-Auswärtssieg. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte übernahm Eisenkappel nach der Pause mehr Initiative, ließ aber Chancen liegen. Die Entscheidung fiel erst in der Nachspielzeit – nach einem Freistoß vollendete Luca Kapeller. Zwei Rote Karten gegen die Hausherren rundeten eine hitzige Schlussphase ab. Eitwegs Trainer Pascal Robert Mörtl lobte vor allem die defensive Kompaktheit und die konsequenten Nadelstiche über die Flügel.

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Die Partie begann eng, über weite Strecken entschieden Kleinigkeiten. Zur Pause stand es folgerichtig 0:0, beide Seiten hatten je ein, zwei gute Möglichkeiten. „Die erste Halbzeit war ziemlich ausgeglichen, auf beiden Seiten gab es ein, zwei gute Chancen“, beschrieb Eitweg-Coach Pascal Robert Mörtl den Auftakt. Nach dem Seitenwechsel war Eisenkappel das aktivere Team, ohne allerdings zu treffen. „In der zweiten Halbzeit war Eisenkappel eher spielbestimmend, sie haben die Torchancen aber nicht genutzt“, so Mörtl. Eitweg blieb mit langen Bällen und schnellen Seitenangriffen gefährlich. „Ich hatte das ganze Spiel das Gefühl, dass die Partie kippen kann. Es ging flott hin und her, viele lange Bälle. Wir haben Nadelstiche gesetzt, aber auch Aktionen nicht fertiggespielt – Eisenkappel ebenso“, erklärte der Trainer. Als vieles bereits auf ein torloses Remis hindeutete, brachte ein Eitweger Freistoß in der Nachspielzeit die Entscheidung: Luca Kapeller schloss die Szene zum 1:0 ab und ließ die Gäste jubeln.
Aus Trainersicht lag der Schlüssel im mannschaftlichen Arbeiten gegen den Ball und in einem klaren Plan, über außen in Richtung Box zu kommen. „Entscheidend war unsere Kompaktheit gegen den Ball. Wir haben kein Gegentor bekommen, der Gegner hat Chancen ausgelassen, und wir haben immer wieder Nadelstiche gesetzt“, betonte Mörtl. Der Matchplan sei aufgegangen: „Der Fokus lag klar darauf, über die Seite zu kommen. Das haben wir konsequent gespielt und sind dadurch zu der einen oder anderen Möglichkeit gekommen.“ Dennoch sah der Coach trotz dreier Punkte Luft nach oben: „Uns hat oft der letzte Pass gefehlt. Wenn wir unsere Aktionen besser zu Ende spielen, können wir schon viel früher das 1:0 machen.“ Genau dieses konsequentere Ausspielen will Mörtl nun forcieren: „Wir müssen unsere Angriffe sauber fertigspielen, damit wir mehr Tore machen.“ Dass am Ende ein ruhender Ball den Ausschlag gab, passte zum zähen, kampfbetonten Spiel.
In den hektischen Schlussminuten sahen bei Eisenkappel Moritz Alexander Puck und Filip Lukezic noch die Rote Karte. Mörtl nahm das Geschehen sachlich ein: „Es gab in der Nachspielzeit zwei rote Karten, aus meiner Sicht berechtigt. Den Freistoß für uns fand ich ebenso okay, ob es ein klares Foul war, konnte ich von meiner Position nicht sehen. Insgesamt war es eine solide Schiedsrichterleistung.“ Zusätzlich unterstrich der Eitweg-Coach den Charakter seiner Truppe: „Wir sind ersatzgeschwächt nach Eisenkappel gefahren, haben alles gegeben und wurden belohnt.“
Der Sieg ist für die Gäste Gold wert: In der Tabelle steht Eitweg mit 23 Punkten auf Rang 12, während Eisenkappel als Vierter (44 Zähler) im oberen Bereich bleibt. Für Mörtl und seine Mannschaft lautet der Auftrag für die kommenden Wochen klar: die defensive Stabilität mit mehr Durchschlagskraft vor dem Tor verbinden – dann sollen die nächsten Zähler folgen.