In der 1. Klasse Ost hat ASV St. Margarethen/Lav. das Derby beim TSV Preitenegg mit 2:0 gewonnen und dem Tabellenführer damit einen Rückschlag verpasst. Nach torloser erster Hälfte entschied ein Doppelschlag von Christoph Raphael Joham die Partie binnen weniger Minuten. Trainer Werner Kothmaier sah den Schlüssel vor allem in der Konsequenz seiner Mannschaft: "Wir haben nicht viele Chancen gebraucht, um Tore zu machen."

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Dass es zur Halbzeit noch 0:0 stand, passte aus Sicht der Gäste zu einem Derby, das zuerst über Einsatz, Kompaktheit und gegenseitige Hilfe laufen musste. Werner Kothmaier hatte seiner Mannschaft genau das mitgegeben und sah diesen Plan auch umgesetzt. "Wir haben uns vorgenommen, dass wir als Mannschaft auftreten, nach dem Motto 'Alle für einen, einer für alle'. Wir wollten uns gegenseitig unterstützen, helfen und füreinander da sein", sagte der Trainer nach dem Spiel. Gerade auf dem kleinen Platz in Preitenegg, auf dem es "sehr schwer zu spielen ist", sei das besonders wichtig gewesen. St. Margarethen wollte nicht nur dagegenhalten, sondern als geschlossene Einheit auftreten, und genau das war für Kothmaier die Grundlage dafür, dass die Gastgeber vor der Pause nicht entscheidend ins Rollen kamen.
Die Entscheidung fiel dann unmittelbar nach dem Seitenwechsel, und zwar mit einer Effizienz, die Kothmaier besonders hervorhob. In der 51. Minute brachte Christoph Raphael Joham St. Margarethen mit 1:0 in Führung, nur drei Minuten später stellte derselbe Spieler auf 2:0. Für den Trainer war damit auch der wichtigste Abschnitt des gesamten Abends klar benannt. "Der wichtigste Moment war, dass wir aus den Chancen gleich zwei Tore gemacht haben. Wir haben nicht viele Chancen gebraucht, um Tore zu schießen", sagte Kothmaier. Das 1:0 beschrieb er als "einen sehr schönen, seitlich herausgespielten Spielzug mit Abschluss". Das 2:0 fiel per Elfmeter, und auch da bezog der Trainer klar Stellung: Der Strafstoß sei "total berechtigt" gewesen.
Dass dieser Auswärtssieg nicht nur auf dem Doppelschlag nach der Pause beruhte, machte Kothmaier in seiner Analyse ebenfalls deutlich. "Wir waren sehr zweikampfstark, wir waren sehr bissig. Jeder hat seine Aufgabe zu 100 Prozent erfüllt", sagte er. Dazu kam aus seiner Sicht, dass St. Margarethen die entscheidenden Spieler des Tabellenführers gut aus dem Spiel nahm. "Wir haben die wichtigsten Spieler von Preitenegg isoliert. Dadurch sind sie nie richtig ins Spiel gekommen", erklärte der Trainer. Auch Nebenschauplätze wollte er nach dem Derby gar nicht erst groß machen, sondern ausdrücklich festhalten: "Wir hatten ein sehr gutes Schiedsrichterteam." So blieb für ihn am Ende vor allem die Bestätigung eines gelungenen Auftritts stehen. "Ein Derby hat immer eigene Gesetze, und wir waren an diesem Tag sehr stark. Deshalb war der Sieg auch verdient." Für St. Margarethen ist dieses 2:0 damit nicht nur ein Derby-Erfolg, sondern auch ein klarer Beleg dafür, dass der eigene Matchplan auf schwierigem Boden voll aufgegangen ist.