In der 1. Klasse Ost hat sich KAC Juniors 1b in Runde zehn dem FC Eisenkappel mit 0:1 geschlagen geben müssen. Die Gäste nahmen damit drei wichtige Punkte mit, obwohl die Partie laut Trainer Christopher Kucher über weite Strecken offen blieb. Ausschlaggebend war für ihn nicht ein spielerischer Glanzauftritt, sondern "die mannschaftliche Entschlossenheit" und eine Defensive, die kaum etwas zuließ.

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Eisenkappel kam nach Kuchers Eindruck gleich mit der richtigen Haltung ins Spiel. "Wir sind relativ gut in die Partie gestartet, hatten in der ersten Minute gleich einen Elfmeter für uns, weil wir sehr aggressiv gegen den Ball waren", sagte der Trainer. Der frühe Vorteil blieb aber ungenützt, weil die Gäste den Strafstoß nicht verwerten konnten. Danach war es keine einfache Aufgabe mehr, sondern eine Begegnung, in der lange vieles offen blieb. Kucher sprach von einer "relativ offenen Partie", sah seine Mannschaft unter dem Strich aber leicht vorne. Den entscheidenden Angriff brachte Eisenkappel in der 42. Minute sauber zu Ende: Fabian Petschnig gewann im Mittelfeld den Ball, tankte sich durch, steckte auf Ziga Kogovsek durch und der schob zum 0:1 ein. Mit diesem Treffer ging es auch in die Pause.
Dass es bei diesem knappen Vorsprung blieb, lag für Kucher vor allem an der Arbeit seiner Mannschaft ohne Ball. "Der entscheidende Moment war für mich eigentlich die mannschaftliche Entschlossenheit", sagte er und schob gleich nach: "Von der Verteidigung her haben wir alles wegverteidigt, was der Gegner versucht hat." Nach der Pause gelang es Eisenkappel zwar nicht, das zweite Tor nachzulegen. Kucher meinte sogar, dass seine Elf noch die bessere Chance auf das 2:0 gehabt habe. Gerade deshalb bekam das 1:0 mit jeder Minute mehr Gewicht. Die Gastgeber machten es den Gästen nämlich alles andere als leicht. Kucher sprach von einem sehr bissigen Gegner, der aggressiv gegen den Ball arbeitete und mit einer für diese Saison besonders guten Aufstellung antrat. Umso wichtiger war aus Sicht der Gäste, dass hinten kaum etwas anbrannte.
Ein großes Thema nach dem Spiel waren die Bedingungen. Kucher machte kein Geheimnis daraus, wie schwierig die Partie auf diesem Untergrund zu spielen war. "Der Platz war in katastrophalem Zustand", sagte der Trainer, der das nicht als Ausrede, sondern als Erklärung für den Charakter dieser Begegnung verstand. Viel Spielfluss kam dadurch nicht auf. "Es konnte eigentlich kein Spiel entstehen auf diesem Platz", meinte Kucher und verwies darauf, dass beide Mannschaften ihre eigentlichen Stärken nur eingeschränkt zeigen konnten. Aus seiner Sicht traf das besonders auf die Gastgeber zu, die Fußball spielen wollten, sich auf diesem Rasen aber ebenso schwertaten. Eisenkappel stellte sich darauf ein, über hohe Bälle und schnelles Überbrücken des Mittelfelds zu arbeiten. "Das ist uns relativ gut gelungen", sagte Kucher, auch wenn in den Umschaltmomenten nicht immer mehr daraus wurde.
So blieb am Ende ein knapper, aber wertvoller Auswärtssieg stehen, der Eisenkappel nach zehn Runden mit 23 Punkten an der Tabellenspitze hält. Kucher ordnete das 1:0 nüchtern ein und sah auch abseits des Ergebnisses wenig Aufregung. "Die Schiedsrichterleistung war total in Ordnung", sagte der Trainer über eine Partie, in der es seiner Einschätzung nach "nichts Dramatisches" gab. Viel spannender ist aus seiner Sicht ohnehin der Blick auf die kommenden Wochen. "Die anderen Mannschaften lassen nicht locker", betonte Kucher. Deshalb rechnet er weiter mit einem engen Rennen: "Das wird ein relativ offenes Duell um den Aufstieg heuer." Für Eisenkappel war der Nachmittag bei den Gastgebern also mehr als nur ein 1:0 – es waren drei Punkte, die im engen Kampf ganz vorne schwer wiegen können.