Tabellenführer der 1. Klasse West, starke Zahlen und ein klarer Plan fürs Frühjahr: Der Sportliche Leiter der SG Gitschtal, Bernd Möderndorfer, blickt mit breiter Brust auf die zweite Saisonhälfte. „Überraschenderweise lief es so weiter , wie im Jahr davor“, sagt er – und die Daten geben ihm recht: Gitschtal führt nach 15 Runden mit 43 Punkten die Liga an. Zuletzt blieb das Team ungeschlagen und punktete eindrucksvoll. Gleichzeitig richtet Möderndorfer den Blick weit über den nächsten Spieltag hinaus: Der Sprung in die Unterliga soll Realität werden – sportlich, aber auch infrastrukturell, um im Sommer bereit zu sein, wenn neue Gegner warten.

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Die jüngste Bilanz unterstreicht den Kurs an der Spitze: Auf das 1:1 bei SV Penk/Reisseck folgten vier klare Siege – 2:0 beim Magdalener SC, 4:1 gegen OSK Kötschach-Mauthen, 8:1 gegen SK Kirchbach und 5:0 bei SV Baldramsdorf. In Summe stehen 43 Punkte aus 15 Spielen zu Buche, was die SG Gitschtal in der Tabelle vor SV Penk/Reisseck (34 Punkte) hält.
Bemerkenswert: Seit Runde drei verteidigt Gitschtal ununterbrochen Rang eins. Die Serie der letzten Spiele unterstreicht zudem die Bandbreite des Teams – vom Punkt im Topduell bis zu torreichen Auftritten mit hohem Output und stabiler Defensive auswärts wie daheim.
Der interne Puls ist hoch und positiv. „Die Euphorie ist groß“, beschreibt Möderndorfer die Gemütslage vor dem Frühjahrsstart. Das Fundament dafür wurde in der Vorbereitung gelegt: „Die Lauftests ab Weihnachten wurden von allen Spielern hervorragend gemeistert. Wir stehen seit drei Wochen wieder am Fußballplatz und freuen uns schon auf unser Trainingslager in Italien um endlich wieder auf Naturrasen spielen zu können.“
Der Sportliche Leiter betont den gemeinsamen Weg , der mit Trainern und Funktionären gegangen wird und verweist auf die Geschlossenheit, die den Herbst geprägt hat und die uns auch durchs Frühjahr tragen soll. „Alle warten schon auf den Frühjahrsstart, um endlich wieder vor heimischem Publikum angreifen zu können.“
Im Kader gab es wenige Einschnitte – und klare Antworten darauf. „Ein Spieler hat uns verlassen, ein Spieler hat sich verletzt, aber wir können mit unseren jungen Spielern diese Abgänge kompensieren und freuen uns schon darauf, die jungen, einheimischen Spieler im Frühjahr zu sehen“, erklärt Möderndorfer. Zum verletzten Akteur sagt er: „Vielleicht kann er Mitte der Frühjahrssaison wieder einsatzbereit sein. Wenn er bis Sommer, wo wir den erhofften Aufstieg in die Unterliga schaffen sollten, wieder fit ist, wäre es für mich auch in Ordnung.“
Neben dem Sportlichen rückt die Infrastruktur in den Fokus: „Insgesamt ist alles gleich geblieben. Einzig und allein das Klubgebäude muss saniert werden, wofür bereits erste Pläne ausgearbeitet werden, damit wir in der Unterliga auch optisch mit allen anderen Vereinen mithalten können.“ Zentral bleibt die Unterstützung von außen: „Ich hoffe, dass uns das Publikum weiterhin so großen Zuspruch mit dem Besuch im Gitschtal bescheren wird“, sagt er – auch mit Blick auf den Sommer, wenn neue Gegner warten.
Zudem will der Verein Fans aus der Region ansprechen: „Dadurch, dass in den umliegenden Vereinen jetzt schon zwei Kampfmannschaften zurückgezogen wurden, hoffen wir auch, das Publikum dieser Vereine für uns gewinnen zu können.“ Die Marschroute ist damit klar: sportlich Kurs halten, personell weiter Vertrauen in die eigene Jugend setzen und das Umfeld schrittweise für den nächsten Schritt rüsten.