In der 1. Klasse West verabschiedete sich der Magdalener SC in Runde 26 mit einem 1:0 gegen den SV Tristach. Nach zäher erster Halbzeit legten die Hausherren nach der Pause deutlich zu, der 16-jährige Antonio Lozic entschied die Partie in Minute 62. Trainer Raimund Zadnikar hob den Auftritt seiner jungen Truppe hervor und sprach von viel Laufarbeit, starkem Kampfgeist und einer verdienten Führung, die am Ende noch kurze Nerven forderte. „Super Spiel, super Bewegung – die Zuschauer waren auch zufrieden“, bilanzierte er.

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Die erste Halbzeit gehörte in Zadnikars Augen eher den Gästen. „Die ersten 45 Minuten waren die anderen ein bisschen besser als wir“, sagte der Coach, zur Pause stand es folgerichtig 0:0. Nach dem Wiederanpfiff kippte die Partie jedoch spürbar. „Nach fünf Minuten habe ich gesehen, dass wir konditionell und läuferisch die bessere Mannschaft sind. Wir haben einfach mehr fürs Spiel getan und waren offensiver“, erklärte er. In Minute 50 vergaben die Hausherren laut Zadnikar eine Riesenchance: „Wir waren zu dritt durch, aber die Jugend hat’s verhaut – wurscht.“ Danach folgten Möglichkeiten „im Minutentakt“. Der Lohn kam in der 62. Minute: Antonio Lozic setzte sich stark durch und traf zum 1:0. „Eine super Einzelleistung“, lobte Zadnikar den Youngster. Sein Gesamtfazit zum Auftritt der verjüngten Truppe fiel begeistert aus: „Wir waren heute eine ganz junge Mannschaft mit einigen Reservespielern. Von der letztjährigen KM waren nur zwei dabei – deswegen bin ich sehr zufrieden.“
Für den Magdalener Trainer lag der Schlüssel zum Dreier klar in der Haltung seiner Spieler. „Der Kampfgeist und die Einstellung“, hob er hervor. „Jeder ist für jeden gelaufen, jeder hat für jeden gespielt, jeder war für jeden da – genau so, wie ich mir das von den Jungen wünsche.“ Auch taktisch stellte sein Team nach der Pause um und bekam Zugriff: „Wir waren näher beim Mann, haben nichts zugelassen und den Gegner schon im eigenen Drittel attackiert. Wir haben das, was wir in der Kabine besprochen haben, ab der zweiten Halbzeit umgesetzt.“ Trotz des Sieges blieb Zadnikar selbstkritisch: „Im spielerischen und technischen Bereich, in der Taktik – da fehlt noch ein bisschen was. Kämpferisch und läuferisch hat alles gepasst.“ Zum Gegner fand er anerkennende Worte: „In den ersten 45 Minuten sehr stark, kompakt, mit einigen Chancen. Sie haben ihre Möglichkeiten aber auch vergeben.“ Ein Sonderlob ging ans Gespann: „Es war ein faires Spiel. Die Schiedsrichter waren gut drauf – beide haben sehr gut gepfiffen.“
Ganz ohne Zittern ging es nicht über die Ziellinie. „Nervös war ich in den letzten Minuten“, gab Zadnikar offen zu. „Du führst 1:0, bist die bessere Mannschaft – und trotzdem kann im Fußball immer etwas passieren.“ Nach der Verabschiedung eines langjährigen Spielers, der nach über zwanzig Jahren aufhört, sei sein Team kurz ins Schwimmen geraten: „Da waren wir drei, vier Minuten nicht mehr ganz anwesend und ein bisschen in der Bredouille. Aber sonst war’s tadellos.“ Zum Abschied schickte er bewegende Worte hinterher: „Er war ein wertvoller Spieler, ein Kämpfer, ein wunderbarer Mensch. Ich hoffe, dass er dem Verein erhalten bleibt. Die Jungen brauchen ihn.“ Gleichzeitig stellte der Coach die Weichen für die Zukunft: „Ich höre im Sommer auf, mein Nachfolger übernimmt die Mannschaft. Ich wünsche ihm viel Glück – und ich hoffe, dass die Jungen so weiter fighten wie heute. Dann haben sie in den nächsten zwei, drei Jahren eine große Zukunft.“