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Magdalener SC: Ex-Trainer Bernhard Rekelj – „Die letzten drei Runden waren pure Leidenschaft“

Magdalener SC

In der 1. Klasse West schloss der Magdalener SC die Herbstsaison auf Rang sieben ab. Unter dem bisherigen Trainer Bernhard Rekelj holte das Team in den letzten drei Partien sieben Zähler, bevor er mit Saisonende sein Amt niederlegte. Im Gespräch blickt Rekelj auf eine intensive Zeit beim Klub zurück, spricht über emotionale Momente, starke Gegner und den Zusammenhalt im Team. Mit einem Sieg gegen SV Tristach, einem Erfolg über Oberlienz und einem Remis gegen SV Penk/Reisseck zum Abschluss untermauerte der Magdalener SC seinen Aufschwung im Tabellenmittelfeld nach zuvor schwierigen Wochen.

Ball auf Rasen im Tor im Hintergrund

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Abschied nach starker Entwicklung

„Ich bin nicht mehr Trainer beim Magdalener SC“, stellt Bernhard Rekelj gleich zu Beginn klar. Mit dem Ende der Herbstsaison trennte sich der Verein einvernehmlich von ihm. Neuer Cheftrainer ist der bisherige U-17-Trainer, der zuvor bereits maßgeblich an der Ausbildung jener jungen Talente beteiligt war, die inzwischen fester Bestandteil der Kampfmannschaft sind. Rekelj betont, dass es ihm gelungen sei, die Mannschaft weiterzuentwickeln, und dass insbesondere der Teamgeist über weite Strecken zum entscheidenden Erfolgsfaktor wurde. Unter seiner Leitung verbesserte sich der Magdalener SC vom zwölften auf den siebten Tabellenrang – ein Zeichen kontinuierlicher Arbeit und Stabilität.

Teamgeist und Rückhalt im Verein

Besonders dankbar äußert sich Rekelj über seine engsten Weggefährten im Betreuerstab. „Ich möchte mich sehr herzlich bei meinem Co-Trainer Mehmed Salibasic bedanken, der mir eine echte Stütze war“, sagt er. Auch dem sportlichen Leiter, der ihn einst zum Verein geholt hatte, spricht er seinen Dank aus. Darüber hinaus hebt Rekelj das Zusammenwirken im gesamten Vereinsumfeld hervor – vom Funktionsteam bis zum Platzwart, der ihm stets helfend zur Seite stand.

In der Kabine habe man eine besondere Atmosphäre geschaffen, in der erfahrene Kräfte und Nachwuchsspieler einander unterstützten. „Die Mischung hat sehr gut funktioniert“, sagt Rekelj. So konnten die jungen Spieler, die im Nachwuchs exzellent vorbereitet worden seien, rasch Verantwortung übernehmen.

Herausforderungen und prägende Augenblicke

Emotional bleibt Rekelj vor allem der Saisonabschluss in Erinnerung. „Die letzten drei Runden waren pure Leidenschaft. Wir wussten, dass der Klassenerhalt gesichert war, und die Jungs haben noch einmal alles reingehauen“, erinnert er sich. Auch schwierige Momente blieben nicht aus: Besonders der Trainingsunfall von Dulaga Samardzic, der sich einen schweren Knöchelbruch zuzog, traf Mannschaft und Betreuerteam hart. Dennoch blieb der Zusammenhalt ungebrochen – verletzte Spieler kamen regelmäßig zu den Spielen und waren weiter Teil der Gruppe.

Auf sportlicher Ebene lobt Rekelj vor allem Gegner wie SG Gitschtal und Kirchbach, die trotz kleiner Vereinsstrukturen ein starkes Kollektiv gebildet hätten. Für ihn zeugt das vom Geist dieser Liga: ehrlicher, bodenständiger Fußball mit viel Herzblut.

Ein persönlicher Schlusspunkt

Nach der Trennung vom Verein gönnt sich Rekelj eine Fußballpause. „Ich genieße meine Auszeit“, sagt er gelassen, richtet aber zum Abschluss warme Worte an den Klub: „Ich möchte mich beim Magdalener SC bedanken für die schöne gemeinsame Zeit und wünsche dem Verein eine verletzungsfreie Saison.“ Für den Magdalener SC beginnt unter dem neuen Cheftrainer nun ein neues Kapitel – mit Rückenwind aus einer starken Schlussphase und dem Fundament, das Rekelj mit seinem Team gelegt hat.

Die anstehenden Partien des Frühjahrs werden zeigen, ob die positive Entwicklung fortgesetzt werden kann. Fest steht: Die Handschrift des Trainers, der mit Disziplin, Zusammenhalt und Leidenschaft arbeitete, bleibt in der Mannschaft spürbar.