Nach einem intensiven Nachmittag sprach Trainer Martin Walter von Geschlossenheit, Disziplin und einem insgesamt verdienten Remis. In der 1. Klasse West trafen der FC Mölltal Obervellach und der SV Tristach aufeinander – ein Duell, das vor der Pause von defensiver Stabilität der Gäste und nach dem Seitenwechsel von spürbarem Druck der Heimelf geprägt war. Die Stimmung ist gefasst-positiv, auch weil Tristach in der Rückrunde weiter ungeschlagen ist und bewusst keine Einzelspieler herausstellt.

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Tristach erwischte in einer von Walter als defensiv sehr stabil beschriebenen ersten Halbzeit den idealen Moment. Aus einer flüssigen Kombination heraus traf Michael Linder in der 23. Minute zur 1:0-Führung – zur Pause stand es weiterhin 1:0 aus Tristacher Sicht. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Mölltal den Druck und belohnte sich: In der 60. Minute glich Pierrick Maier zum 1:1 aus. Walter ordnete die Partie anschließend als ausgeglichen ein und fasste zusammen: „Es war am Ende ein gerechtes Unentschieden.”
Die Dynamik nach der Pause sah Walter klar auf Seiten der Heimelf, auch in Zahlen: Er bewertete den Ballbesitz in Halbzeit zwei mit etwa 60:40 zugunsten von Mölltal und sprach von Phasen, in denen sein Team tiefer gedrückt wurde. Gleichwohl hob er die eigene Effizienz hervor: Bei der Chancenverwertung sah er Tristach im Vorteil, insgesamt gab es aber relativ wenige klare Möglichkeiten. Den potenziell entscheidenden Augenblick verortete er dennoch auf Tristacher Seite: Um die 55. Minute lief Jannik Abend allein auf den Tormann – die große Chance zum 2:0 blieb ungenutzt. „Das wäre wohl der spielentscheidende Moment gewesen.”
Walters Blick auf die Umsetzung der Vorgaben fiel differenziert aus. Zum ersten Abschnitt sagte er: „Ich bin mit dem gesamten Team sehr zufrieden – kollektiv sehr gut verteidigt, im Zweikampf sehr stark.” Danach veränderte sich das Bild, weil der Gegner anzog: „In der zweiten Halbzeit hat Mölltal uns phasenweise stärker unter Druck gesetzt. Da sind wir in manchen Situationen etwas in Schwierigkeiten gekommen und nicht mehr so eng am Mann gewesen.” Einzelne Akteure wollte er nicht herausheben und stellte stattdessen das Ganze über das Individuum: „Es war eine Mannschaftsleistung – speziell die erste Halbzeit war wirklich sehr stark.”
Das Ergebnis in Obervellach fügt sich für ihn folgerichtig in ein größeres Muster ein – und gibt die Richtung vor: „Wir wollen die Ergebnisse beibehalten. Wir sind in der Rückrunde immer noch ungeschlagen.”