Nach dem klaren Auftritt der Sportunion Oberlienz in der 1. Klasse West gegen SV Sportastic Spittal 1b ordnete Mario Steiner den 6:0-Erfolg als hochverdient ein und sprach von 90 Minuten Spielkontrolle. Er hob die faire Gangart hervor, verwies zugleich auf ungenutzte Möglichkeiten und eine phasenweise zu geringe Intensität. Die Kulisse beschrieb er als lautstark und unterstützend – genau die Mischung, die seinem Team Rückenwind für die kommenden Wochen geben soll.

Foto von Frantzou Fleurine auf Unsplash
Steiner zeichnete ein klares Bild des Kräfteverhältnisses. Seine Mannschaft sei über die gesamte Spielzeit tonangebend gewesen, zugleich blieb Raum für Selbstkritik: Phasenweise fehlte die Konsequenz, Chancen wurden nicht sauber zu Ende gespielt. Der Vorsprung zur Pause war deutlich – Oberlienz ging mit 4:0 in die Kabine. Mit etwas mehr Effizienz, so Steiner, „hätte es zur Halbzeit auch 6:0 oder 7:0 stehen können“. In der Gesamtschau hielt er fest: „Trotz allem war der Sieg mehr als verdient.“
Der Start legte die Richtung fest: Bereits in Minute 1 traf Benjamin Bürgler nach einer Standardsituation zum 1:0. Danach kombinierte sich Oberlienz immer wieder sehenswert durch: Julian Gomig schraubte das Ergebnis mit Treffern in der 13., 31. und 49. Minute in die Höhe und schnürte damit einen Dreierpack. Kurz vor der Pause stellte Elias Ebner in der 44. Minute auf 4:0, ehe Sandro Gasser in Minute 66 den 6:0-Endstand markierte. Spittal blieb nicht chancenlos – zwei, drei Gelegenheiten resultierten aus unnötigen Ballverlusten der Gastgeber –, doch Oberlienz blieb insgesamt konsequent und klar spielbestimmend.
Zur Atmosphäre passte die souveräne Leitung auf dem Feld. Steiner lobte: Es war eine sehr fair geführte Partie von beiden Seiten, der Unparteiische hatte das Geschehen jederzeit unter Kontrolle. Bei allem Jubel thematisierte der Trainer auch die Intensität: Diese hätte phasenweise noch höher sein können. Die Kulisse war ganz nach seinem Geschmack: In Oberlienz sind die Zuschauer traditionell zahlreich, das einheimische Publikum peitschte die Mannschaft nach vorn. Als herausragenden Akteur stellte er Julian Gomig heraus, der die Partie mit seinem Dreierpack prägte.
Für die nächsten Wochen gab der Coach die Leitplanken vor: Die jungen Eigenbauspieler sollen weiterhin eingebaut werden, das Team will fokussiert bleiben – und blickt mit Vorfreude auf das kommende Derby.