Spielberichte

Feistritz führt früh, die Partie kippt aber noch vor der Pause: „Das 2:1 war sicher der Knackpunkt“

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SV Ruden
ATUS Feistritz/R.

In der 1. Klasse Ost hat SV Union Raiba Ruden am Freitagabend gegen ATUS Feistritz/R. mit 3:1 gewonnen. Aus Sicht der Gäste war es eine Niederlage, die besonders schmerzt, weil Feistritz stark begann, in Führung ging und sogar das 2:0 liegen ließ. Josef Durnik machte vor allem das 2:1 noch vor der Pause als jenen Moment aus, der das Spiel kippte.

Fußbälle und Trainingshütchen auf Rasen

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Feistritz startet besser und belohnt sich früh

Feistritz hatte nach Einschätzung von Obmann Josef Durnik einen richtig guten Beginn und war in der Anfangsphase das aktivere Team. „Aus meiner Sicht waren wir die ersten dreißig Minuten sicher die spielbestimmendere Mannschaft“, sagte er nach dem Spiel. Diese Einschätzung deckte sich auch mit der frühen Führung, denn in der 14. Minute brachte Christopher Erwin Binder die Gäste mit 1:0 nach vorne. Durnik sprach von einer „super Aktion“ und sah seine Mannschaft bis dahin auf einem guten Weg. Umso mehr ärgerte ihn, dass in dieser Phase nicht nachgelegt wurde. Feistritz hatte noch die große Möglichkeit auf das 2:0, ließ diese Chance aber ungenutzt. Genau dort setzte für ihn die Wende an. „Wenn du die Tore vorne nicht machst, bekommst du sie hinten“, brachte es Durnik auf den Punkt. Was zunächst nach einem Auswärtsspiel mit klarer Feistritz-Tendenz ausgesehen hatte, bekam damit eine andere Wendung.

Der Ausgleich und ein bitteres 2:1 vor der Pause

Nach gut einer halben Stunde kam Ruden besser ins Spiel und nutzte die Phase, in der Feistritz nach Aussage seines Obmanns etwas die Ordnung verlor. „Danach haben die Heimischen ein bisschen die Oberhand übernommen. Wir waren zeitweise ein bisschen unstrukturiert“, sagte Durnik. In der 32. Minute fiel dann das 1:1 durch Gregor Achim Schnögl. Durnik ordnete auch dieses Gegentor kritisch ein, weil es aus seiner Sicht wieder mit dem Dauerthema Standards zusammenhing. Noch schwerer wog für ihn aber das 2:1, das Ruden vor dem Seitenwechsel nachlegte. Dominik Theuermann wurde als Torschütze geführt, Durnik sprach dabei von einem Missgeschick des Feistritzer Tormanns, der einen Weitschuss unglücklich ins eigene Tor gelenkt habe. Gerade dieser Treffer saß tief. „Das 2:1 war sicher der Knackpunkt“, sagte der Obmann offen. Besonders bitter war das für die Gäste deshalb, weil sie nach seiner Wahrnehmung über weite Teile der ersten Hälfte die bessere Mannschaft gewesen waren und trotzdem mit einem Rückstand in die Pause gingen.

Feistritz versucht zu antworten, Ruden setzt spät den Schlussstrich

Nach dem Seitenwechsel stemmte sich Feistritz zwar gegen die Niederlage, der Ertrag blieb aber aus. Durnik schilderte, dass seine Mannschaft noch einmal alles versucht habe, um zurückzukommen. „Wir haben in der zweiten Hälfte versucht, das Ruder noch herumzureißen, aber leider ist uns das nicht gelungen. Wir hatten ein paar gute Aktionen, aber leider keinen Torerfolg“, sagte er. Lange blieb damit alles beim knappen 2:1, was den Gästen zumindest die Hoffnung auf einen Punkt ließ. Der entscheidende Schlag kam erst ganz am Ende, als Ven Poberznik in der Nachspielzeit zum 3:1-Endstand traf. Auch auf die Frage, was den Gegner stark gemacht habe, fiel Durniks Antwort deutlich aus: „Unsere Eigenfehler.“ Damit sprach er weniger über eine klare Rudener Überlegenheit als über jene Momente, die Feistritz das Spiel aus seiner Sicht selbst aus der Hand nehmen ließen. Selbst beim Schiedsrichter suchte er die Hauptschuld nicht, auch wenn er in zwei Situationen aus seiner Sicht zumindest einmal einen Elfmeter für seine Mannschaft gesehen hätte.

Die Baustelle ist für Durnik klar benannt

So blieb unter dem Strich eine Niederlage, aus der der Feistritzer Obmann vor allem einen Punkt klar mitnahm: Die Mannschaft muss ihr Verhalten bei ruhenden Bällen in den Griff bekommen. Durnik formulierte das ungewöhnlich deutlich. „Die Defensive bei Standards schläft, das ist zurzeit eine Katastrophe“, sagte er. Er verwies dabei auch darauf, dass mehr als die Hälfte der bisher kassierten Gegentore aus solchen Situationen entstanden sei. Gerade deshalb passte für ihn ins Bild, dass Ruden nach der frühen Feistritzer Führung zurückkam und das Spiel noch vor der Pause drehte. Ganz ohne positive Ansätze wollte Durnik den Auftritt aber nicht stehen lassen. „Die ersten dreißig, fünfunddreißig Minuten haben relativ gut geklappt“, meinte er. Für Feistritz bleibt damit nach elf Spielen vorerst Rang neun mit 15 Punkten, während Ruden mit 19 Zählern auf Platz vier steht. Die frühe Führung durch Binder war da am Ende nur wenig Trost, weil Gregor Achim Schnögl, Dominik Theuermann und spät noch Ven Poberznik das Spiel für die Gastgeber auf ihre Seite zogen.

1. Klasse Ost: SV Ruden : Feistritz - 3:1 (2:1)

  • 94
    Ven Poberznik 3:1
  • 38
    Dominik Theuermann 2:1
  • 32
    Gregor Achim Schnögl 1:1
  • 14
    Christopher Erwin Binder 0:1