Im Kärntner Derby der 1. Klasse West zwischen dem SV Tristach und TSU Ainet zeigte sich Martin Walter zufrieden mit Auftritt und Haltung seiner Mannschaft. Er sprach von einem intensiven, aber fairen Duell, einem leichten Plus am Ball und davon, dass der 3:2-Sieg im Gesamtbild „gerecht“ gewesen sei. Die großen Linien: viel Ausgeglichenheit, kleine Tristacher Vorteile in den entscheidenden Momenten, wenig strittige Szenen – und die klare Erwartung, den eingeschlagenen Weg in den kommenden Wochen beizubehalten.

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In seiner Gesamtbewertung betonte Walter die Balance des Duells: „In der ersten Halbzeit waren wir bei den Chancen vorne, aber insgesamt war nicht viel los. Nach der Pause war es weiterhin ausgeglichen, wir hatten aber zwei, drei Möglichkeiten mehr für ein Tor.“ Auch das Verhältnis am Ball ordnete er nüchtern ein: „Etwa sechzig zu vierzig für Tristach – leichte Vorteile, aber nicht durchgängig. Insgesamt ziemlich ausgeglichen.“ Der Derby-Charakter sorgte für Phasenwechsel, ohne dass eine Seite dauerhaft dominierte. In der Summe sah Walter sein Team in den wichtigen Sequenzen etwas zielstrebiger – ein Eindruck, der sich auch im Pausenstand widerspiegelte. Nach einem engen ersten Durchgang ging es mit 2:1 in die Kabinen: keine klare Überlegenheit, wohl aber das bessere Timing in Schlüsselszenen.
Die Spielgeschichte schrieb sich über prägnante Momente: Früh stellte Florian Steurer (9.) die Weichen, ehe Sandro Putzhuber (32.) für Ainet ausglich. Kurz vor der Pause brachte Tobias Feldner (44.) Tristach erneut nach vorne und legte nach der Stunde (66.) nach – der Doppelpack des Offensivmannes verschaffte dem Gastgeber den dringend benötigten Puffer. Ainet fand dennoch zurück und verkürzte durch Mathias Jost (70.), womit die Schlussphase die erwartete Derby-Schärfe und Spannung erhielt. Bei aller Dynamik blieb der rote Faden intakt: Tristach setzte die ersten Akzente, absorbierte den Ausgleich, legte rechtzeitig nach und verwaltete das Momentum, als Ainet nochmals anklopfte. Dass sich dieses Auf und Ab am Ende im 3:2 niederschlug, passte zu Walters Einschätzung: gerecht nicht, weil eine Seite deutlich besser gewesen wäre, sondern weil die Mannschaft mit den saubereren Antworten in kritischen Passagen die Hand auf der Partie behielt.
Zur Tonlage des Derbys fand Walter deutliche, zugleich gelassene Worte: „Ein Derby ist immer ein bissl ein härteres Programm; hart geführt war’s aber nicht. Wie es sich gehört, war schon ein bissl Temperament drinnen.“ Auch die Spielleitung bewertete er ruhig und positiv: „Es gab nicht viel Strittiges. Der Schiedsrichter hatte die Partie links wie rechts gut unter Kontrolle. Die eine oder andere möglicherweise strittige Szene war dabei, aber nichts Spielentscheidendes.“ Bei ruhenden Bällen sah er auf beiden Seiten Luft nach oben: „Standardsituationen waren eher schwach von beiden Mannschaften.“
Für die kommenden Wochen formulierte Walter einen einfachen, aber ambitionierten Plan: „In den nächsten Spielen den Lauf beibehalten und genauso weitermachen wie jetzt – dann kann das eine sehr gute Rückrunde werden.“