In der 11. Runde der 1. Klasse Ost setzte es für ASK Klagenfurt gegen SV ASKÖ Sittersdorf am Samstag ein deutliches 4:0. Für Gäste-Trainer Bernhard Erich Starz zeigte das Ergebnis vor allem wieder dieselbe Geschichte: zu viele vergebene Möglichkeiten auf der einen Seite und zu einfache Gegentore auf der anderen. Genau darin sah er nach der Partie den entscheidenden Unterschied, auch wenn seine Mannschaft nach der Pause aus seiner Sicht besser ins Spiel kam.

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Schon der Beginn lief für die Sittersdorfer in die falsche Richtung. "Wir bekommen früh einen dummen Elfmeter, da sind wir selbst schuld", sagte Starz und meinte damit die Szene, aus der der frühe Rückstand entstand. In den offiziellen Spieldaten wurde das 1:0 in der 7. Minute Senijad Ibricic zugeschrieben. Besonders geärgert hat den Trainer aber, dass seine Mannschaft auf diesen Nackenschlag nicht die passende Antwort fand, obwohl die Gelegenheit dazu da war. "Drei Minuten später laufen wir alleine aufs Tor zu, aber wir schießen den Tormann an", schilderte er. Statt selbst ins Spiel zurückzufinden, kassierte Sittersdorf in der 29. Minute noch das 0:2 durch Fabio Marcel Primig-Graf. Entsprechend klar fiel sein Urteil über die erste Hälfte aus: "Wir waren einfach zu passiv. Die erste Halbzeit war schlecht."
Nach der Pause sah Starz dann zumindest eine Reaktion. "Wir haben umgestellt. Wir waren griffig, wir waren willig, wir haben Torchancen gehabt, wir haben Zweikämpfe gewonnen", sagte der Trainer. An der Grundproblematik änderte das aus seiner Sicht aber nichts. Sittersdorf kam zwar besser in die Partie, traf aber weiter nicht. ASK Klagenfurt blieb dagegen vor dem Tor konsequent und legte in der Schlussphase noch zweimal nach. Dominik Killar erhöhte in der 79. Minute auf 3:0, Sohel Rahimi setzte in der 89. Minute den Schlusspunkt zum 4:0. Starz brachte seinen Frust in einem Satz auf den Punkt: "Der Gegner hat fünf Torschüsse, vier Tore. Wir brauchen zehn Torschüsse, damit wir überhaupt ein Tor schießen."
Damit blieb für den Sittersdorf-Coach als Erklärung praktisch nur die Chancenverwertung. "Der Unterschied lag in der Chancenverwertung", sagte er knapp, an anderer Stelle sogar noch deutlicher: "Der Gegner gewinnt 4:0 und weiß gar nicht warum." Starz sprach nach dem Spiel auch die Rahmenbedingungen rund um die Ansetzung des Schiedsrichters an, formulierte dabei aber differenziert: "Er kann nicht viel dafür, er hat Fehlentscheidungen gehabt, aber ohne Unterstützung ist es schwer für ihn." Viel schwerer wiegt für ihn ohnehin die sportliche Lage. "Fußball ist ein Ergebnissport. Wenn wir die Ergebnisse nicht hinbekommen, dann sind wir zu Recht dort, wo wir sind. Die Tabelle lügt nicht", sagte Starz. Sittersdorf bleibt damit bei acht Punkten auf Rang zwölf, und der Trainer machte mit Blick auf die kommende Aufgabe unmissverständlich klar, worum es jetzt geht: "Wir haben nächste Woche unser Endspiel gegen Haimburg, und darüber muss sich die Mannschaft im Klaren sein."