Nach einem intensiven Nachmittag prägte vor allem die klare Haltung von Thomas Warmuth den Ton: Der Coach von SV Egg lobte Einsatz und Geschlossenheit, benannte aber auch Stellschrauben für die nächsten Wochen. Gegen FC Lurnfeld entwickelte sich in der 1. Klasse West ein Duell mit hoher Schlagzahl und einem Gegner, der nie nachließ – begleitet von klaren Aussagen nach dem Abpfiff. „Der Sieg war im Großen und Ganzen gerecht. Lurnfeld hat aber nie aufgegeben“, fasste Warmuth zusammen.

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Der Start verlief furios: Bereits in der 1. Minute brachte Mario Tscheliessnig SV Egg mit 1:0 in Führung. Nur Sekunden später erhöhte Fabio Mörtl (2.) auf 2:0, ehe Gal Zinic in der 6. Minute mit einem präzisen Abschluss zum 3:0 traf. Lurnfeld blieb jedoch im Spiel und verkürzte durch Michael Grischenig (27.) sowie Sandro Unterkofler (30.) auf 3:2. Kurz vor der Pause stellte Tscheliessnig mit seinem zweiten Treffer (36.) den 4:2-Halbzeitstand her. Nach dem Wechsel hielten Tempo und Intensität an, in der 69. Minute krönte Tscheliessnig seine starke Vorstellung mit dem dritten Tor – ein Dreierpack zum 5:2-Endstand aus Egg-Sicht.
Eine Szene blieb Warmuth besonders im Kopf: Nach einem Lurnfelder Doppelpass lief ein Angreifer frei auf den Egg-Schlussmann zu – der Keeper reagierte stark und bewahrte die Führung. „Da waren ein paar Situationen dabei, die nicht ganz souverän fertiggespielt wurden“, ordnete der Trainer ein. Aus Standards entstand diesmal wenig Brisanz; sie seien „nicht übergefährlich“ gewesen. Strittige Momente habe es zwar gegeben, insgesamt blieb aber alles im Rahmen – entscheidend war für Warmuth die eigene Konsequenz im Zweikampf und in der Entscheidungsfindung.
Zur Kulisse fand Warmuth deutliche Worte: Die Intensität sei sehr hoch gewesen, Lurnfeld habe nie aufgegeben, und mit 150 bis 200 Zuschauern sei man „richtig gut besetzt“ gewesen. Zum Mann des Spiels kürte der Coach Mario Tscheliessnig – der Angreifer traf dreimal und prägte die Partie als Zielspieler und Vollstrecker. Mit Blick nach vorn wurde Warmuth konkret: Seine Mannschaft müsse „schneller in die Zweikämpfe kommen“, die ersten Aktionen klarer ausspielen und in Phasen, in denen der Gegner zurückbeißt, mehr Durchschlagskraft zeigen. Gleichzeitig betonte er die Kollektivleistung: Es sei „wieder einmal eine geschlossene Mannschaftsleistung“ gewesen, auf die er stolz sei.