In der 1. Klasse Ost hat Magdalensberg am Sonntag ein 2:1 gegen SV Union Raiba Ruden gefeiert. Die Gäste gingen zwar früh in Führung, ließen laut Trainer Manfred Alois Plösch aber genau das vermissen, was in dieser Liga nötig ist: Kampf, Leidenschaft und ein geschlossenes Auftreten als Mannschaft. Dazu kamen vergebene Chancen vor der Pause, die Ruden am Ende teuer zu stehen kamen.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Für Ruden begann die Partie eigentlich nach Wunsch. Schon in der 8. Minute brachte Tadej Trdina die Gäste nach einem Eckball mit 1:0 in Führung. Plösch sagte, der Start sei genauso gewesen, „wie wir uns das erhofft haben“. Aus seiner Sicht hatte seine Mannschaft in der ersten Halbzeit das Spiel über weite Strecken im Griff, machte sich den Nachmittag aber früh selbst schwer. Bereits in der 15. Minute fiel nach einem Abspielfehler im Mittelfeld der Ausgleich durch Julian Rico Glantschnig. Trotzdem sah der Trainer seine Elf bis zur Pause nicht schlechter. „Wir hatten in der restlichen ersten Halbzeit noch drei, vier sehr gute Möglichkeiten, um zumindest auf 2:1 oder 3:1 zu stellen“, sagte er. Dass es beim 1:1 blieb, erklärte er mit fehlender Ruhe: „Leider waren wir in diesen Situationen zu hektisch oder einfach nicht konzentriert.“
Nach dem Seitenwechsel fand Ruden nach Einschätzung des Trainers nie mehr richtig in die Partie. Plösch wurde in seiner Analyse deutlich und nahm seine Mannschaft dabei vor allem selbst in die Pflicht. „Das Spiel ist heute deshalb verloren gegangen, weil wir über die gesamte Spielzeit nicht zu unserer Form gefunden haben“, sagte er. Von außen habe es, so der Coach, nicht wie ein geschlossenes Auftreten gewirkt. Magdalensberg beschrieb er als Gegner „auf Augenhöhe“, der im Umschaltspiel sehr gut organisiert gewesen sei. Genau das sei vor der Partie bekannt gewesen. Entscheidend wurde für ihn dann die Phase vor dem zweiten Gegentor. Kurz vor dem 2:1 habe es eine große Ruden-Chance gegeben, bei der das Schiedsrichterteam aus seiner Sicht „nicht glücklich entschieden“ habe. Wenig später stellte Riel Blakcori in der 61. Minute auf 2:1 für die Gastgeber. „Danach waren wir leider nicht mehr in der Lage, das Spiel zu drehen“, sagte Plösch.
Bemerkenswert war vor allem, wie klar Plösch seine eigene Mannschaft beurteilte. Er suchte keine langen Ausreden, obwohl er auch mit zwei Entscheidungen des Schiedsrichterteams unzufrieden war. Viel wichtiger war ihm der Blick auf die eigenen Mängel. „Man kann in dieser Klasse keine Spiele gewinnen, wenn man nur auf seine technischen Fähigkeiten vertraut. Der Kampf gehört einfach dazu und die Leidenschaft. Und die hat uns heute leider gefehlt“, sagte der Trainer. Dazu kamen im Spielaufbau zu viele einfache Fehlpässe. „Wir haben viel zu viele Fehlpässe gehabt und letztendlich sind wir an uns selbst gescheitert.“ In der Tabelle liegen Ruden und Magdalensberg nach zehn Runden nun beide bei 16 Punkten.